Soldatentum hat ganz natürlich auch mit Sold zu tun!

Auf dem Felde tummeln sich ganz selten Idealisten. Meist sind es Männer, die wegen des Geldes, der Nahrung und der Unterkunft zu den Fahnen eilten. Haudegen, Abenteurer und Halunken, die sonst keine Chance im Leben sahen. Die wollten ihren kargen Sold dann auch gerne zu Lebzeiten verprassen, denn die Todesrate auf Schlachtfeldern ist allgemein sehr hoch. Zu jener Zeit gab es keine EC-Karten. Also musste Bargeld durch unruhige Kriegsregionen teilweise geschmuggelt werden. Das pünktliche Eintreffen der Soldgelder hatte natürlich ganz entscheidend Einfluss auf die Moral der Truppe. Diese gewichtige Aufgabe übernahm Nathan Mayer Rothschild. Er war das vierte Kind und der dritte Sohn des Gründers der Rothschild-Dynastie. Die Kriege gegen die Franzosen, speziell der iberische Feldzug des Duke of Wellington, gab Nathan die Gelegenheit, sich der britischen Regierung als Bankier anzubieten. Durch die Versorgung Wellingtons mit Gold, dessen Versand nach Portugal, sowie den Goldschmuggel während der Kontinentalsperre, dessen Auswirkungen von den Franzosen unterschätzt und daher toleriert wurde, erwirtschaftete er ein Vermögen und wurde zum einflussreichsten Finanzier der britischen Regierung. 1815 ließ Nathan Rothschild Gold über den Ärmelkanal schmuggeln, um Duke Wellingtons Streitkräfte gegen Napoleon zu finanzieren. Es war ganz ohne jeglichen Zweifel eine gewichtige Aufgabe, die zum Erfolg des Herzogs beitrug. Aber ob er dabei patriotisch dachte, möchte ich bezweifeln.

Sodaten-Küche im Felde

Der gemeine Soldat musste froh sein, wenn er was Warmes bekam.

Kleiner, aber feiner Unterschied in der Bewirtung

Hier tafeln Stabsoffiziere im Felde

Gedenkfeier zum 200. Jahrestag der Schlacht von Waterloo.

80000 Tote blieben am 18. Juni, einem Sonntag, 1815 im Felde. Und einer wurde der reichste Mann der Welt.

Profiteure von Mord und Krieg gab es schon immer. Ob Schlachten in der Antike, im Mittelalter oder im Hier und Heute, irgendjemand verdient daran. Und irgendjemand zieht Vorteil daraus, wenn zwei Gegner sich gegenseitig schwächen. Ohne den Iran - Irak Krieg wäre Amerika z. B. niemals gegen Saddam Hussein vorgegangen. Ein Blick in die Geschichte verrät uns viel über solche Leute und Geschehnisse. Die nachfolgende Erklärung ist symptomatisch für den weiteren Verlauf des Weltgeschicks. Wir erkennen das Wesen des Systems. Und erfahren, wie die Familie Rothschild zur mächtigsten Familie der Welt wurde. Als die letzte große Schlacht Napoleons am 18. Juni 1815 bei Waterloo im Gange war, war die Börse Londons in heller Aufregung. Die englischen Staatspapiere konnten nämlich ihren Wert nur behaupten und steigern, wenn der englische General Wellington mit seinen Truppen Napoleon besiegte.

Schnelle Kuriere brachten die Information zu Nathan Rothschild.

Information ist und war schon immer alles. Rothschild hatte Agenten in den damaligen Niederlanden, ja sogar in ganz Europa, die ihm sofort vom Sieg berichteten. Er wusste es also als Erster und Einziger von Napoleons Niederlage. Nachrichten brauchten damals oft Tage ohne Funk und Fernsehen. Und Nathan hatte die schnellsten Kuriere. Er behielt dieses Wissen für sich. Aber alle wussten, dass er erstklassig informiert war. Und sie richteten sich nach ihm. Denn auf vorgezeigten Bahnen folgt die Menge durch die Flur, Schafsnatur! Nathan tat deshalb so, als habe Napoleon die Schlacht gewonnen. Mit gesenktem Kopf verkaufte er seine englischen Staatsanleihen. Ein klares Signal für eine Niederlage Wellingtons, das sich wie ein Lauffeuer über die Börse verbreitete. Bei einem Sieg Frankreichs wären alle englischen Staatspapiere wertlos geworden. Deshalb verkauften die Aktienhändler ihre Papiere.

Sieger sind auf dem Schlachtfeld, Gewinner zu Hause am warmen Kamin.

Als der Wert der Papiere um 95 Prozent gefallen war, kauften verdeckte Agenten für ihn die billig ausgerufenen Papiere auf. Kurze Zeit später verbreitete sich die Nachricht des englischen Sieges bei Waterloo in ganz London, und die Aktien, die Nathan gerade fast geschenkt bekommen hatte, schossen in unermessliche Höhen. Durch die bewusste Irreführung hatte Rothschild das größte Geschäft der englischen Börsengeschichte gemacht. Ab dieser Stunde waren die Rotschilds die reichste Familie Europas. Der Stand ihres Vermögens wird ab diesem Tage höher als der des englischen Königshauses bewertet. Von dieser Stellung aus bestimmten sie fortan das Finanzgeschehen Europas. Und bestimmen es heute noch. Nathan Rotschild hatte seine Börsenkollegen mit gesenktem Haupt und einer schauspielerischen Glanzleistung um ihr Vermögen gebracht. Ein Bluff, der ihn an die Spitze der Welt brachte.

Kriegsgewinnler, Leute, die an jedem Elend mitverdienen. Sie leihen Staaten gegen hohe Zinsen Geld, verdienen an den Waffen, die diese dann kaufen. Verdienen an steigenden Rohstoffpreisen, wenn selbige durch Unruhen knapp werden. Verdienen an humanitären Hilfslieferungen über Nahrungsmittel-Fonds. Verdienen an Medikamenten für die vielen Verwundeten, eigentlich verdienen die immer. Die bauen sogenannte Zwickmühlen, jeder Schuss ein Tor! Das Einzige, was sie stört, ist der Frieden.

Wann gibt es endlich Gesetze gegen Verbrechen gegen das Allgemeinwohl?

Vermutlich nie, denn diese Leute machen ja die Gesetze.

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