Endoskopie (Bild: Michael Bührke / pixelio.de)

Welche Körperbereiche können mithilfe der Endoskopie untersucht werden?

Die Anwendungsmöglichkeiten der Endoskopie werden durch immer kleinere Video Endoskope stets erweitert. Heute wird die Endoskopie außerdem bei operativen Eingriffen angewendet. Die wichtigsten endoskopischen Untersuchungsmethoden sind:

 

Magenspiegelung (Gastroskopie)

Spiegelung der Speiseröhre (Ösophagoskopie)

Spiegelung des Zwölffingerdarms (Duodenoskopie)

Untersuchung der Gallenwege (Cholangioskopie)

Dünndarmspiegelung (Enteroskopie)

Dickdarmspiegelung (Koloskopie, Proktoskopie, Rektoskopie)

Nasen- und Nasennebenhöhlenspiegelung (Sinuskopie)

Kehlkopfspiegelung (Laryngoskopie)

Mittelfellspiegelung (Mediastinoskopie)

Luftröhrenspiegelung (Bronchoskopie)

Gelenkspiegelung (Arthroskopie)

Harnblasenspiegelung (Cystoskopie)

Harnleiterspiegelung (Ureteroskopie)

Augenhintergrundspiegelung (Ophthalmoskopie)

Spiegelung der Vagina und des Muttermundes (Kolposkopie)

Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)

Spiegelung des Brustkorbs (Thorakoskopie).

Bauchhöhlenspiegelung (Laparoskopie)

Ohrenspiegelung (Otoskopie)

Nasenspiegelung (Rhinoskopie)

Ist die Endoskopie schmerzhaft?

Endoskopische Untersuchungen können etwas unangenehm oder schmerzhaft sein, je nachdem, welcher Bereich des Körpers untersucht wird. So werden Darmspiegelungen und Magenspiegelungen in der Regel unter Anwendung eines Beruhigungsmittels durchgeführt. Bei der Untersuchung natürlicher Hohlorgane (zum Beispiel Magen oder Darm) oder vorhandener, natürlicher Körperöffnungen (z. B. Nebenhöhlen) wird kein Gewebe verletzt. Daher können Patienten nach einer solchen Endoskopie normalerweise sofort wieder nachhause gehen.

Bei endoskopischen Untersuchungen nicht frei zugänglicher Bereiche muss eine künstliche Körperöffnung geschaffen werden. Die Gewebeverletzung fällt dabei so gering wie möglich aus. Für eine Bauchspiegelung werden beispielsweise nur drei winzige Schnitte in die Bauchdecke gemacht, die später fast unsichtbar verheilen. Trotzdem werden solche endoskopischen Untersuchungen entweder unter Vollnarkose oder mit einer örtlichen Betäubung durchgeführt und können unter Umständen sogar einen stationären Aufenthalt (Krankenhausaufenthalt) erfordern.

Gibt es Risiken bei einer Endoskopie?

Wenn von Risiken im Zusammenhang mit Routine-Diagnoseverfahren wie der Endoskopie gesprochen wird, muss man die Verhältnismäßigkeit im Auge behalten werden. Theoretisch können durch endoskopische Untersuchungen Verletzungen und Gewebereizungen entstehen, die jedoch normalerweise während des Eingriffes sofort gestillt werden können. Bei unzureichender Desinfektion und Nichteinhaltung der Hygiene Vorschriften können Krankheitserreger in das Innere des Körpers gelangen und dort Infektionen auslösen. Komplikationen und Probleme durch endoskopische Untersuchungen sind jedoch sehr selten. Allgemein ist die Endoskopie eine sehr sichere und schonende Untersuchungsmethode. In vielen Fällen kann sie aufwendigere, operative Eingriffe ersetzen und liefert sehr genaue Untersuchungsergebnisse.

Angela Michel

Autor seit 6 Jahren
1029 Seiten
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