Apatosaurier oder Ceratopsia in Afrika?

In den Dschungelgebieten Zentralafrikas, vor allem dem Kongo, berichten Eingeborene vom "Mokele-Mbembe". Dabei soll es sich um ein Tier so groß wie ein Elefant handeln, das einen langen Hals, proportional kleinen Kopf und mächtigen Schwanz aufweise. Tatsächlich wurden Ende des 18. Jahrhunderts Fußabdrücke mit einem Umfang von rund einem Meter gefunden, die auf eine riesige, unbekannte Tierart hindeuteten.

Lebende Dinosaurier in Afrika?Der deutsche Offizier Freiherr von Stein zu Lausnitz bereiste das zur damals deutschen Kolonie Kamerun gehörende Gebiet von 1913 bis 1914, um mehr über das geheimnisvolle Wesen herauszufinden. Zwar konnte er zahlreiche Berichte der Eingeborenen sammeln, konkrete Hinweise auf die Existenz des "Mokele-Mbembe" blieben ihm jedoch verwehrt.

Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wurde das einem sehr kleinen Apatosaurus ähnelnde Tier immer wieder gesichtet. Handfeste Beweise wie Videoaufnahmen oder Überreste von Kadavern der Tiere liegen aber bis zum heutigen Tag nicht vor.

Gleiches gilt für den weniger bekannten Emela-ntouka, ein bevorzugt in den Sümpfen hausendes Wesen von der Größe eines Elefanten, welches ein riesiges Horn auf der Nase tragen soll. Sein Name bedeutet "Elefantenmörder", da es Elefanten, die in sein Territorium eindringen, mit dem mächtigen Horn kurzerhand töte. Die Beschreibungen lassen Ähnlichkeiten zum Ceratops erkennen, einem engen Verwandten des Triceratops.

Können in diesen letzten weißen Flecken auf der Landkarte tatsächlich Dinosaurier überlebt haben? Dies scheint zwar nicht unmöglich, aber äußerst unwahrscheinlich zu sein. Immerhin müsste eine ausreichend große Population des Apatosaurus über viele Millionen Jahre überlebt haben, um den Fortbestand zu sichern.

Andererseits bieten gerade Dschungel- und Sumpflandschaften ideale Rückzugsgebiete selbst für relativ große Lebewesen. Dies würde auch das Fehlen von Kadavern des "Mokele-Mbembe" erklären: Ein solcher wäre nicht nur schwer aufzuspüren, sondern würde auch binnen kürzester Zeit von den zahllosen großen und kleinen Dschungelbewohnern fast vollständig verzehrt werden.

Pterosaurier, die Menschen angreifen?

Noch abenteuerlicher klingen Berichte über Flugechsen, ebenfalls in Zentralafrika, die "Kongamato" genannt werden. Dabei soll es sogar zu tödlichen Begegnungen gekommen sein. Jedenfalls wussten die Einwohner dieser Gebiete von riesigen fliegenden Echsen zu berichten, die Pterosaurier in Afrika?an Flugsaurier erinnerten und als sehr aggressiv beschrieben wurden. Nicht umsonst bedeutet der Name "Kongamato" übersetzt "Überwältiger der Boote". Die Spannweite des Tieres beträgt angeblich rund 2 Meter, was etwa Fehlinterpretationen von bekannten Fledermausarten ausschließt.

Erst 1956 beobachtete ein Ingenieur namens Brown aus Zaire kommend gleich 2 dieser riesigen Flugtiere. Wenig später behandelten Ärzte in einem Krankenhaus ganz in der Nähe der Sichtung einen schwer verletzten Mann, der in den Sümpfen von einem riesigen fliegenden Untier angegriffen worden sei. Die von ihm angefertigte Zeichnung deutete ebenfalls auf einen Flugsaurier hin.

Eine mögliche Erklärung für den "Kongamato" bietet der dort heimische Schuhschnabel an, ein imposanter Vogel mit riesigem Schnabel und einer beachtlichen Flügelspannweite. Allerdings sind die Ähnlichkeiten mit einem Flugreptil nicht besonders groß und blutige Attacken auf Menschen würden sehr ungewöhnlich für den scheuen Fischfresser erscheinen.

Nessie ein überlebender Plesiosaurus?

Das schottische Loch NessDoch nicht nur in wenig erschlossenen Weltgegenden wird Ausschau nach Dinosauriern gehalten, die eigentlich schon vor Jahrmillionen ausgestorben sein sollten. Einer populären Theorie zufolge handle es sich beim berühmtesten aller Monster gleichfalls um eine überlebende Dinosauriergattung. Nessie, so die liebevolle Kurzform für das angeblich im schottischen See Loch Ness hausende Ungeheuer, könnte demnach ein Plesiosaurus sein. Darauf würden einige Beschreibungen, etwa ein langer Hals und ein verhältnismäßig kleiner Kopf, hindeuten.

Allerdings spricht vieles gegen diese Theorie. Zum einen waren Plesiosaurier Lungenatmer und mussten deshalb immer wieder zum Luftholen an die Oberfläche. Deshalb sollte es eigentlich sehr viele Sichtungen geben, da der See einer ganzen Kolonie Platz bieten müsste, um die Art zu erhalten. Man kann wohl ausschließen, dass dutzende riesiger Meeressaurier praktisch unbemerkt den See besiedeln, der noch dazu kaum genug Nahrung für den großen Appetit der Fleischfresser bieten würde.

Dinosaurier unter uns

Auch wenn die heutige Existenz von Tyrannosaurus Rex, Triceratops, Diplodocus und all der anderen Arten unwahrscheinlich scheint, teilen wir unsren Lebensraum doch seit jeher mit deren Nachkommen. Neben Krokodilen und Alligatoren sind dies ausgerechnet … Vögel!

Autor seit 6 Jahren
835 Seiten
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