So erkennen Sie die Hagebutte

Ihr Name "Hundsrose" weist auf die Eigenschaft hin, fast überall zu wuchern. Man kann sie in ganz Mitteleuropa finden. Bei einem Spaziergang in der Natur begegnet sie einem sehr häufig. Die Hagebutte wächst an Weg- und Waldrändern und liebt feste, eher steinige Böden. Wo es ihr gefällt, wächst sie gern zu einem bis zu fünf Meter hohen Busch heran. Von Mai bis in den Juli hinein bringt dieser weiße bis rosafarbene zart duftende Blüten hervor. Von September bis November können dann ihre reifen Früchte, die leuchtend roten Hagebutten, geerntet werden.

Die Hagebutte in der Geschichte

Im germanischen Altertum war die Hagebutte der germanischen Göttin Freya geweiht. Freya war die Schutzgöttin der Frauen. Man nutzte damals die rote Frucht der Heckenrose, um einer Gebärenden Kraft und Beistand zu geben und sie unter Freyas Schutz zu stellen. Im Mittelalter setzten Heilkundige die Hagebutte bei Magen-Darm-Problemen und bei Beschwerden der Leber ein.

Welche Teile der Hagebutte werden heilkundlich benutzt?

In der Pflanzenheilkunde werden die Früchte der Heckenrose verwendet. Diese bilden sich im Herbst aus den verblühten Blüten heraus. In der Alternativmedizin benutzt man vor allem die Schalen der Hagebutten, da sich dort das wertvolle Vitamin C befindet. Das Entkernen der Früchte ist eine sehr mühsame Angelegenheit. Deshalb ist es nicht empfehlenswert, sie selber zu sammeln und dann weiter zu verarbeiten. Außerdem besitzen die Früchte in ihrem Innern unzählige sehr feine Härchen, die einen unangenehmen Juckreiz auf der Haut auslösen können.

Inhaltsstoffe der Hagebutte

Die Kräuterheilkunde schätzt die Hagebutte wegen ihrer vielfältigen Inhaltsstoffe:

  • viel Vitamin C

  • Vitamine A, B1, B2, E, K

  • Mineralien

  • Eisen

  • Flavonoide

  • Gerbstoffe

Verwendungsarten

Die Früchte werden zu Tee verarbeitet, der auch nach dem Aufbrühen noch einen Großteil des Vitamin C behält. Es gibt fertigen Hagebuttentee zu kaufen, aber auch naturheilkundliche Produkte, in denen Hagebutten verarbeitet wurden. Aus den Kernen kann das Öl gewonnen werden, das dann in der Naturkosmetik zu Pflegecremes oder Hautöl weiter verarbeitet wird. In der Küche kann man mit Hagebuttenmark oder einer Marmelade aus den Früchten das Frühstücksbrot bestreichen oder Speisen und Gebäck verfeinern.

Heilwirkung der Hagebutte

Das Vitamin C in der Schale kann nach Ansicht der Naturheilkunde das Immunsystem stärken. Somit kann die Frucht Sie während der kalten Jahreszeit dabei unterstützen, Erkältungen vorzubeugen. Außerdem wird dem Vitamin C eine antioxidative Wirkung zugeschrieben. Es soll die Bildung freier Radikale hemmen und so die Blutgefäße schützen. Zusammenziehende und entzündungshemmende Inhaltsstoffe der Hagebutte sollen die Wundheilung fördern und festigend auf das Bindegewebe wirken. Dies soll bei Venenleiden und Besenreisern gute Effekte zeigen.

Die Kerne der Frucht sollen leicht abführend und harntreibend wirken. Man kann sie naturheilkundlich zur Blutreinigung einsetzen und zur Entschlackung des Körpers. Das Öl aus den Kernen ist ein pflegender Balsam für trockene, empfindliche und alternde Haut. Es kann pur aufgetragen werden oder Bestandteil einer Creme sein.

 

Quellen

"Heilpflanzenpraxis heute" von Siegfried Bäumler, Urban & Fischer Verlag

"Lexikon der Heilpflanzen und ihrer Wirkstoffe" von Birgit Frohn, Weltbild Verlag



Bitte beachten Sie, daß dieser Artikel nicht den Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker ersetzen kann.

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