Gänse am Weiher - Affenberg Salem

Gänse am Weiher - Affenberg Salem (Bild: I. Ajerrar)

Man muss nicht unbedingt mit dem Auto anreisen. Wenn man in Konstanz ein Zimmer gebucht hat, kann man mit der Fähre auf die andere Seite des Bodensees nach Uhldingen-Mühlhofen fahren und von dort den Erlebnisbus 1 nehmen. Mit den Bodensee-Erlebniskarten ist die Fahrt sogar kostenlos. Der Eintritt zum Affenpark Salem ist auch sehr günstig, wenn man bedenkt, dass die Tiere unterhalten und die Mitarbeiter bezahlt werden müssen.

Affenberg Salem

Das Füttern der Karpfen verursacht einen ganz schönen Tumult im Wasser. Alle wollen etwas von dem Futter erhaschen. Am Ufer des Weihers sind extra Stege angebracht, damit die Besucher einen besseren Überblick auf das Geschehen im Wasser haben. So sind sie auch am Weiher ganz nah dran,

Der Weiher auf dem Gelände des

Karpfen - Affenberg Salem (Bild: I. Ajerrar)

 

Da besteht keine Chance, etwas ab zu bekommen. Hoffentlich haben die Besucher genügend Futter, um auch ein wenig zu ergattern.

Aber bitte keine eigenen Lebensmittel verfüttern. Das schadet den Tieren nur.

Tumult im Weiher (Bild: I. Ajerrar)

Bittender Blick - Affenberg Salem (Bild: I. Ajerrar)

 

Ein bittender Blick kann ganz schön ans Herz gehen. Naja, der Eingang ist ja noch nicht weit entfernt. Schnell noch etwas Futter besorgen, aber dann mal wieder langsam weiter gehen. Es gibt ja noch viel zu erleben.

Der Wald der Berberaffen
Körperpflege - Affenberg Salem

Körperpflege - Affenberg Salem (Bild: I. Ajerrar)

Am Eingang zum Wald der Berberaffen werden die Besucher immer Gruppenweise eingelassen. Die freundlichen Mitarbeiter geben Instruktionen, wie man sich im Wald verhalten muss und verteilen das kostenlose Popcorn.

Spinnennetz - Affenberg Salem (Bild: I. Ajerrar)

Die Berberaffen verbringen das ganze Jahr über im Freien im 20 Hektar großen Wald. In ihrem ursprünglichen Lebensraum Marokko und Algerien, bis circa 2000 Metern Höhe, herrschen in etwa die gleichen klimatischen Bedingungen wie hier. Auch die Verhaltensweisen sind genau so, wie in Nordafrika, in freier Wildbahn. Da die Berberaffen in ihrer Heimat stark bedroht sind, konnten vom Affenberg Salem bereits einige Berberaffen dorthin umgesiedelt werden.

Wann kommt denn endlich einer mit Popcorn? (Bild: I. Ajerrar)

Jetzt hat die sich schon wieder vorgedrängelt... (Bild: I. Ajerrar)

Beim Füttern mit dem Popcorn muss ein Meter Abstand zu den Berberaffen eingehalten werden. Auf der flachen Hand wird ihnen das Popcorn hingehalten. Blitzschnell greifen die Tiere zu und es ist so schnell weg, dass man kaum etwas mitbekommt.

Hängt da der Haussegen schief? - ...

Hängt da der Haussegen schief? - Affenberg Salem (Bild: I. Ajerrar)

Immer zu festen Zeiten werden die Berberaffen mit Obst gefüttert. Dabei informieren die Angestellten die Besucher über die ursprüngliche Heimat und Verhaltensweisen der Berberaffen. Das geschieht nicht nur als einseitiger, langweiliger Vortrag, sondern die Besucher werden mit Fragen über den bisherigen Wissensstand über die Tiere mit einbezogen. Vor allem Kinder sind da natürlich gerne voll bei der Sache und stolz, wenn sie bereits eine richtige Antwort geben können.

Fütterungszeit - Affenberg Salem (Bild: I. Ajerrar)

Das schmeckt! - Affenberg Salem (Bild: I. Ajerrar)

Die schönste Zeit den Affenberg Salem zu besuchen ist ab Mai, wenn schon die ersten Babys da sind. Was gibt es schöneres, als die kleinen Jungtiere zu beobachten, die so süß sind, dass man sie am liebsten knuddeln möchte. In der Hauptsache kümmert sich die Affenmama um ihr Baby, aber auch der Affenpapa passt gut mit auf.

Familie Berberaffe - Affenberg Salem

Familie Berberaffe - Affenberg Salem (Bild: I. Ajerrar)

Wenn der Rundgang im Wald der Berberaffen zu Ende ist, kommt man wieder am Weiher heraus und setzt den Rundweg Richtung Damwild fort.

Gänse im Weiher - Affenberg Salem

Gänse im Weiher - Affenberg Salem (Bild: I. Ajerrar)

Damwild - Affenberg Salem

Damwild - Affenberg Salem (Bild: I. Ajerrar)

Damwild auf dem Affenberg Salem

Normalerweise gilt das Damwild als sehr scheu und schreckhaft. Ihr Lebensraum in der Natur ist ein Waldstück zum Verstecken mit einer grünen Lichtung zum Äsen. Gar nicht scheu äst das Damwild allerdings auf der großzügig angelegten Grünfläche des Affenberg Salem. Auch hier können die Besucher während der Fütterungszeiten die Tiere aus der Hand fressen lassen.

In der Anlage gibt es zur Zeit einen kapitalen Damhirsch mit etwa zwanzig Damtieren (weibliches Damwild) und Kälbern. Die hellen Flecken im Sommer sollen in der freien Wildbahn zur besseren Tarnung der Tiere dienen. Das Fell färbt sich im Winter dunkel.

Das ist aber nicht nett...

Das ist aber nicht nett... (Bild: I. Ajerrar)

Neuansiedlung der Störche am Affenberg Salem

Besonderen Aufwand betreibt der Affenberg Salem mit der Unterstützung der Heinz Sielmann Stiftung "Biotopverbund Bodensee" in die Wiederansiedlung der Störche. Durch die Neueinrichtung und Erhaltung von Biotopen und Zufütterung konnte erreicht werden, dass die Zugvögel mehr junge Störche durchbringen können. Im Alter von wenigen Wochen werden die Störche beringt, damit man sie wieder identifizieren kann. Den Winter verbringen die Vögel in Südeuropa und Afrika. Im Frühjahr kommen sie wieder zu ihrer Brutstätte zurück.

Biotop - Affenberg Salem (Bild: I. Ajerrar)

Storch - Affenberg Salem (Bild: I. Ajerrar)

Damit ist der Rundgang auf dem Affenberg Salem beendet. Jetzt kann sich um das eigene leibliche Wohl im Biergarten der Schenke gekümmert werden. Oder lieber noch einmal von vorne beginnen? Vielleicht nicht jetzt, aber sicher später einmal wieder.

https://pagewizz.com/ein-besuch-auf-dem-affenberg-salem-38007/

Ajerrar, am 17.06.2018
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Bildquelle:
I. Ajerrar (Leipzig - ein Besuch im Zoo)
I. Ajerrar (Ein Wochenende in Kassel)
I. Ajerrar (Schloss Freudenberg, Wiesbaden – Sinne neu erleben)

Autor seit 6 Jahren
125 Seiten
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