Wohntrends 2026 – Warm Minimalism trifft auf Biophilic Design
Die Einrichtungstrends gehen 2026 weg vom "Hardcore Minimalismus" der auf manche eher kalt und unpersönlich wirkt, hin zu "Slow Living" mit mehr Nachhaltigkeit und Farbe.Die Farbtrends 2026 – Buttergelb, Petrol und Cloud Dancer
Im Jahr 2026 wird es farblich wieder etwas gedeckter und erdiger. Aber auch Farbfreunde kommen mit leuchtendem Blau, Smaragdgrün, Petrol und gebranntem Orange auf ihre Kosten. Die Pantone Farbe des Jahres 2026 ist übrigens "Cloud Dancer" ein helles Weiß, das Neuanfang, Ruhe, Minimalismus und Klarheit symbolisieren soll.
Der Farbklassiker Braun bleibt uns natürlich auch in diesem Jahr erhalten. Die Farbpalette reicht von Kakao über Pastell bis hin zu sattem Schokoladenbraun. Mit Senfgelb feiert ein Klassiker sein Comeback, mit dem sich beispielsweise tolle Akzente setzen lassen. Es muss ja nicht gleich eine ganze Wand sein (obwohl das mit Sicherheit auch sehr interessant aussehen würde). Einzelne Deko-Gegenstände, wie beispielsweise eine Lampe oder Sofakissen, tun es aber auch. Weitere Farben, die 2026 im Trend liegen, sind Pflaume und Buttergelb, die in Kombination auch interessant aussehen könnten. Wie immer gilt: Wer sich mit den ganzen Trendfarben so gar nicht anfreunden kann und die Wand zum Beispiel in einem knalligen Rot streichen möchte, sollte sich nicht zurückhalten. Schönheit liegt schließlich im Auge des Betrachters. Mir rollen sich beispielsweise bei der Farbe "Cloud Dancer" die Fußnägel nach oben. Ist das überhaupt eine Farbe?
Dopamin Dekor – knallige Deko, die einfach glücklich macht
Diesen Absatz sollten Minimalisten, die Farben wie Cloud Dancer lieben, am besten einfach überlesen. Denn ein Einrichtungstrend, mit dem auch ich mich voll anfreunden kann, ist Dopamin-Dekor. Damit versucht man, mit dem bewussten Einsatz von Farben, Formen oder Mustern eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Kurz gesagt: Dieser Einrichtungstrend soll sich anfühlen wie eine echte Umarmung.
Die Farben beim Dopamin Dekor sind laut und Cloud Dancer dient hier lediglich als neutraler Gegenpol. Teppiche, Lampen oder ausgewählte Möbelstücke dürfen in allen Farben des Regenbogens leuchten und so gute Laune versprühen. Unverzichtbar: Wolldecken (bei uns heißen die Kolder – der Hesse weiß Bescheid) und kuschelige Kissen – gerne auch im wilden Mustermix – großzügig auf dem Sofa verteilt. Mit dem Dopamin Dekor kehrt außerdem die Verspieltheit zurück. Poster im Comic Look, kleine Figuren oder Kuscheltiere – erlaubt ist, was gefällt und zum Wohlfühlambiente beiträgt. Wer will, kann auf Regalen kleine Stillleben dekorieren, diese sollten sich aber wie ein roter Faden durch die Wohnung ziehen.
Biophilic Design – Natur trifft auf Wohnen
Zugegeben, bei diesem Wohntrend musste ich auch zweimal drüberlesen. Dabei lässt sich Biophilic eigentlich ganz einfach mit "Liebe zum Lebendigen" beschreiben und Natur lässt sich ja ganz einfach nach Hause holen – in Form von Pflanzen. Die fördern auch gleichzeitig ein gesundes Raumklima. Allerdings sollte man sich nur Pflanzen nach Hause holen, um die man sich auch ausreichend kümmern kann und die zu den klimatischen Gegebenheiten passen. Mein absolutes No Go sind beispielsweise Grünlilien. Bei anderen wachsen die wie Unkraut und ich brauche nur eine anzuschauen und sie geht ein.
Ein weiterer Bestandteil beim Biophilic Design sind Möbel aus Holz und möglichst naturnahe Bodenbeläge. Ähnlich wie beim Dopamin Dekor soll bei diesem Einrichtungstrend das Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden gesteigert werden.
Soft Minimalism – Minimalismus weniger kühl
Natürlich bleibt auch der Minimalismus, der schon seit vielen Jahren zu den Einrichtungstrends zählt. Allerdings wird er 2026 um die Palette des "Soft Minimalism" erweitert, der weniger kühl und streng ist. Denn bei dieser Spielart kommen vor allem warme Farben und natürliche Materialien zum Einsatz, um eine heimelige Atmosphäre zu schaffen. Selbstverständlich gilt auch beim Soft Minimalism: Weniger ist mehr (Mies van der Rohe hätte vermutlich sehr viel Freude an diesem Trend). Runde und organische Formen sind ein Grundelement, um einen Raum freundlich zu gestalten. Abgerundet wird Soft Minimalism durch funktionale Eleganz. Jeder Gegenstand erfüllt einen ganz bestimmten Zweck, vom Sofa bis zur perfekt abgestimmten Blumenvase.
