Vorwort

Gerade weil ich hier ein Thema aus meinem aktuellen Leben behandele, hoffe ich das es für Freunde und Bekannte von Krebskranken bzw. erkrankten Menschen ein kleiner Ratgeber ist, der beherzigt wird. Denn manche Situationen und Belastungen könnten vermieden werden, wenn man sich mal von anderer Seite mit dem Thema befasst. Anteil und Interesse ist gut und wichtig, doch ein bestimmter Punkt sollte nicht überschritten werden, denn sonst wird die Anteilnahme zur zusätzlichen Belastung. Denn das Ziel die Genesung des Patienten und die Kraftquelle Familie sollte gestärkt und nicht zusätzlich geschwächt werden. Die Diagnose hat mich aus der Bahn geworfen, doch das Leben geht weiter...

Der Schock - die Diagnose

Wenn man mit der Tatsache konfrontiert wird, das man Krebs hat ist es für den Betroffenen nicht einfach. Auch die Familie hat es nicht leicht. Denn Niemand hört gerne das jemand Krebs hat. Krebs ist eine Krankheit mit vielen Schattenseiten.

Es ist jedoch keine Option den Kopf in den Sand zu stecken. Der 1. Schritt zur Selbsthilfe ist es die Krankheit zu akzeptieren und ihr dann gemeinsam den Kampf anzusagen. Positives Denken unterstützt den Erkrankten und die Familie.

Wenn der 1. Schock überwunden ist, ist es ein unbedingtes Muss sich der Krankheit zu stellen. Es gibt viele Arten von Krebs, doch hier widme ich mich dem Darmkrebs.

Belastend und nicht Hilfreich

Der Patient liegt in der Klinik und die Familie ist unzähligen Anrufen von Freunden und Anverwandten ausgeliefert. Prinzipiell freut sich ein Mensch, wenn die Mitmenschen Anteil nehmen und sich erkundigen. Doch ein Großteil der Menschen neigt dazu "den Teufel förmlich an die Wand zu malen". Immer wieder werden die selben Fragen gestellt, man antwortet geduldig, doch dann geht es an das Eingemachte. Denn 98 Prozent der Menschen kennen jemanden der Krebs hatte und daran verstarb. Sicherlich ist das traurig und geht nicht spurlos an einem vorbei, aber es ist definitiv der falsche Zeitpunkt, dies in das Gespräch einzuwerfen.

Die Familie neigt dazu an das Gute zu glauben, Hoffnung zu haben und Geschichten über Mitmenschen die der Krankheit erlagen, bringen ein zusätzlich Unruhe. Es ist ja nicht so, als würde man das einfach weg stecken. Schlaflose Nächte, Unruhe, Gereiztheit sind Begleiter der Angehörigen. Doch diese Belastungen möchte man nicht an dem Patienten weitergeben, also fängt man an dort eine Maske auszusetzen, denn man möchte nicht das die Unruhe überspringt, denn der Patient sollte sich ganz auf seine Therapie konzentrieren und sich nicht unnötige Gedanken über seine Familie machen müssen.

Auch die Frage nach dem "Warum musste das denn passieren, wie kommt das denn" ist sehr belastend. Auf die Frage gibt es wohl nur die eine Antwort: Das Leben ist so! Wenn die Zeit ablaufen soll wird sie es tun, doch manchmal ist so eine Erkrankung nur ein Warnschuss, mit der richtigen Einstellung, Operation oder Therapie kann der Krebs besiegt werden und da fragt man auch nicht nach dem Warum. Nein, man freut sich das es so ist.

Wenn das Umfeld leidet

Natürlich sind Freunde, Nachbarn und Bekannte irgendwie betroffen, wenn sie erfahren das Jemand Krebs hat. Gut, man hängt es ja auch nicht an die große Glocke, doch ein Geheimnis sollte man auch nicht daraus machen. Denn zu dieser Krankheit zu stehen ist auch ein Zeichen, das man ihr den Krieg erklärt.

Oftmals drückt sich die Betroffenheit in Anrufen und ungewollten Besuchen aus. Wenn diese unterstützen ist es gar nicht so schlimm, man ist gerührt, das sich jemand für das Schicksal interessiert. Leider sehen die Gespräche doch ganz anders aus. Jeder kennt jemanden der Krebs hatte und daran verstarb.... FAIL: Es hilft weder der Familie noch dem Krebspatienten. Im Gegenteil es macht Angst!

Auch wenn Freunde am Telefon in Tränen ausbrechen und man versucht diese zu trösten, ist das nicht Hilfreich. Es belastet zusätzlich und raubt wichtige Kraft und Nerven. Man freut sich zwar das Anteil genommen wird, aber wenn es Nerven kostet und Kraft kostet ist es nicht förderlich für die schwere Situation. Auch der offene Umgang kann zu einer Belastung werden, selbst wenn er wichtig für das eigene Verständnis ist.

Ernährungsumstellung nach Darm Operation - Wenn der Krebs zum Auszug gezwungen wurde

Nach einer Operation sollte auf "Faserige Lebensmittel" verzichtet werden, diese könnten sich im Darm festsetzen und dieses wäre für die Genesung nicht förderlich. Auch diverse Frucht und Gemüsearten sind nicht zu empfehlen.

Das darf gegessen werden:

  • Blumenkohl und Brokkoli Röschen
  • Kohlrabi
  • Mohrrüben.
  • Prinzessbohnen
  • Wachsbohnen
  • Äpfel und Birnen ohne Schale und Gehäuse
  • Erdbeeren
  • Fettarmer Joghurt und Käse

Das sollte gemieden werden

  • frittierte Lebensmittel
  • Fettige Lebensmittel
  • scharf angebratenes
  • Schinken
  • Hülsenfrüchte
  • Kohl (Rot, Weiß, Grün)
  • Kidneybohnen
  • Kürbis
  • blähende Lebensmittel im allgemeinen
  • Vollfettprodukte

Getränke mit Kohlensäure und Fruchtsäure sollten vermieden werden.

Die Ernährungsumstellung ist für den Patienten wichtig und für die Familie gewöhnungsbedürftig.

Wichtig ist noch der Hinweis, Betroffene sollten sich unbedingt den fachlichen Ernährungsrat holen. Denn es gibt viele unterschiedliche Empfehlungen. So wird einmal Spargel empfohlen, weil er leicht Bekömmlich ist, so wird auf der anderen Seite vor Spargel gewarnt (ärztliche Auskunft), weil er extrem faserig ist. Es führt kein Weg an der richtigen Ernährungsberatung vorbei.

Persönliche Worte

Wenn die Diagnose so wie in meinem engsten Kreise steht, fängt eine Tortur an. Man hat immer im Hinterkopf das die Krankheit Krebs sehr oft tödlich endet. Doch man schiebt diesen Gedanken zur Seite. Denn man hat ein wichtiges Gut in sich: Hoffnung. Man verwendet alle positiven Gedanken und Energie auf den Krebskranken und glaubt an ein gutes Ende. Es gibt keine Antwort auf die ganzen Fragen: Warum? Wieso? Wie kommt das? Es ist ein Fakt und man muss damit umgehen. Es fällt nicht immer leicht es zu akzeptieren, doch nur wenn man den Krebs akzeptiert ist man bereit gegen ihn zu kämpfen. Aufgeben und sich Ergeben ist keine Option. Auch wenn man nicht immer rational denkt und handelt, so hat man doch das Wissen, weshalb man es tat. Als Angehörige hat man schon die ein oder andere schlaflose Nacht. Man liest sich in das Thema ein und beschäftigt sich kaum mehr mit etwas anderem. Doch man muss seinen Kopf auch einmal frei bekommen. Einfach mal Ausbrechen und Kraft tanken, nur so kann man der Ruhepol sein, den der Erkrankte braucht. Man muss sich auch mal Zeit für sich nehmen, selbst wenn es nur eine halbe Stunde ist. Alles kann gut werden, man sollte den Glauben daran nie verlieren, aber man sollte auch nicht vergessen, manchmal ist das Leben einfach zu kurz, auch wenn man es Niemanden wünscht.
Autor seit 6 Jahren
118 Seiten
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