Emu und Känguru als Wappentiere Australiens

Der Emu gehört zu den Straußenvögeln und ist in Australien beheimatet. Neben dem Känguru ist er das Wappentier auf der australischen Flagge und das hat einen Grund. Der Emu und das Känguru sind zwei Tiere, die sich nicht rückwärts bewegen können. Sie können nur vorwärts marschieren. Würde man sie nach hinten drücken, dann würden sie umkippen. Sie stehen also für den Vorwärtstrend in Australien und sollen das Vorankommen und den Fortschritt des Landes ausdrücken. Den Emu findet man beispielsweise auch auf Teilen der Landeswährung und auf Briefmarken.

Emu und Känguru

Der Emu

Ein Emu kann sehr nett sein

Emus sind längst nicht so aggressiv wie Straußen, können allerdings ebenfalls sehr gefährlich werden, aufgrund ihrer scharfen Krallen. Auch ein Emu hat lange, scharfe Krallen, mit denen er einen Menschen aufschlitzen kann. Ein Emu wird etwa im Durchschnitt 1,60 m groß – er kann sich allerdings noch gewaltig strecken und guckt dann herabwürdigend oder fragend auf einen herunter. Der Emu hat nur verstummelte Flügel und ist somit flugunfähig. Dafür kann er aber über weite Distanzen laufen. Wenn es so ein Emu eilig hat, bringt er es auf etwa 50 km/h, die er auch eine Weile durchhält. 

Emus lieben das Wasser. Im Sommer, wenn es sehr heiß ist, ist ein Rasensprenger sehr willkommen. Hat sich dann eine Pfütze gebildet, wälzen sich die Tiere darin, um sich abzukühlen. Es ist ein Riesengaudi ihnen dabei zu zuschauen. Sie genießen es und sind wie kleine Kinder, die eine Stelle gefunden haben, in denen sie so richtig rum matschen können.

 

Das Federkleid des Emus ist anders

Das Federkleid des Emus ist anders, als bei den Vögeln aus unseren Gefilden. Aus einem Federschaft wachsen so zu sagen zwei Federn, eine Primärfeder und eine Sekundärfeder. Das Gefieder schützt den Vogel im Sommer vor Hitze und ermöglicht ihm auch bei heißen Temperaturen, aktiv zu sein. Der Aufbau dieser Art des Federkleides verleiht dem Laufvogel sein etwas "wuschliges", zottiges und ungewöhnliches Aussehen. Der Hals des Emus ist nur sperrlich befiedert. 

Der Emu - mein Freund

zwei gute Freunde

Bei den Emus ist der "Mann" für den Nachwuchs verantwortlich

Eine Emuhenne legt im Schnitt 10-12 smaragdgrüne Eier. Damit ist ihr Beitrag zur Fortpflanzung erledigt. Ein Emu Ei entspricht inhaltlich etwa 8-10 Hühnereiern und wiegt ein knappes Kilo. Die Eier schmecken als Rührei sehr gut. Die Schale ist ziemlich dick. Wer sich also ein Emu Ei kochen will, um es genüsslich auszulöffeln, wird mit einem Teelöffel Schwierigkeiten haben. 

Der Emuhahn brütet acht Wochen lang die Eier aus und kümmert sich dann liebevoll um seine Nachkommen. Ein großer Teil davon ist gar nicht von ihm, denn mehrere Hennen legen ihre Eier in ein Gemeinschaftsnest. Die Küken sind schwarz weiß gestreift und sehen farblich, wie die Frischlinge eines Wildschweins aus. Die kleinen Küken sind nach fünf Tagen lauffähig und etwa 30 cm groß. 

Emu Eier sind smaragdgrün

Ein Emu Ei und ein Hühner Ei

Emus sind imposante Tiere

Emus sind imposante Tiere und können sehr anhänglich sein. Die Hähne sind in der Regel zutraulicher, als die Hennen, wenn Sie mit Menschen zusammen leben und als Haustiere gehalten werden. Die Fütterung der Emus ist nicht sonderlich kompliziert. Emus fressen gerne Früchte. Jedes Tier hat seine Vorlieben. Die Henne frisst beispielsweise gerne Weißbrot. Der Hahn schüttelt sich, wenn er Weißbrot im Schnabel hat und lässt es wieder fallen. Da freut sich die Henne!

Emu Hahn

Autor seit 5 Jahren
25 Seiten
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