Stadien der Schwerhörigkeit

normales Hörvermögen 

Dieses bietet eine Teilnahme am normalen Alltagsleben. Einschränkungen sind in der Regel nicht vorhanden, sodass eine Kommunikation untereinander problemlos möglich ist.

leichtgradige Schwerhörigkeit 

Der Hörverlust im besseren Ohr ist als relativ gering einzuschätzen. Die betroffene Person hat  noch genügend Hörvermögen, um einer normalen Kommunikation zu folgen. Bei leiser Sprache oder Störungen im Hintergrund kann es allerdings zu Konzentrationsstörungen kommen.

mittelgradige Schwerhörigkeit 

Hier ist der Hörverlust bereits erheblich höher. Eine Sprachaufnahme besteht noch, sodass am normalen Alltagsleben teilgenommen werden kann. In einigen Fällen und bei Störungen im Hintergrund kann es allerdings zu Verständnisproblemen kommen.

hochgradige Schwerhörigkeit 

Die Hörverluste sind hier massiv, sodass es zu gravierenden Einschränkungen im Sprachverständnis kommen kann. Ohne den Einsatz eines Hörgerätes ist eine kommunikative Teilnahme untereinander fast nicht mehr möglich.

Taubheit 

Der Hörverlust beträgt fast 100 Prozent. Technische Hilfen machen hier keinen Sinn mehr, unter Umständen ist das Erlernen der Gebärdensprache angebracht, insbesondere wenn es zusätzlich zu einem Ausfall des Sprachverständnisses kommt.   

verschiedene Hörhilfen

Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte 

Diese Geräte werden direkt hinter dem Ohr getragen. Ein spezielles und individuell angepasstes Ohrpassstück verbindet den Gehörgang mit dem Gerät. Insbesondere für den Bereich Richtungshören läßt sich diese Technik gut anwenden, da in diesem Fall die Anatomie der Ohrmuschel optimal ausgenutzt werden kann.  Betroffene mit eingeschränkter Motorik können die Hörhilfen in den meisten Fällen gut bedienen, da sich der Regler außen befindet. Hinter-dem-Ohr-Geräte lassen sich auch bei schwerer Hörminderung einsetzen. 

Im-Ohr-Hörgeräte 

Diese Geräte werden in der Nähe des Gehörgangs plaziert. Es handelt sich hierbei um individuell angefertigte Apparaturen. Auch diese weisen ein gutes Richtunghören auf, da bei deren Anfertigung ebenfalls die Anatomie der Ohrmuschel ausgenutzt werden kann. Zum Einsatz kommt hier - vergleichbar mit den "Hinter-den-Ohr-Geräten - modernste Digitaltechnik, sodass mit einem hohen Tragekomfort gerechnet werden kann. Im-Ohr-Geräte eignen sich am besten bei leichtem bis mittelschweren Hörverlust. 

Knochenleitungshörgeräte 

Bei bestimmten Erkrankungen des Ohres kommen sog. Knochenleitungshörgeräte zum Einsatz. Ein Beispiel hierzu wäre ein anatomisch nicht vorhandener Gehörgang. Knochenleitungsgeräte wandeln Schallwellen, wie sie vom menschlichen Gehör wahrgenommen werden, in Vibrationen um. Diese werden auf bestimmte Schädelknochen wie dem Mastoid übertragen. Es entstehen Schwingungen, die im Innenohr zu hörbaren Informationen umgewandelt werden können.

Hörimplantate 

Hierbei wird das Gerät unter der Haut implantiert und anschließend mit dem Innenohr verbunden. Hörimplantate haben in Sachen Klangqualität einen guten Ruf. So entstehen für den Betroffenen nur geringe Beeinträchtigungen und eine Teilnahme am Alltagsleben ist problemlos möglich. Hörimplantate geniesen einen weiteren Vorteil. Sie sind - da unter der Haut implantiert - unempfindlich gegen Staub und Nässe. So funktioniert die Komunikation sogar unter der Dusche. 

Fazit

Schwerhörigkeit - ein Phänomen - das relativ oft verbreitet ist. Viele Betroffene wissen von ihrer Erkrankung, unternehmen allerdings aus ästhetischen und finanziellen Gründen nichts dagegen. Dabei sind Hörschäden relativ einfach und vielen Fällen auch kostengünstig zu behandeln. Viele Geräte sind klein und lassen sich trotzdem leicht bedienen. Ästhetisch fallen sie kaum auf, andere Hilfen lassen sich sogar unter der Haut implantieren. Der Nutzen der verschiedenen Hörgerätetypen kann als hoch angesehen werden, sodass eine Teilnahme am Alltgsleben auf jeden Fall gewährleistet ist. Dieses bietet eine soziale Sicherheit und schützt vor Isolation. 

Ashlie, am 03.01.2013
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