Wie funktioniert die elektrische Zigarette?

In der elektrischen Zigarette wird kein Tabak verbrannt, das ist ihr wesentlicher Unterschied zur herkömmlichen Zigarette. Die elektrische Zigarette enthält eine Kapsel mit einem flüssigen Nikotinkonzentrat. Das Nikotinkonzentrat wird über einen Glühdraht Zug um Zug verdampft. Betrieben wird die E-Zigarette mittels Batterie. Wichtig ist zu wissen, dass die E-Zigarette nicht für die Raucherentwöhnung entwickelt wurde. Sie soll eine echte Alternative für Raucher sein, sei es, um in Rauchverbotszonen zu rauchen oder aber um den schädlichen Auswirkungen des herkömmlichen Tabakkonsums zu entgehen. Tatsächlich sind viele der Stoffe, die das herkömmliche Rauchen so schädlich machen, Produkte des Verbrennungsprozesses. Dies sind neben Kohlenmonoxid Teer und einige weitere Stoffe. Reines Nikotin ist zwar eine Droge, die sich auf das Nervensystem auswirkt, allerdings nicht nur in negativer Weise.

Positive Auswirkungen von Nikotin auf die Gesundheit

Eines sei vorweg gesagt, die positiven Auswirkungen von isoliertem Nikotin sind zwar feststellbar, Rauchen an sich gilt jedoch, da sind sich alle Wissenschaftler einig, als gesundheitsschädlich. Nikotin wirkt zum einen beruhigend, eine Wirkung, die Raucher kennen, zum anderen regt es auch das Gehirn und die kognitive Fähigkeit des Menschen an. Konzentration, Merkfähigkeit und Reaktionsfähigkeit verbessern sich durch Nikotin. Zudem hat Nikotin gewisse Auswirkungen auf den Stoffwechsel, die jedoch bisher noch nicht ausreichend erforscht sind. Nikotin führt fast immer zu einer Gewichtsabnahme, ob dies allein durch den verminderten Appetit oder weitere Faktoren zu Stande kommt, ist jedoch bisher ungeklärt. Im Gegensatz zum Zigarettenkonsum ist reines Nikotin in den üblich konsumierten Dosen nicht nachweislich gesundheitsschädlich. Einschränkungen gelten lediglich für Schwangere und bei einigen Erkrankungen beispielsweise Magenerkrankungen sowie Herzkreislauferkrankungen. Die süchtig machende Wirkung von Nikotin ist jedoch unbestritten. Menschen, die auf eine elektrische Zigarette umsteigen, versprechen sich dadurch eine Reduzierung der negativen gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens ohne gleichzeitig auf die wohltuende Wirkung des Nikotins verzichten zu müssen.

Für die Elektro Zigarette gibt es keine Langzeitstudien

Fakt ist jedoch, dass es keine Langzeiterfahrungen mit der Elektro Zigarette gibt. Das Nikotin ist im Tabak in natürlicher Form vorhanden, gebunden an zahlreiche weitere Inhaltsstoffe der Tabakpflanze. Elektrische Zigaretten werden mit reinem, chemisch hergestelltem Nikotinkonzentrat gefüllt, diese Substanz ist mit Tabak nicht identisch. Das ist ungefähr mit den künstlichen Vitaminen in Vitamintabletten vergleichbar. Anfangs war die Euphorie groß, später gab es Hinweise auf die krebserregende Wirkung einiger Vitamine, wenn sie in isolierter, künstlicher Form zugeführt werden. Zudem gelangt beim E-Dampfen das Nikotin auf anderem Wege in die Lunge, nämlich über Wasserdampf. Wie sich dies auf die Lunge auswirkt, ist bisher nicht erforscht. Nicht zuletzt werden mittels elektrischer Zigarette auch zahlreiche Zusatzstoffe wie Aromastoffe und Konservierungsmittel inhaliert, die Folgen sind bisher nicht bekannt.
Die Folgen des herkömmlichen Rauchens sind bekannt und erforscht, wobei auch einige Forscher der Ansicht sind, dass es nicht der Tabak, sondern die zahlreichen Zusatzstoffe seien, die Zigaretten ungesund machen. Bekannt ist auch, dass nicht rauchen garantiert nicht schädlich ist! Wie es mit dem elektrischen Rauchen ausschaut, bleibt abzuwarten. Man sollte die Elektro Zigarette aber auf jeden Fall nicht als gesündere Alternative empfehlen, bevor dies eindeutig belegt werden kann.

Angela Michel

Autor seit 5 Jahren
1023 Seiten
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