Mit wachen Sinnen erleben

Dieses Erlebnis hat man schon wenn man sich auf der Lichtung auf einen Baumstumpf setzt, ruhig lauscht und dabei so manches wahrnimmt!

Um die Blumen brummen die Bienen und Hummeln,das Moos an den Bäumen,darunter die Pilze und Farne und die Waldtiere. In unserem eng bebautem Land ist noch immer bis zu 30 Prozent der Fläche mit Wald bedeckt!

Eigentlich kann jeder von uns einmal in den nächsten Wald gehen um diese Stille zu erleben, zu hören wie ein Tannenzapfen auf den Waldboden fällt. Oder im Regenwind allein durch den Wald zu gehen,mit passendem Schuhwerk und hochgeschlagenem Kragen! Und das Gefühl zu spüren wie ihm das kalte, frische Wasser ins Gesicht klatscht.

Im Wald

Eine halbe Stunde sitze ich jetzt auf einem Hochsitz, und gleich wird das Waldtheater wieder beginnen. Eben noch hat mich der Eichelhäher angekündigt und der Zaunkönig geschimpft, jeder Waldgänger und die Tiere kennen diese Zeichen!

Aber jetzt bin ich schon wieder vergessen und eingemeindet in die Natur, solange ich nur so dasitze und nichts tue! Es ist nicht wichtig das Glück zu haben etwas zu sehen,das Gefühl zum Wald zu gehören ist für mich Glück genug. Sehen kann nur derjenige der Zeit hat, man muss lernen die Hast abzulegen und nichts unbedingt erreichen zu wollen! 

Nach einer Weile beginnt der Wald zu erzählen, man muss nur hinhören zwei Kuckucke führen ein längeres Gespräch, neben mir gurrt eine Wildtaube! Nun beginnt die Vorstellung plötzlich stehen, wie selbstverständlich, einige Rehe am Waldrand, ein Eichkätzchen läuft hinter mir kratzend eine Buche hinauf.

Der König unserer Wälder

Im Herbst ist sein Röhren in den Wäldern zu hören, es ist die Brunftzeit  in der die Hirsche um ihre Rudel kämpfen! Dieses Röhren ist eine Art Revierbegrenzung und das Revier reicht soweit wie das Röhren zu hören ist.

Die Geweihpracht der Hirsche ist reiner Luxus und der Riesenhirsch der Steinzeit starb aufgrund seiner überschweren Geweihpracht aus! Sogenannte "Mörderhirsche"tragen statt einem Luxusgeweih ungewöhnliche, direkt gemein praktische Säbel auf dem Kopf mit dem sie ohne weiteres einen größeren kapitalen Zwölfender töten können.

Trotz der Brunftkämpfe und seiner kapitalen Erscheinung ist nicht er sondern die älteste,erfahrenste Hirschkuh das Leittier im Rudel und die anderen "Alttiere" und "Schmaltiere",sowie die Herren folgen ihr!

Einst wären die Hirsche ebenso wie das Reh bei uns fast ausgestorben,nach den großen Bauernaufständen gegen die Ritter wurden Hirsch und Reh immer seltener! Wilderei und die Waldweiden der Bauern wären fast das Ende für Wald und Wild geworden.

Waldkonzert

Amsel, Drossel, Fink und Star und die ganze Vogelschar, so heißt es schon bei Brehm, aber wer möchte sie nicht Alle kennen? Aber wer einmal angefangen hat sich hineinzuhören ins Vogelkonzert, für den ist das bestimmen der Vogelstimmen keine Kunst mehr.

Am Waldrand ist der beste Platz um anzufangen mit der Kunst des Vogelbestimmens, am besten ist ein Waldsee denn an jedem See gibt es große Vogelnatur!

Dazu braucht man eine Decke, ein Fernglas und das Vogelbestimmungsbuch, man legt sich auf die Decke und wartet ab bis sich Alles beruhigt hat und dann kann das Spiel beginnen.

Thymian wächst nebenan zwischen Moosen und Blumen und sein würziger Duft steigt davon auf, Falter schwirren um die Blüten! Bleßhühner und Enten schaukeln auf leichten Windwellen heran, pfeilschnell zacken die Schwalben über das Wasser und ein Haubentaucher paddelt mitten auf dem See! In den Kronen der Weiden steht ein Fischreiher, grau und groß steht er da und beobachtet sein Revier.

Vögel im Wald zu bestimmen ist schon schwieriger weil man nicht nahe genug rankommt, und mit dem Fernglas ist es nicht einfach die kleinen Sänger im Astgewirr auszumachen. Hilfreich ist es wenn man weiß wo man welche Vögel finden kann, sie haben Reviere wie andere Tiere auch, so wird ein Nadelwaldbewohner selten im Buchenwald rumflattern und umgekehrt.

Der Winter und der Frühling sind die beste Zeit für die Vogelbeobachtung im Wald, die Zweige sind noch kahl und die flatternden und zwitschernden Zuhausebleiber, im Gegensatz zu den Zugvögeln, sind leicht zu erkennen!

Autor seit 5 Jahren
6 Seiten
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