Interessanter Vortrag zum Thema Diversität

Diversität bzw. Diversifizierung in vielen Lebensbereichen

In den letzten Jahrzehnten wurde unsere Gesellschaft mit vielfältigen sozialen, ökonomischen und politischen Veränderungsprozessen konfrontiert. Die Folge daraus war eine Diversifizierung der Lebensstile sowie der sozialen Milieus. Betroffen von der Diversität waren sowohl das soziale Umfeld als auch die Wirtschaft. Durch die Pluralisierung von Lebensstilen veränderte sich die Zusammensetzung der Familien maßgeblich. Die Zahl Alleinerziehender, von Patchwork-Familien und von Regenbogenfamilien stieg erheblich an. Die ethnisch-kulturelle Diversifizierung in Folge von Migrationsprozessen brachte neue Herausforderungen für Bildungsinstitutionen mit sich. In der Wirtschaft beeinflusst die Tatsache, dass Menschen immer älter werden, das Wirtschaftswachstum, das Sparen, das Konsumverhalten sowie Arbeitsmärke, Renten und das Steueraufkommen. Im Grunde bietet die gesellschaftliche Diversifizierung viele Chancen, bringt aber genauso viele Herausforderungen mit sich. Hier bedarf es an Personen, die mit diesen Chancen und Anforderungen umzugehen wissen.

Diversität und ihre Ursprünge

Der Begriff Diversität heißt im Englischen "Diversity" und auf lateinisch "diversitas" und bedeutet übersetzt menschliche Vielfalt. Früher wurde das Wort Diversität meist in Zusammenhang mit der Unternehmensführung verwendet. Nicht selten fiel dort der Begriff "Diversity Management", welches das Ziel verfolgt, die kulturelle und soziale Vielfalt eines jeden Mitarbeiters konstruktiv zu nutzen. Man wollte ein Klima der Wertschätzung im Unternehmen schaffen. Dadurch sollte der Mitarbeiter dazu motiviert werden, seine verschiedenen Ressourcen in den gemeinsamen Arbeitsprozess einzubringen. Doch gleichzeitig erachtete man auch die Förderung interkultureller Kompetenzen als bedeutend, da sich Mitglieder trotz zahlreicher Unterschiede dazu befähigt fühlen sollten, effektiv miteinander zu kommunizieren und zu kooperieren. Des Weiteren muss jeder Mitarbeiter als gleichberechtigt und vollwertig respektiert werden. Hierfür sorgen die sogenannten Antidiskriminierungspolicys, welche mithilfe institutioneller Richtlinien Schutz vor Diskriminierung bieten.

Diversität fordert Chancengleichheit

Diversität hat aber auch das Ziel, Chancengleichheit herzustellen. Die Zugehörigkeit zu Gruppen ist es häufig, die bestimmten Menschen den Zugang zu gewissen gesellschaftlichen Ressourcen – beispielsweise zur Bildung oder zum Arbeitsmarkt - erlaubt beziehungsweise verbietet. Dass Personen nicht aufgrund gruppenbezogener Unterschiede diskriminiert werden dürfen, ist gesetzlich festgelegt. So zum Beispiel besagt das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (GG 2012), dass vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind und dass Diskriminierung verboten ist.

 

Aber auch das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) aus dem Jahr 2006 setzt sich für die Gleichbehandlung von Menschen ein. Das Ziel hiervon besteht darin, Benachteiligungen aufgrund der ethnischen Herkunft, der Rasse, der Weltanschauung, der Religion, des Geschlechts, des Alters oder der sexuellen Orientierung zu verhindern beziehungsweise auszuschalten. Im Zentrum stehen vor allem arbeitsrechtliche Themen. In Deutschland ist es üblich, dass Gesetze zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und von Geschlechtern auf Länderebene beschlossen werden.

 

Je nach Bundesland fallen die jeweiligen Bezeichnungen und Bestimmungen unterschiedlich aus. Die Bundesebene dagegen beschließt lediglich Gesetze in Bezugnahme auf Behinderungen (BGG 2008) und das Geschlecht. Zusammenfassend kann man sagen, dass Diversität jeden etwas angeht und dass sich auch diverse Gesetze zunehmend für die Integration von Diversität in den Alltag einsetzen.

Autor seit 4 Jahren
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