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> Problemstoff "Acrylamid"

> Schwermetalle

> Pestizide

> Nahrungsmittelunverträglichkeiten

> Zusatzstoffe

> Praktische Tipps

> Literatur

Einleitung

Alle "Welt" spricht zur Zeit von EHEC. Aber was ist mit Stoffen wie Acrylamid, Histamin oder Pestiziden. Nach aktuellen Umfragen machen  uns diese Stoffe Angst. Was ist dran an diesen Chemikalien und Zusatzstoffen. Der folgende Artikel soll hier ein klein wenig Aufklärung  schaffen.

Es werden Problemstoffe wie Schwermetalle, Pestizide, aber auch künstliche Zusatzstoffe in Lebensmitteln behandelt, aus denen zum Beispiel Nahrungsmittelunverträglichkeiten bis hin zu Allergien resultieren können.

Zum Schluß sollen noch einige praktische Tipps - was jeder einzelne in seinem Haushalt tun kann - gegeben werden.

Problemstoff "Acrylamid"

Dieser Stoff kann unter anderem in Chips und Pommes frites vorhanden sein. Acrylamid kann beim Fritieren, Braten und Grillen von stärkehaltigen Nahrungsmitteln entstehen.

Acrylamid wirkt bei Tieren krebserregend, ebenso kann das Erbgut geschädigt werden.

Beim Menschen kann diese Chemikalie zu Nervenschädigungen führen.

Einen Grenzwert für Acrylamid gibt es bis heute nicht.

Von Seiten der Produzenten kann Acrylamid gesenkt werden, indem zum Beispiel nur bestimmte Rohstoffe gewählt werden bzw. die Temperaturen während des Herstellungsverfahrens kontrolliert werden.

Beim Frittieren von Pommes frites zu Hause darf die maximale Temperatur 170 Grad betragen, im Backofen können die Werte etwas höher sein!

Schwermetalle

Schwermetalle spielen in der Lebensmittelindustrie auch heutzutage noch eine Rolle.

Insbesondere die Wirkung des Cadmiums wird hierbei oftmals unterschätzt. Der Mensch reagiert sehr empfindlich auf die Wirkung dieses Schwermetalls. Das Toxin kann die Nieren schädigen, es kann  Krebs auslösen bzw. das Erbgut schädigen.

In einigen Produkten wie bestimmten Gemüsesorten, Getreide und Broten kann Kadmium durchaus in höheren Konzentrationen enthalten sein.

Das Schwermetall Kadmium gelangt hauptsächlich durch die Industrie in den Boden. 

Pestizide

Pestizide kommen - besonders in der konventionellen Landwirtschaft -  tonnenweise zum Einsatz.

Was ist dran an diesen Chemikalien? Welche Lebensmittel sind belastet? Wie sieht es mit biologischen Produkten aus?

Grundsätzlich sieht es besser aus, als noch vor 10 Jahren.

Viele Lebensmittelketten und Discounter haben eigene Grenzwerte, die unter den gesetzlichen Werten liegen.

Bioware weist in den meisten Fällen überhaupt keine Pestizide auf. Im Rahmen des ökologischen Landbaus dürfen gemäß den Bestimmumgen überhaupt keine Pestizide angewendet werden.

Ein nach wie vor ungelöstes Problem sind Reste verschiedener Pestizide in Lebensmitteln. Hier sind die Wechselwirkungen untereinander oftmals völlig unbekannt.

Einige Tipps für zu Hause:

Waschen Sie Obst und Gemüse vor dem Verzehr. So lassen sich Pestizide an der Oberfläche reduzieren.

Einige Produkte sollte Sie vor dem Verzehr schälen, zum Beispiel Gurken. Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die oftmals geballt in oder direkt unter der Schale vorkommen, gehen allerdings auf diesem Weg verloren.

Bevorzugen Sie Bioprodukte, diese sind in der Regel weniger belastet (können oftmals günstig im Discounter erworben werden).

Bei konventioneller Ware bevorzugen Sie regionale Produkte (Gemüse und Obst der Saison kaufen)

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind ein weit verbreitetes Problem. Man versteht hierunter Krankheiten wie Laktose- und Fruktoseintoleranz, Zöliakie und die Unverträglichkeit von Histamin.

Unter der Laktoseintoleranz versteht man die Unverträglichkeit von Milch- und Milchprodukten.

Schuld ist ein Mangel des Enzyms Laktase. Der Milchzucker kann im Dünndarm nicht gespalten werden. Er wandert direkt in den Dickdarm. Hier übernehmen Bakterien den Abbau. Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen sind die Folge.

Man sollte in diesem Fall auf laktosefreie oder -arme Produkte zurückgreifen. Fleisch, Gemüse und Obst sind frei von Laktose. Lang gereifte Käsesorten (Gouda) beinhalten nur wenig Laktose. Als Milchersatz können auch Produkte aus Soja verzehrt werden. Beim Verzehr von Fertigprodukten sollten die Inhaltsstoffe studiert werden.

Fruktose gibt es in Backwaren, Obst, Müslis und Säften. Fruktose wird normalerweise im Dünndarm verarbeitet. Ist dieses nicht möglich, erfogt die Verwertung im Dickdarm. Auch hier sind Blähungen und Durchfall die Folge.

Bei der Histaminintoleranz kann es neben den allgemeinen Symtomen auch ernstzunehmende Kreislaufprobleme geben. Als besonders problematisch hat sich hier der Geschmacksverstärker Glutamat ergeben. Deshalb sollte bei Vorliegen dieser Krankheit auf glutamatfreie Produkte zugegriffen werden. Histamin ist auch in Produkten wie Wurst und Käse vorhanden.

Bei Vorliegen einer Zöliakie kommt es zu einer chronischen Darmentzündung. Das unter anderem im Brot vorhandene Klebereiweiß Gluten löst entsprechende Reaktionen aus. Glutenfreie Produkte sind Buchweizen, Hirse oder Reisprodukte.

Zusatzstoffe

Zusatzstoffe in Lebensmitteln machen, glaubt man den Umfragen, Angst in der Bevölkerung. Noch immer sind europaweit mehr als 300 Zusatzstoffe zugelassen. Sie unterliegen alle einer strengen Prüfung, trotzdem können gerade bei Farb- und Aromastoffen verschiedene gesundheitliche Probleme auftreten.

Zusatzstoffe machen unter anderem Lebensmittel länger haltbar, sorgen für künstlichen Geschmack und bunte Farben. Selbst in Bioware sind rund 50 verschiedene Stoffe erlaubt.

Als besonders problematisch sind Azo-Farbstoffe anzusehen. Sie können bei Kindern und Jugendlichen zu Hyperaktivität führen.

Zusatzstoffe lassen sich an den entsprechenden E-Nummern erkennen. Möchte man diese Stoffe umgehen, sollten viele Lebensmittel eigenhändig kombiniert werden (auf Fertigprodukte verzichten).

Praktische Tipps

Zum Schluß noch einige Tipps, um diverse Gesundheitsrisiken im eigenen Haus, insbesondere in der Küche zu minimieren.

Viele Bakterien breiten sich durch falschen Umgang mit Lebensmitteln aus. Besonders Salmonellen und Listerien können  zu großen gesundheitlichen Problemen wie Erbrechen oder Durchfall führen.

> Regelmäßig Händewaschen und Abtrocknen

> Gemüse und Fleisch nie mit dem gleichen Messer schneiden

> Fleisch und Fisch immer gut durchgaren

> Tiefgefrorenes auf einem Sieb auftauen, nicht in der eigenen Flüssigkeit liegen lassen

> Pudingspeisen kühl lagern

> Küchenutensilien (Schwamm, Trockentuch) regelmäßig wechseln

Ashlie, am 08.06.2011
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Autor seit 5 Jahren
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