Die Sprache der Liebe ist führend

Früher und auch heute noch wird Französisch als die Sprache der Liebe bezeichnet und sie scheint auch die beliebteste Sprache der Welt zu sein. Denn der Unterschied zwischen Menschen, die Französisch als Muttersprache verwenden und Menschen, die Französisch als Zweitsprache lernten, ist wesentlich größer als bei anderen Sprachen, abgesehen von Englisch. So sind es nur 79 Millionen Muttersprachler, aber 370 Millionen Menschen weltweit, die Französisch sprechen. Fast 300 Millionen Menschen lernten folglich Französisch zusätzlich zu ihrer Muttersprache. Wird Englisch einmal außen vor gelassen, da es sich dabei meist nicht um Beliebtheit handelt, sondern aus dem Zwang heraus, sich verständigen zu müssen, so scheint Französisch die Königin der Sprachen zu sein. Aber auch hierbei bestehen gewisse Einschränkungen, da es beispielsweise auf dem afrikanischen Kontinent Länder gibt, in denen die Menschen aufgrund früherer Kolonialisierungen zweisprachig aufwachsen, also im Grunde Muttersprachler sind, so aber statistisch nicht geführt werden. Ähnlich ist es mit Spanisch gelagert, das weltweit von 330 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen wird, wobei hier auch das Erbe der ehemaligen Kolonialmacht gerade in Süd- und Mittelamerika zum Tragen kommt. Nur 90 Millionen weitere Menschen sprechen Spanisch neben ihrer eigenen Sprache.

Französisch - Die Sprache der Liebe ...

Französisch - Die Sprache der Liebe ist führend

Beliebtheit einer Sprache ist subjektiv

Werden die reinen Zahlen zur Auswertung hinzugezogen, die angeben, wer eine Sprache zusätzlich gelernt hat, so ergibt sich für die ersten drei Plätze Englisch mit 1,125 Milliarden, Französisch mit 291 Millionen und an dritter Stelle Hindi mit 190 Millionen. Aber sagt dies etwas über die Beliebtheit einer Sprache aus? Ja und nein. Englisch ist die führende Weltsprache und wer sie auch nur einigermaßen beherrscht, hat gute Chancen, sich fast überall auf der Welt verständigen zu können. Der Haken dabei ist nur, dass die englische Kultur oft nicht das ist, was ein Reisender kennenlernen will und auch nicht kennenlernen wird in Südamerika, Asien oder Afrika. Die jeweiligen Landessprachen sind die Schlüssel zu den hier bestehenden Kulturen. Wer beispielsweise mit einem Einheimischen aus Ecuador etwas englisches Kauderwelsch radebrecht, wird vielleicht erfahren, wo die nächste Apotheke ist, aber nur sehr wenig über Sitten und Gebräuche.

Wirtschaftlicher Zwang als Hauptgrund um einen Sprache zu lernen

Während ein Tourist die jeweilige Landessprache seines oder ihres Reiseziels lernen kann, aber nicht unbedingt muss, sieht es für sogenannte Expatriaten oder für Flüchtlinge aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen ganz anders aus. Wer von seinem Unternehmen für ein Jahr oder länger in ein fremdes Land abgeordnet wird, sollte die dortige Muttersprache lernen, denn sonst kann es sehr schnell sehr einsam im fremden Land werden. Auch hier ist das übliche Englisch zwar gut für die Verständigung mit den Kollegen, aber in der Freizeit bleiben viele Türen verschlossen. Flüchtlinge haben es bedeutend schwerer. Wer als Fremder in ein Land kommt und keine oder nur eine geringe schulische Basis besitzt, wird sich mit dem Lernen der neuen Sprache schwer tun. Der einfachste Weg ist hier das Lernen durch Zuhören, wobei es jungen Menschen durch ihre natürliche Neugier meist leicht fällt, ältere Menschen aber oft scheitern. Ein weiteres Problem ist die Abschottung vieler Flüchtlingsfamilien nach außen, sei es aus religiösen oder ethischen Gründen. Doch nur durch aktives Mitmachen und Zuhören kann die Sprache des Gastlandes erlernt werden. Sprachkurse können hier unterstützend wirken, aber den natürlichen Umgang mit der Sprache selbst nicht ersetzen.

Sprachkurse und Sprachreisen

Sowohl freie wie öffentliche Bildungsträger bieten unterschiedliche Sprachkurse sowohl für die jeweilige Muttersprache wie auch für Fremdsprachen an. Für Erwachsene sind dies üblicherweise Abendkurse oder auch Fernkurse, wobei das Lernen in der Gruppe viele Vorteile gegenüber dem heimischen Rechner besitzt. Die Sprache nur um der Sprache willen zu lernen, macht jedoch wenig Sinn. Denn hinter jeder Sprache steckt eine Kultur, die sich oft über Tausende von Jahren ausgebildet hat und die lernt der neugierige Sprachschüler erst im jeweiligen Mutterland der Sprache kennen. Ehemalige Kolonialländer sind dabei mit eingeschlossen, sonst würde es mit den Reisezielen recht eng. Nicht umsonst werden längere Sprachaufenthalte in anderen Ländern immer beliebter.

Links zum Thema

Die meistgesprochenen Sprachen weltweit (Muttersprachler und Sprecher in Millionen) http://de.statista.com/statistik/daten/studie/150407/umfrage/die-zehn-meistgesprochenen-sprachen-weltweit/

Was sind die wichtigsten Gründe für Sie eine andere Sprache zu lernen oder aufzubessern? http://de.statista.com/statistik/daten/studie/162962/umfrage/gruende-um-fremdsprachen-zu-lernen-in-europa-in-2007/

Kostenlos Sprachkontakte knüpfen http://www.sprachschule-aktiv-muenchen.de/deutsch/generelle-informationen/sprachaustausch/index.html

 

Autor seit 4 Jahren
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