Vor sehr langer Zeit ...

Eine Insel entsteht

Fuerteventura entstand vor ca. 15 - 20 Millionen Jahren durch ständige Verschiebungen und Überlagerungen des Meeresbodens, der sich über Jahrtausende aus dem Ozean erhob. Sie war die erste der kanarischen Inseln im Atlantik. Vulkanaktivitäten schufen eine faszinierende Landschaft, teilweise schroff und bergig, teilweise mit langen, bis heute naturbelassenen Sandstränden.

Der Süden

Morro Jable und Playa Jandia an der Punta del Matorral


Am südlich gelegenen Fischerdorf Morro Jable beginnt der helle feine Sandstrand, der sich kilometerweit an der Küste von Jandia entlang streckt. Am türkis blauen Meer lässt es sich wunderbar bis zum Playa de Butihondo wandern. Entspannung und Baden sind hier "inklusive" ...



Der Strand zieht sich weit in Richtung Nord-Ost, vorbei am Leuchtturm und der Playa Matorral. Bis zum nächsten Strand Playa de Butihondo sind es hier aus noch ca. 2,7 km Fußweg über den schönen, weichen Sand.

Punta Jandía Lighthouse
Der Leuchtturm: 1991 erbaut und 59 ...

Der Leuchtturm: 1991 erbaut und 59 Meter hoch; das Wahrzeichen von Morro Jable (Bild: Olaf Heppert)

Der Südosten

Ein Naturschauspiel an den Playas de Sotavento Jandia

Die "Playas de Sotavento" Jandia mit ihren beeindruckendem Risco del Paso, dem Playa Lagoon und Playa de la Barca ist ca. 5 km lang. Diese schöne Strecke am Meer lädt zum Laufen, Surfen, Schwimmen und Sonnenbaden ein. In der Bucht gibt es zwei Strandbars, die zum Verweilen einladen.
Die Playas de Sotavento sind ein wahres Paradies für Wassersportler. 

Gezeiten am Risco del Paso
Liebhaber von Ebbe und Flut sollten sich am Risco das Naturschauspiel der Gezeiten auf keinen Fall entgehen lassen.

Blick über die Playas de Sotavento ...

Blick über die Playas de Sotavento. Mitte links: kleine, ruhige Feriensiedlung direkt am Risco (Bild: Sabine Heppert)

Die Ebbe legt den Strand hier kilometerweit frei, dass man meinen könnte, das Meer beginne erst am Horizont. Der Strand kann dann gefahrlos bis zur Playa Barca begangen werden, denn die Flut braucht hier sehr lange, bis sie die schöne Bucht wieder vollständig für sich vereinnahmt hat.

Risco del Paso bei Ebbe, die ...

Risco del Paso bei Ebbe, die Pflanzen trotzen den ewigen Gezeiten (Bild: Sabine Heppert)

entspannt wandern am Risco del Paso ...

entspannt wandern am Risco del Paso bevor die Flut zurück kommt (Bild: Sabine Heppert)

Die kleinen Atlashörnchen vom Risco

In der Bucht stehen Felsen bis fast an das Meer heran, in dessen Aushöhlungen Atlashörnchen leben. Wir hatten das Glück, dort einer kleinen Gruppe zu begegnen. Ein Männchen kam nahe zu uns heran, die anderen Hörnchen blieben im Hintergrund und beobachteten uns neugierig. Diese putzigen Tiere sind fast so groß wie unsere Eichhörnchen und leben in kleinen Kolonien zusammen.

Seit über 50 Jahren leben diese niedlichen Nager auf Fuerteventura. Sie stammen ursprünglich aus dem marokkanischen Atlasgebirge und wurden höchstwahrscheinlich mit Handelsschiffen über das Meer hierher gebracht. Man findet sie überall dort wo es Höhlen und Felsen gibt, die ihnen guten Unterschlupf bieten.

Ein sehr mutiges, wild lebendes ...

Ein sehr mutiges, wild lebendes Atlashörnchen am Risco del Paso (Bild: Sabine Heppert)

Der Südwesten


Die Westseite von Costa Calma

Istmo de la Pared
Istmo heißt übersetzt "Landenge", wie wir sie zwischen der Ost- und Westküste von Costa Calma vorfinden. In nur 5 km Fußweg gelangen Sie vom schönen Badestrand im Südosten an die felsige Westküste. Die Landenge ist wüsten-ähnlich und lässt sich leicht überqueren. Erst kurz vor der Küste wird sie zusehends schroffer und zerklüfteter.

Den Landrücken vom Istmo de la ...

Den Landrücken vom Istmo de la Pared kann man gut zu Fuß überqueeren (Bild: Olaf Heppert)

Die Bergwelt im Landesinneren, vom ...

Die Bergwelt im Landesinneren, vom Istmo de la Pared aus gesehen (Bild: Olaf Heppert)

Kleine Kamelherden sieht man auf ...

Kleine Kamelherden sieht man auf diesem wüstenähnlichen Landstrich öfters, ihr Besitzer ist meist nicht weit weg (Bild: Sabine Heppert)

Eine ganz andere Landschaft, die ihre Reize hat

An der Westküste angekommen

Bizarre Felsformationen erstrecken sich bis in den Ozean, die sich mit Dünen und Sandbuchten abwechseln. Die feinsandigen Strände sind fast immer menschenleer. Die Meeresströmungen sind hier sehr stark und selbst für geübte Surfer und Schwimmer immer ein Risiko.

(Bild: Sabine Heppert)

nicht nur bizarre Felsformationen ...

nicht nur bizarre Felsformationen gestalten die wilde Westküste (Bild: Sabine Heppert)

an der Punta de Playa Larga - ein ...

an der Punta de Playa Larga - ein einsamer Schwimmer wagt sich ins Meer (Bild: Sabine Heppert)

starke Brandungen prägen die ...

starke Brandungen prägen die Westküste Fuerteventuras (Bild: Olaf Heppert)

Felsenküste und Sandstrände an der ...

Felsenküste und Sandstrände an der schönen Punta de Playa Larga (Bild: Olaf Heppert)

La Pared für Ruhesuchende

Der ruhige Ort La Pared grenzt am Istmo de la Pared und ist mit seinen wenigen Häusern sowie kleinen Ferienanlagen recht beschaulich. Doch am Abend kommen viele Menschen hierher, um fantastische Sonnenuntergänge und beeindruckende Brandungen zu erleben. Auch Wassersportler haben die wilde Küste bereits für sich entdeckt.
Ein Restaurant direkt am Meer gelegen, hat eine gute Speisekarte und bietet vorzügliche Fischgerichte an. Von hier aus kann man die Aussicht auf das Meer wunderbar genießen.

Die Küste vor La Pared mit ihrer ...

Die Küste vor La Pared mit ihrer starken Brandung (Bild: Sabine Heppert)

Sonnenuntergang mit Blick auf den ...

Sonnenuntergang mit Blick auf den Playa del Viejo Rey. Im Hintergrund erstreckt sich das Bergmassiv vom Parque Natural de Jandia (Bild: Sabine Heppert)

Ein Ausflug in die Bergwelt Fuerteventuras

Im Landesinneren - am Mirador Astronómica de Sicasumbre

Von diesem Mirador (Aussichtspunkt) aus, der unweit vom Küstenort La Pared liegt, haben Sie einen tollen Blick auf die Berge, den Südwesten von Costa Calma, den hellen Gesteinsformationen, seinen Stränden und der Sandwüste bis hin zum dunklen Bergmassiv des Parques Natural Jandia.
Der Mirador befindet sich westlich auf Bergstraße FV 605 zwischen La Pared in Richtung Pájara. Ein Besuch dort hin lohnt sich immer.

freilaufende Ziegenböcke sieht man ...

freilaufende Ziegenböcke sieht man auf dem Mirador desöfteren (Bild: Olaf Heppert)

Blick auf viele Steintürmchen und ...

Blick auf viele Steintürmchen und -figürchen, in Richtung Süden sehen wir den hellen, schmalen Landrücken Istmo de la Pared (Bild: Sabine Heppert)

Blick in Richtung West. Vor uns ...

Blick in Richtung West. Vor uns liegt das ans Meer grenzende Bergmassiv am Barranco Valle de la Fuente (Bild: Sabine Heppert)

Die dunklen Höhlen von Ajuy

Ajuy, Playa de los Muertos und die Cuevas de Ajuy

Ajuy ist ein ruhiger kleiner Ort an der Westküste mit nur wenigen Häusern und 100 Einwohnern. Längst vergessen sind die lebhaften Zeiten, wo es noch den bedeutsamen Inselhafen "Puerto de la Peña" gab. Piratenangriffe hinterließen ihre Spuren und gaben dem schwarzen Strand seinen Namen: "Playa de los Muertos - Strand der Toten".


An der Playa de los Muertos ist nur zur Mittagszeit und an den Wochenenden etwas los, er wird dann gerne von den Einheimischen besucht.
Touristen interessieren sich eher für die angrenzenden, begehbaren Klippen, die zu den dunklen Höhlen "Cuevas de Ajuy" führen.

Auf diesem Felsmassiv führt ein ...

Auf diesem Felsmassiv führt ein Pfad zu den Höhlen von Ajuy (Bild: Sabine Heppert)

Die Wege zu den Höhlen sind gut ...

Die Wege zu den Höhlen sind gut gesichert (Bild: Sabine Heppert)

Vom Meer ausgespült; eine der ...

Vom Meer ausgespült; eine der begehbaren Höhlen von Ajuy, zu der eine steile Treppe hinab führt (Bild: Olaf Heppert)

Zum Felsentor Peña horadada

Eine kurze Wanderung entlang der Klippen nördlich von Ajuy

Oberhalb der Cuevas können Sie gut zu Fuß bis zur Peña horadada, einem beeindrucken Felsentor, entlangwandern. Bewundern Sie die schroffen Gesteinsformationen und Lavagrotten rund um die Region der Caleta Negra, die sich nördlich vom Playa de los Muertos befindet.
(Bild: Blick vom Landrücken der Caleta Negra auf die Höhlen von Ajuy)

Der Küstenweg von Ajuy bis zum Felsentor dauert hin und zurück mit Fotostopps ca. 2 Stunden. Es ist ein lohnenswerter, nicht allzu anstrengender Ausflug mit 80 m Höhenunterschied entlang der schroffen Caleta Negra.

Beeindruckend groß: Mit ca. 20 m ...

Beeindruckend groß: Mit ca. 20 m Höhe steht das Felsentor am Kieselstrand (Bild: Sabine Heppert)

Das Meer spült sich durch die Peña ...

Das Meer spült sich durch die Peña horadada hindurch (Bild: Olaf Heppert)

Mit tollen Eindrücken und gutem Appetit zurück nach Ajuy

Nach der Höhlenbesichtigung und dem Fußmarsch zum Felsentor kehren viele in das "Restaurant Cuevas de Ajuy" mit seiner kleinen Außenterrasse ein. Mein Favorit in diesem Lokal sind die Gambas al Ajillo. Mit unverbautem Blick auf das Meer lässt es sich hier nach der Wanderung ausgezeichnet speisen. 


Die Tapas "Gambas al Ajillo" (spanische Vorspeise mit viel Knoblauch und Garnelen) sind ein Gedicht für Fans der spanischen Küche. Das kleine Gericht wird in einer Tonschale (Cazuela) im Ofen gegart und sofort serviert.

Goldfarbener Sonnenuntergang an der Playa Jandia am letzten Abend
Abschied von der Playa Jandia mit ...

Abschied von der Playa Jandia mit zauberhafter Abendstimmung (Bild: Sabine Heppert)

 

Das war mein kleiner Reisebericht über die Sehenswürdigkeiten der Süd- und Westküste Fuerteventuras. 
Es war bestimmt nicht mein letzter Besuch auf dieser interessanten Insel mit ihren schönen Stränden und einer wundervollen, abwechslungs- reichen Landschaft, die ich nicht so schnell vergessen werde.

 

Bild: Fotostopp bei starkem Wind auf dem Landrücken der Caleta Negra. Mit herzlichen Dank an meinen Mann Olaf Heppert für seine Fotografien & tolle Unterstützung sowie an Adele_Sansone, die mich zum Artikel-Schreiben über "Fuerte" inspiriert hat.

Weitere Reiseberichte von mir finden Sie hier: https://pagewizz.com/users/SchreibAss/

 

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