Die Generation Internet bricht verkrustete Vertriebs- und Anlagestrukturen auf

Es gibt nach wie vor viele Anleger, die eine Einlage, Tagesgeld, Sparbuch oder Termingeld, Aktien und Investmentfonds vorziehen. Die Gründe dafür sind in erster Linie die Sicherheit, bei Tagesgeldern auch die Verfügbarkeit. Bis vor einigen Jahren sind die Verbraucher zu ihrer Hausbank gegangen, überregionale Zinsvergleiche waren eher selten an der Tagesordnung. Wenn, wurden diese Daten einmal in der Woche in den Printmedien abgebildet. Der Aufwand, ein Konto bei einer Bank zu eröffnen, die nicht am Wohnort ihren Service anbot, war jedoch vielen zu aufwendig. Vieles, wenn nicht fast alles im Leben der Verbraucher hat sich durch den Einzug des Internets im täglichen Leben geändert. Die Generation Internet orientiert sich beim Einkauf nicht mehr in erster Linie an den Empfehlungen der Mitarbeiter im Einzelhandel oder den Gesprächspartnern am Bankschalter. Aufwendige Recherche und Preisvergleiche sind jetzt einem Online-Vergleich, mit wenigen Mausklicks, durchgeführt, gewichen. Verbraucher sind heute, unabhängig von den Produkten, vor dem Betreten eines Geschäftes oder einer Bankfiliale bestens informiert, und haben in der Regel präzise Vorstellungen über das gewünschte Preis-Leistungsverhältnis. Genau an dieser Stelle haken die Top-Anbieter des jeweiligen Marktsegmentes ein, und suchen geradezu den Online-Vergleich auf den entsprechenden Portalen. Dies gilt auch oder gerade eben für Direktbanken. Neben den Konditionen werden dort alle wesentlichen Produktmerkmale und Hintergrundinformationen zur Verfügung gestellt, das Produkt selbst ist in diesem Fall die beste Werbung. Tagesgelder sind schlanke Produkte ohne versteckte Risiken. Die aktive Anlageberatung wird durch den passiven Auftritt in einem Tagesgeldvergleich ersetzt.

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Worauf ist bei einem Tagesgeldvergleich zu achten?

Vergleichsrechner wie beispielsweise auf www.tagesgeldvergleich.org sind darauf angewiesen, immer die tagesaktuellen Konditionen durch die Banken zu erhalten. Banken, die sich ihrer Wettbewerbsfähigkeit bewusst sind, werden auch immer dafür Sorge tragen, dass die Portale mit aktuellen Konditionen ausgestattet sind. Der Kunde selbst kann dies jedoch nicht erkennen. Woran also kann er sich orientieren?

 

  • Je umfangreicher die Liste der angeführten Kreditinstitute ist, umso professioneller wird das Portal betrieben und umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass aktuelle Daten hinterlegt sind. Nicht nur die Menge der Anbieter, auch laufende News rund um das Thema Tagesgeld und Einlagen, wie beispielsweise bei www.zinsvergleich.net, sind ein Qualitätsmerkmal für ein Vergleichsportal.
  • Ist die Entscheidung für ein Vergleichsportal gefallen, gilt es die Angebote der Banken zu analysieren. Tagesgeldkonditionen im Vergleich werden in der Regel auf ein Jahr gerechnet.
  • Neben den Konditionen weist der Vergleich auch die tatsächliche Rendite aus. Diese kann durchaus über dem Nominalzins liegen. Das ist dann der Fall, wenn das Institut einen Neukundenbonus in Form einer Startprämie ausgelobt hat. Der Bonus wird auf das Guthaben am Ende der zwölfmonatigen Zinsberechnungsperiode aufgeschlagen und erhöht damit die kalkulatorische Rendite.
  • Abweichende Renditen können auch auftreten, wenn die Zinszahlung nicht einmal jährlich, sondern monatlich oder im Quartal erfolgt.
  • Alternativ zu Startguthaben werden Neukunden auch mit Bonuszinsen eingeworben. In diesem Fall unterscheiden die Geldhäuser bei der Verzinsung zwischen Bestands- und Neukunden. Bonuszinsen werden jedoch nur für eine bestimmte Periode und einen maximierten Betrag gezahlt.

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Zinshopping – macht das Sinn?

Gleich, für welches Vergleichsportal  man sich entscheidet, am Ende zählt die Rendite auf die Einlage. Tagesgeldkonten sind ebenso schnell geschlossen wie sie eröffnet wurden. Für den Anleger, der es nicht scheut, sich permanent auf dem Laufenden zu halten, ist es eigentlich sinnvoll, sich nach Ablaufen der Sperrfrist für die Kontoneueröffnung die nächste Neukundenprämie zu sichern. Das Bonuskarussell dreht sich schon seit einiger Zeit und früher oder später beginnt der Reigen von vorne. Wie die Sperrfristen bei den einzelnen Banken allerdings aussehen, bevor Kunden erneut als Neu-Kunden anerkannt werden, findet sich in den Detailinformationen zu den jeweiligen Anbietern.   

 

Autor seit 5 Jahren
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