Ursprünge der Vodafone Deutschland GmbH

Die Vodafone Deutschland GmbH, roter Riese aus Düsseldorf, ist einer der größten und umsatzstärksten Mobilfunkanbieter Deutschlands. Das Mobilfunkunternehmen hat seinen Ursprung in der früheren Mannesmann-Tochter "Mannesmann Mobilfunk GmbH" - auch bekannt unter der Marke "D2 Mannesmann". Im Jahr 2000 wurde D2 Mannesmann durch Vodafone Großbritannien übernommen. Zwei Jahre später Marke in Vodafone umbenannt, wie auch der Unternehmensname. Mannesmann Mobilfunk GmbH wurde zur Vodafone D2 GmbH.

  • Mit dem Zukauf von Mannesmann konnte sich Vodafone aufgrund von Mannesmann-Beteiligungen nicht nur ein Zugpferd der deutschen Mobilfunksparte aneignen, sondern Markteinteile in ganz Europa, zum Beispiel durch Omnitel (Italien) und SFR (Frankreich).

sinkende Marktanteile für Vodafone

Zahlen hinter dem Düsseldorfer Unternehmen

Aktuell 14.000 Mitarbeiter von Vodafone Deutschland teilen sich neben der Hauptvertretung am Ferdinand-Braun-Platz in Düsseldorf auf acht weitere große Regionalvertretungen auf. Darüberhinaus verfügt das Haus über ein gut ausgebautes Netz an lokalen Vodafone-Shops.
Aktuell verzeichnet das Mobilfunkunternehmen einen Marktanteil im Mobilfunksegment von rund 27%, das entspricht zirka 30 Millionen Vodafone-Kunden. Was erst einmal imposant klingt, ist tragisch. Der Marktanteil ist historisch kontinuierlich und erheblich geschrumpft. Zu D2 Mannesmann-Zeiten (1992) wurden ganze 62% des Mobilfunkmarktes bedient, im Zeitraum der Übernahme durch Vodafone 1999 immerhin noch 40,8%.

Was Vodafone mit der Deutschen Bank zu tun hatte

Es waren Mannesmann und die Deutsche Bank, die sich zusammenschlossen, um ein Joint-Venture zu bilden. Dieses Joint-Venture hieß Arcor.Der heutige Festnetzbereich Vodafones basiert auf einem uralten Joint-Venture zwischen der damaligen Mannesmann und der Deutschen Bank. Der unter "Mannesmann Arcor AG & Co. KG" agierende Anbieter war von jeher einer der wichtigsten Konkurrenten der Deutschen Telekom im Festnetzsegment.

Wie auch Mannesmann selbst, verfügte auch Arcor über ein Netzwerk an Beteiligungen. Dazu zählten unter anderem die o.tel.o communications GmbH & Co., callisto germany.net GmbH und ISIS Multimedia Net GmbH & Co. KG.

Vodafone stellte Überlegungen an, alle Anteile an Arcor zu verkaufen, entschied sich aber schlussendlich dazu, auch die bei der Deutschen Bank verbliebenen Anteile zu erwerben. Somit ging die Arcor AG & Co. KG im Jahr 2008 komplett in den Besitz von Vodafone über. Als Marke wurde Arcor noch bis Ende 2009 geführt. Schrittweise wurde die vollständige Fusion durchgeführt. Mitte 2009 wurde Arcor AG & Co. KG in Vodafone AG & Co. KG umbenannt, im Dezember 2009 dann schlussendlich mit der Vodafone D2 GmbH fusioniert.

  • Diese Fusion hatte einen bemerkenswerten Nebeneffekt für die Vodafone D2 GmbH. Das Düsseldorfer Mobilfunkunternehmen wurde dadurch zum ersten voll integrierten Telekommunikationsanbieter Deutschlands. Man bot nunmehr Festnetz, Mobilfunk und TV sowie VoIP über eine einheitliche Marke an. Das war revolutionär.

Auf zu neuen Ufern

Durch diverse Zukäufe im Festnetz- und Kabelfernseh-Bereich konnte sich Vodafone weitere Geschäftsfelder erschließen und sich dort Marktanteile sichern. 2012 erlangte das düsseldorfer Unternehmen 75% der Anteile der Kabel Deutschland GmbH. Seit 2013 ist Vodafone auch namentlich der Betreiber des Kabelnetzes von Kabel Deutschland.

Vodafone-Kundenzahlen im Detail

Laut eigener Angaben teilen sich die Kundenzahlen des roten Riesen folgendermaßen auf:

Die Vodafone-Gruppe gibt im 2015er Geschäftsbericht zudem folgende Zahlen für das weltweite Geschäft an:

  • Mobilfunkkunden weltweit 446 Mio.
Vodafone in Düsseldorf

Vodafone Geschäftsbericht 2015 - Full Annual Report 2015

Der Geschäftsbericht zur Vodafone-Gruppe auf den Vodafone-Websites heruntergeladen und eingesehen werden. Er wird als PDF-Datei in englischer Sprache zum Download angeboten. HIER ist der Geschäftsbericht verlinkt.

SKCommDE, am 29.04.2016
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Bildquelle:
- GMS - (Wo kann man noch investieren?)
johannes flörsch (Weinerlebniswelt Loisium in Niederösterreich)

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