Eine friedliche Schafherde...

Eine friedliche Schafherde...

 

 

                                                                

 

Wie gewöhnlich, habe ich auch heute Morgen den Tag zusammen mit meinem Hund mit einem Spaziergang begonnen.

Ein schöner Tagesbeginn als Ausgleich zu einer hektischen Arbeitswoche. Mein Hund und ich sind gerne in der Natur unterwegs, bei Wind und Wetter. Uns beide hält nichts davon ab, auf unseren Erkundungstouren jede Menge Spaß zu haben.

Heute wurden wir sogar von der aufgehenden Sonne und Vogelgezwitscher begleitet. Richtig herrlich. Man hatte das Gefühl, dass der Frühling nicht mehr allzu lange auf sich warten läßt.

Wir waren ein Stück gegangen, da entdeckte ich eine große Schafherde auf einem nahegelegen Feld. Überall konnte man sie hören mit ihrem "Määhäää..., die kleinen und die großen.

Unter ihnen waren verschiedene Muttertiere, die gerade dabei waren ihre Lämmchen zu säugen. Richtig friedlich und idyllisch wirkte alles zu Beginn, und ich erfreute mich zunächst an diesem Anblick.

Während mein Hund am Wegesrand fleißig mit seiner Nase im Gras stöberte, verweilte ich immer wieder, um die Schafherde zu betrachten.

Manche waren gerade dabei ihren Hunger zu stillen, und ließen sich gar nicht weiter stören. Andere wiederum starrten mich neugierig an.

Erst als mein Hund und ich uns dem Feld näherten wurde der idyllische Anblick getrübt. Bei genauerem Hinsehen entdeckte ich das erste tote Lämmchen. Eine Gruppe von Raben lauerte in der Nähe des verendeten Tieres.

Ich stand erstmal ganz hilflos da und wurde ganz traurig. Ein paar Meter weiter lag noch eine totes Lämmchen im Gras. In der Nähe der gezogenen Absperrung sah ich dann sogar ein totes Alttier, welches sich mit den Hinterläufen im dünnen Drahtzaun verfangen hatte.

Es muß Strom drauf gewesen sein, weil ich ein immer wiederkehrendes Geräusch hören konnte, ähnlich wie bei einem defekten Stromkabel.

Den toten Tieren konnte ich nicht mehr helfen, aber irgendetwas mußte ich trotzdem unternehmen, bevor noch mehr Tiere zu schaden kommen würden, und die Ursache ja auch nicht eindeutig gklärt war.

Als ich dann auch noch ein mit blutüberströmtes Lämmchen im Gras liegen sah, und dieses sich Gott sei Dank noch bewegte, zögerte ich nicht zu handeln.

Da ich nicht wußte, wem die Tiere gehören rief ich die Polizei an, und schilderte meine schreckliche Entdeckung.

Ich hinterließ meine persönlichen Daten und machte Ortsangaben zu dem Platz, auf dem sich die Schafherde befand.

Man sicherte mir zu, den Besitzer ausfindig zu machen, und ihn über die Entdeckung zu informieren.

Bereits nach knapp 10 Minuten klingelte mein Telefon, und ich erhielt die Mitteilung, dass der Besitzer gefunden wurde. Es wurde mir zugesichert, dass man sich um die Herde sofort kümmern wollte.

Das beruhigte mich zwar ein wenig, doch meine Sorge galt immernoch dem verletzten Lämmchen. Ich hoffe sehr, dass es gerettet werden konnte.

Letztendlich war ich froh, die Polizei um Hilfe gebeten zu haben.

Autor seit 6 Jahren
129 Seiten
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