Millionen trauern um Knut

Einsamer KnutIm Jahr 2007 erlangte der kleine Eisbär Knut eine internationale Berühmtheit. Er wurde von seinem Pfleger Thomas Dörflein mit der Hand aufgezogen, da ihn seine Mutter Tosca verstoßen hatte und innerhalb weniger Monate wurde Knut zu einem Medienstar. Ein Jahr später starb Thomas Dörflein überraschend an einem Herzanfall.

Der Berliner Zoo erlebte mit Knut neue Besucherrekorde und zwar besuchten im Jahr 2007 über 3 Millionen Menschen den Hauptstadtzoo. Der damalige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD)  nutzte die Gunst der Stunde und zeigte sich mit dem kleinen Eisbären. Es entstanden Fanartikel wie Tassen, T-Shirts, Plüschtiere, Poster oder Bettwäsche. Die Händler verdienten sich eine goldene Nase an dem Hype und der Berliner Zoo sicherte sich die Namensrechte an Knut. Ein Kinofilm wurde gedreht und war ein voller Erfolg. Knut sorgte bei Millionen Fans für Begeisterung aber je größer er wurde desto geringer wurde das Interesse. Der Niedlichkeitsfaktor war weg und dennoch war er weiter eine Berühmtheit.

Am 21.März 2011 gegen 15:30 Uhr starb Knut zum Entsetzen der Besucher. Der erwachsene Eisbär ging auf seinen Fels im Kreis umher, schaute auf seine Pfote und torkelte dann ins Wasser. Das schreckliche Ereignis wurde von einigen Besuchern auf Video festgehalten und auf Youtube eingestellt. Es ist nichts für schwache Nerven. Der Tod des Eisbären sorgte weltweit bei Millionen Fans für Trauer. Nach dem Ergebnis der Obduktion starb Knut nun an einem epileptischen Anfall und Ertrinken. Die Epilepsie soll nach Angaben der Tierärzte in Knuts Familie liegen, denn auch sein Vater soll darunter leiden. In den Monaten vor seinen Tod lebte er mit seiner Mutter Tosca und den beiden Eisbärdamen Katjuscha und Nancy zusammen. 

Er wurde allerdings von den drei Eisbärdamen isoliert und hatte nur einen kleinen Platz auf den Felsen für sich. Die Haltung wurde von Tierschützern stark kritisiert, da Knut noch nicht geschlechtsreif gewesen sei und er sich so gegenüber Tosca, Nancy und Katjuscha nicht etablieren konnte. Der Medienrummel mag für den Eisbären sicher auch zuviel gewesen sein, da er einem erheblichen Stress ausgesetzt wurde und keinen ausreichenden Auslauf hatte. Zur Zeit wird entschieden, ob Knut ausgestopft werden soll aber viele finden diese Idee moralisch bedenklich. Nach den Tod des berühmten Berliner Eisbären sucht der Berliner Zoo nach einen neuen Medienstar aber der ist derzeit nicht in Sicht.

Der Eisbär ist eines der größten Raubtiere auf der Erde und lebt vorwiegend in Alaska, am Nordpol, Grönland und Kanada.. Er kann in der Wildnis bis zu 30 Jahren alt werden und im Zoo kann er sogar ein Alter von 45 Jahren erreichen. Die Hauptnahrung des Eisbären sind Robben, geschwächte junge Walrosse und Fische. Das Raubtier kann 300 bis 800 Kilogramm schwer werden.


Bildquelle: Bild "Einsamer Knut" von Karl-Heinz Liebisch / Pixelio.de

Infoblogger, am 27.03.2011
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