Der Glaube der Hopi-Indianer (Bild: Brigitte Werner)

Nur jene erreichen die nächste Welt, die reinen Glaubens sind

Die Grundlage für das spirituelle Leben der Hopi-Indianer ist der Schöpfungsmythos, der von Generation zu Generation weitergegeben wird. In ihm heißt es, dass die Menschheit sieben Welten durchleben muss. In jeder dieser Welten bekommen die Menschen bestimmte Aufgaben gestellt, in denen die Entwicklung ihres Bewusstseins geprüft wird. Den Aufstieg in die nächste Welt erreichen nur jene, die reinen Glaubens sind.

Gegenwärtig befindet sich die Menschheit an der Schwelle von der vierten in die fünfte Welt. Massau, der Schutzgeist der Hopi, gab dem Volk genaue Anweisungen, wie die Wanderung in die neue Welt durchgeführt werden musste, wie sie ihr neues Zuhause fanden, um dort ihr Leben zu gestalten. Außerdem gab er ihnen einen kleinen Wasserkrug, der an jedem Rastplatz in die Erde eingegraben werden sollte und so für einen ständigen Wasservorrat sorgte.

Der große weiße Bruder Pahana

Hatten die Hopi ihr Ziel erreicht, musste der Krug in der Nähe des Dorfes eingepflanzt werden. Dieser sollte dann Wasser vom Meer anziehen und das Volk immer mit Wasser versorgen. Die siebte Welt, die das Ende der Reise bildet, gilt als das vollkommene und reine Paradies. Dieses kann nur im Inneren des Menschen selbst gefunden werden.

In den Legenden der Hopi taucht auch immer wieder der große weiße Bruder Pahana auf. Zur Zeit der großen Wanderungen brach er auf, um seinen Auftrag in Richtung der aufgehenden Sonne zu erfüllen. Erst wenn sich die Hopi in Not befinden, kehrt er aus dem Osten zurück um das heilige Land zu schützen und von den zerstörerischen Menschen und ihren Handlungen zu reinigen. Dieser Neuanfang ermöglicht eine neue Ordnung, damit die Menschen wieder in Frieden miteinander leben können.

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