Der Inhalt

Die in England lebende Journalistin Lea, in letzter Zeit etwas unzufrieden in ihrem Leben, erbt von einer Großmutter ein Haus in Deutschland. Da Ihrem Freund Brian eine Familienangelegenheit wichtiger ist, als der gemeinsame Urlaub, beschließt Lea, nach Deutschland zu fliegen, um den Verkauf des Hauses zu arrangieren und sich ein kurze Auszeit vom Alltag zu gönnen. Dort angekommen passiert etwas seltsames: Durch einen Verschlag im Hausflur ist es Lea möglich, zwischen den Zeiten hin und her zu wandern. Sie gelangt in die Vorkriegszeit des 2. Weltkrieges und verliebt sich dort Hals über Kopf in einen Juden. Mit der Geschichte Deutschlands nur zu gut vertraut, hat sie nur noch ein Ziel: Ihren Daniel und seine Tochter mit Enkelin zum Auswandern zu bewegen, bevor es zu spät ist.

Meine Meinung

Bei Liebe zwischen den Zeiten handelt es sich um einen netten Roman, der mir jedoch viel zu wenig Tiefgang hat. Weder die Liebe zwischen den Beiden, noch die Zeit, die von Angst geprägt sein muss, kommt deutlich rüber. Es wird zwar alles flüssig erzählt und erscheint auch mehr oder weniger logisch, dennoch kam bei mir keine richtige Spannung auf. Ich konnte nicht mitfiebern und war einfach nicht gefesselt. So lag der Kindle mit dem E-book auch mal mehrere Tage verlassen rum, und mich musste mich erst aufraffen, um das Buch zu Ende zu bringen. Das Ende war für mich nach einer Durststrecke wieder eher emotional und ich fand die Idee ziemlich gut. Aber auch hier läuft mir einfach alles etwas zu glatt.

Ehrlich gesagt, hatte ich bei diesem Titel einfach auch etwas anderes erwartet. Das ansprechende Coverbild ist vielverprechend und deutet auf einen guten Schuss Romantik hin, was bei einer Liebesgeschichte definitiv nicht fehlen darf. Auch ein paar prickelnde Momente und etwas Erotik darf nicht zu kurz kommen. Beides hat mir hier definitiv gefehlt. Um als guter Zeitreiseroman, bei dem man noch was über die Zeit, in der man gelandet ist, zu erfahren, gab es mir zu wenig Hintergrundinformationen. Mir ist natürlich klar, dass Judenverfolgung etwas heikel ist, aber wenn man dann nicht Tacheles redet, hätte man sich vielleicht eine andere Zeit aussuchen müssen.

Auch wenn am Schluss noch rauskommt, warum Lea sich sofort in den jüdischen Arzt verguckt und er ihr so vertraut vorkommt, ist es schon etwas irritierend, dass sie ohne Gewissensbisse ihren Freund zu Hause völlig ignoriert und ohne mit der Wimper zu zucken mit einem anderen anbandelt. Etwas mehr Zwiespalt hätte der Geschichte sicher auch gut getan. Ihre Überlegungen sind mir oft zu gut durchdacht, wenn man bedenkt, dass Liebe doch erst mal blind macht.

Das Buch wird im Moment mit 4 und 5 Sternen bewertet. Leider kann ich mich nicht anschließen und vergebe 3 von 5 Sternen, da ich überhaupt nicht mit der Geschichte warm geworden bin.

Vielen Dank an Dotbooks.de für das kostenlose Rezensionsexemplar. Wollt auch Ihr Rezensionsexemplare erhalten, bewerbt euch mit eurem Blog bei Blog dein Buch.

susivital, am 01.03.2014
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Bildquelle:
Karin Scherbart (Asterix bei den Pikten – Rezension)

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