Höchst interessant liest sich die Buchbeschreibung auf und im Buchcover. So richtig vorstellen kann ich mir allerdings nichts darunter. Der wunderschön gestaltete Einband lässt zwar die Richtung Märchen erahnen, aber, dass es sich wirklich um des Autors eigene Version des Grimmschen Märchen "Hänsel und Gretel" handelt, wird mir erst klar, als ich das Buch in der Hand halte. Der Autor lässt die Hauptpersonen einmal quer durch das Königreich Grimm und zurück wandern, auf der Suche nach einer besseren Welt, einer Welt, in der nicht ständig kleinen Kindern etwas böses angetan wird.

Eine Geschichte ohne Charme

Nach dem Video-Gruß von Adam Gidwitz und dem Vorwort, verstehe ich zwar, was der Autor bezweckt, aber die Umsetzung lässt doch sehr zu wünschen übrig. Entstanden ist eine langweilige, langatmige Story, ohne jegliche Spannungskurve. Gleich zu Anfang nerven mich seine eingeworfene Kommentare, welche ich weder sinnvoll noch witzig finde. Dürfte ich nicht eine Rezension schreiben, würde das Buch sicher ungelesen verstauben. Dem Ganzen fehlt leider der Charme eines echten Märchens, und die Struktur.

Das Buch soll für Kinder von 10 - 12 Jahren geschrieben sein. Dafür finde ich es eindeutig zu brutal. Zwar sind auch einige der Originalmärchen, welche im Buch miteinbezogen sind, sehr brutal, und Kinder werden von ihren Eltern enthauptet, aber diese sind klar strukturiert und nicht so komplex. Dort kommt klar rüber, wer gut und wer böse ist, und dass zum Schluss immer der Gute gewinnt. Kinder verstehen das und akzeptieren das. Märchen werden auch im Normalfall vorgelesen, jemand ist dabei, es wird gekuschelt. Dieses Buch in den Händen eines pupertierenden Teenagers, der es allein in seinem Zimmer liest, finde ich absolut nicht empfehlenswert. Meiner Meinung nach handelt es sich um eine sinnlose Aneinanderreihung von Gewalt, der Lerneffekt, wie man das Böse besiegt, und der Sinn der ganzen Geschichte kommt nicht deutlich genug rüber.

Zum Ende werden die Kommentare des Autors deutlich weniger, und das Buch liest sich etwas besser. Die Handlung wird zwischendurch auch schon mal interessant, bleibt aber im Allgemeinen recht plump. Man merkt, dass es eigentlich ein Buch für Kinder sein soll, aber wie gesagt, finde ich es nicht für diese geeignet. Für mich als Erwachsener war es zu langweilig und viel zu übertrieben. Ich war froh, als endlich das ENDE angesagt war. Mir erschließt sich leider nicht wirklich, für wen das Buch also geeignet ist.

Wer also auf heraushängende Eingeweide und abgeschlagene Köpfe steht, kann beruhigt ein Exemplar der dunklen und grimmigen Geschichte kaufen (aber bitte keinem Kind schenken). Sie dürfen aber nicht enttäuscht sein.

Ich habe Sie gewarnt!

Wirklich.

Eine dunkle und GRIMMige Geschichte wurde vom Verlag arsEdition den Bewerbern bei Blog Dein Buch zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an dieser Stelle, für das kostenlose Rezensionsexemplar. Schade nur, dass gleich mein erster Beitrag negativ ausfällt, und so das Buch von mir nur 1 Sternchen bekommen kann.

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susivital, am 17.10.2011
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Bildquelle:
Karin Scherbart (Asterix bei den Pikten – Rezension)

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