Die Zwiebel in der Kunst

Detail Of Onion Domes Of St Basil's Cathedral, Moscow, Russia (Bild: Jonathan Smith / AllPosters)

Ich gestehe: Knoblauch und Zwiebeln gehören für mich zu einer genussreichen Ernährung einfach dazu. Tatsächlich kämen mir viele Gerichte und mein Salat ohne meine heißgeliebten Zwiebelstücke fad vor. Na ja, fad vielleicht nicht unbedingt, aber das gewisse Etwas fehlt mir häufig in einem zwiebellosen Gericht. In jeder Variation sind sie mir willkommen: naturbelassen, gebraten, gedünstet, zerhackt, in Ringen. Die zarten Lauchstangen der Frühlingszwiebeln knabbere ich manchmal sogar einfach so als Snack. Natürlich nur, wenn ich danach nicht umgehend mit Leuten zu tun habe.

Als Gewürz und geschätzte Küchenzutat wird die Zwiebel seit ca. 5000 Jahren kultiviert und ist somit eine der ältesten Gemüsesorten überhaupt. Ihr Herkunftsland ist vermutlich Zentralasien, wo sie über die Hochkulturen nach Europa kam. Bei den alten Ägyptern galt sie als Zahlungsmittel, und den Toten wurden auf ihrer Reise ins Jenseits Zwiebeln als Wegzehrung ins Grab gelegt. Selbst im Sarkophag Tutanchamuns wurden Reste der Knollen gefunden.

Die Römer hingegen betrachteten die Zwiebel als das Gewürz der armen Leute. Wer jedoch eine Zwiebel als Amulett gegen die Pest vorweisen konnte, war ein glücklicher Mann. Die Heilungsquote ist nicht belegt, doch mich würde es nicht allzu sehr verwundern, zu erfahren, dass hier nicht nur Aberglaube eine Rolle spielt, ist die Zwiebel doch ein richtiger Muntermacher und kurbelt das Immunsystem an. Erwiesen sind ihre Erfolge bei der Behandlung von Diabetes, und sie soll sogar verschiedenen Krebsarten vorbeugen. Bereits der Verzehr einer Zwiebel pro Tag hilft, die Gesundheit zu stärken. Am besten roh. Die Stangen der Frühlingszwiebel drücken dabei am wenigsten auf die Tränendrüse.

 

Zwiebeln sind nicht nur wohlschmeckend, sondern auch

- verdauungsfördernd, anregend auf die Entgiftungsprozesse in Magen, Leber und Bauchspeicheldrüse

- blutdrucksenkend, blutreinigend und entwässernd

- blutverflüssigend (sehr wichtig, doch auch das Trinken nie vergessen, um das Blut in Schwung zu halten!) und erfolgreich im Verhindern des Verklebens der Blutplättchen

- antibiotisch, entzündungshemmend. Ob Insektenstich oder Mittelohrentzündung, die Zwiebel verschafft innerhalb kürzester Zeit Erleichterung. Bei einer Halsentzündung bietet sich ein Zwiebelwickel als Mittel erster Wahl an. Es mag ein bisschen unangenehm riechen, hat aber durchschlagenden Erfolg. Auch Akne und Pickel lassen sich mit Zwiebelsaft bekämpfen, zudem macht die Zwiebel die Haut schön weich.

- regulierend auf die Darmflora

- aphrodisisch aufgrund ihres hohen Enzymgehaltes, das zu einer erhöhten Aktivität des Stoffwechsels führt. Soll heißen, es muss nicht nur im Bett heiß hergehen, sondern überall da, wo man leistungsfähig bleiben will. (O;

 Aber Vorsicht: für Menschen mit Magengeschwüren und empfindlichem Magen sind Zwiebeln nicht zu empfehlen, da sie auch die Magensäure beeinflussen.

 

 Kleine, nicht erprobte (und nicht ganz ernstgemeinte) Weisheiten und Geschichten rund um die Zwiebel

- Wer "im Zwiebellook" geht, muss nicht unbedingt scharf sein.

-  Der Saft der Zwiebel kann als "Geheimtinte" dienen. Nach dem Trocknen auf Papier ist er unsichtbar und wird erst durch das Erwärmen des Papiers wieder lesbar.

- Am größten werden die Zwiebeln, wenn man sie am 21. März oder an Mariä Himmelfahrt (15. August) sät, und am besten, wenn man zornig ist...

- Ähnlich wie der Knoblauch sollen Zwiebeln helfen, das Böse abzuwenden. Früher sah man häufig Zwiebelzöpfe an Haustüren und Fenstern hängen.

- Kontaktlinsenträger tun sich mit dem Schneiden der Zwiebeln leichter. Eine Brille hingegen schützt nicht vor den ätherischen Ölen, die unsere Schleimhäute reizen.

- Der Name der Zwiebel leitet sich vom lateinischen Wort cepula ab, was so viel wie Köpfchen bedeutet. Die bezieht sich auf die kugelige Form der Zwiebel.

 

 

 

 

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