Praktisch - leicht - gut lesbar?

E-Books sind immer noch nicht jedermanns Sache. Denn wer gerne ein gedrucktes Buch in der Hand hält, gerne das Rascheln umgeblätterter Seiten genießt und sich an dem schön gestalteten Einband erfreut, wird diese Erlebnisse bei einem E-Book-Reader vergeblich suchen. Nicht rechtzeitig aufgeladen muss mit einem solchen Gerät das Lesevergnügen unterbrochen werden und die Bildqualität kann auch nicht immer überzeugen. Und es gibt noch weitere Nachteile. Nach dem Lesen eines guten Buches findet man unter Freunden immer Gesprächsstoff, aber diese dann an dem Lesevergnügen teilhaben lassen, ist mit einem E-Book nicht mehr möglich, das Verleihen fällt somit weg. Ausgediente Bücher können auch nicht mehr, wie eventuell zuvor bei eBay oder auf anderen Plattformen verkauft werden, um Geld für frischen Lesestoff in die Haushaltskasse zu spülen. Sparen kann man mit einem E-Book-Reader auch nicht merklich, denn die Preise für aktuelle Bücher liegen kaum unter dem eines gedruckten Buches. Kriterien also, die jeder für sich abwägen sollte.

Wer bei der Anschaffung zwischen E-Book-Reader und lesefähigem Tablett-PC schwankt, sollte sich den E-Book-Reader Test von Stiftung Warentest anschauen. Auf den Prüfstand wurden 16 Reader und 4 Tablets geschickt.

Bevor Sie sich zum Kauf entscheiden, sollten Sie sich auch Gedanken über die angebotenen Dateiformate machen. Während Sie beim Kindle an ein Amazon-Konto gebunden sind, können Sie mit dem EPUB-Format ein breit gefächertes Angebot nutzen.

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Die beiden Bestplatzierten beim E-Book-Reader Test - Kindle Paperwhite und Tolino Shine

Ein Jahr nach dem letzten E-Book-Reader Test nahm Stiftung erneut Lesegeräte unter die Lupe. Für den Kindle Paperwhite (Lesegerät des Online-Händlers Amazon) war dies ein voller Erfolg, denn vom Vorjahres-Urteil "befriedigend” arbeite er sich diesmal an die Spitze vor. Der Testsieger punktete in Bedienbarkeit, Lesbarkeit, Beleuchtung und Bildqualität. Schmöckern kann man bei einem vollgeladenen Akku des Kindle Paperwhite angeblich bis zu 8 Wochen. Das überraschende Testurteil - Gesamtnote "Gut” (1,6). Für 129,- Euro können Sie sich also ganz bequem 1.100 Bücher in die Tasche stecken und sicher sein, dass richtige Lesegerät gefunden zu haben.

Ebenfalls die Nase vorne hat der etwas günstigere Tolinio Shine (ca. 100 Euro), den man über Club Bertelsmann, Weltbild, Hugendubel und Thalia beziehen kann. Die Bildqualität ist ähnlich gut wie bei dem Kindle Paperwhite. Beim Test ernte der Tolino Shine lediglich Abstriche wegen weniger möglicher Leseeinstellungen gegenüber dem Testsieger. Auch bei schwachem Umgebungslicht lag er im Vergleich etwas zurück. Der Zweitplatzierte erreichte aber immerhin noch eine 1,9.

Der Test kann bei Stiftung Warentest für 2,50 Euro abgerufen werden.

Vorschaubild: pixabay.com

Text © Edelgard Kleefisch

Elli, am 02.07.2013
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Bildquelle:
http://www.amazon.de (That sucks! Staubsaugerroboter LG Hom-Bot im Test)

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