Hopi-Dorf in Arizona (Bild: Terry Eiler / U.S. National Archives)

Die Hopi glauben an eine Welt, in der alle Wesen gleich sind

Die Pueblo-Indianer wohnten in Steinhäusern, die wie Waben eines Bienenstocks neben- und übereinander verschachtelt waren. Sie pflanzten Baumwolle, verstanden sie zu färben und kunstvoll zu weben. Auch die Töpferei beherrschten sie meisterhaft. Ihre Neigung, Stadtstaaten zu bilden, erinnert an die Azteken Mexikos, ihre Nachbarn im Süden. Auch die Sprache ist mit der aztekischen verwandt. Zum Stamm der Pueblo-Indianer, der heute nur noch knapp zwanzigtausend Bewohner von Reservaten in Arizona umfasst, gehören die Hopi. Ihre Sitten und Gebräuche, Trachten und Festmasken sind merkwürdig und geheimnisvoll wie die der Azteken.

Das Wort "Hopi" bedeutet "Friedliche Menschen". Die Angehörigen dieses Volkes glauben an eine Welt, in der alle Wesen gleich sind. Sie leben in der festen Überzeugung, dass man nur im Einklang mit der Natur zum ewigen Frieden finden kann. Der Mensch steht zwischen Gut und Böse, weil das gute Herz des Adlergottes und die böse Seele des Schlangengottes sich auf der Erde getroffen haben und zu einem Menschen geworden sind. Deshalb ist jeder Einzelne dafür verantwortlich, sich die Gunst der Götter durch religiöse Handlungen zu erbitten. 

Die Pueblo-Indianer wehrten sich gegen die weißen Eindringlinge

Die Hopi-Indianer leben innerhalb der Navajo-Reservation auf drei Tafelbergen. Ihre Heimat betrachten sie als Mittelpunkt der Erde. Noch immer verharren sie in ihren alten Traditionen und widersetzen sich der Zivilisation der weißen Eindringlinge. Deshalb sind weiße Besucher auch nicht gerne auf den Mesas gesehen. Dörfer dürfen nur mit indianischen Führern betreten werden. Die Anwesenheit bei kulturellen Handlungen, wie beispielsweise dem Schlangentanz, sind für Weiße tabu.

Im Jahr 1540 drang der spanische Konquistador Francisco Vásquez de Coronado auf der Suche nach Gold in das Land ein. Seine Männer verschütteten die Kivas (Kreisrunde Räume, in denen Zeremonien abgehalten wurden) der Indianer, verboten ihre Zeremonien und machten sie zu Sklaven. 1680 kam es zum Aufstand der Pueblo-Indianer, an dem sich auch die Hopi beteiligten. Sie töteten die Mönche und zerstörten die Missionsgebäude. In der Folgezeit verhinderten die Indianer alle spanischen Versuche, neue Missionen zu bauen.

Nur das Dorf Awatobi kooperierte mit den weißen Eindringlingen. Deshalb wurde es von den anderen Hopi-Pueblos angegriffen und zerstört. Später sorgte die Expansionspolitik der Amerikaner dafür, das Angehörige der Navajos auf dem Gebiet der Hopi angesiedelt wurden. Dies führte zu einem Streit zwischen beiden Stämmen, der bis heute andauert und entweder vor Gericht oder im Kongress ausgetragen wird.

BerndT, am 21.05.2013
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Bildquelle:
PDPhotos (Monument Valley - Das Herz des Wilden Westens)

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