Einschlafprobleme bei Kindern

Einschlafprobleme bei Kindern

Immer wieder lese ich in Foren, dass sehr viele Babies und Kleinkinder Einschlafprobleme haben. Meist wird im selben Atemzug erwähnt, dass das Kind nicht brav allein in seinem Bettchen einschläft, und bitterlich weint und schreit, Mütter stundenlang neben dem Bettchen sitzen müssen, und Händchen halten. Kinder wachen oft nachts auf, und können dann nicht mehr alleine einschlafen. Wieder muss die Mutter oft stundenlang anwesend sein und beruhigen. Wenn der Schlafmangel der Eltern zu groß wird, nehmen manche Ihre Kinder dann doch noch ins eigene Bett, und plötzlich ist Ruhe. Das Kind schläft, aber die Mutter hat ein schlechtes Gewissen. Das Kind wird verwöhnt, gewöhnt sich daran, und wird nie wieder in seinem eigenen Bett schlafen.

Genau das, wird einem von unserer heutigen Gesellschaft eingeredet. Dabei gibt es eigene Betten und Kinderzimmer erst seit ca. 200 Jahren. Ist also eigentlich ganz neu! Aber das ist genau das eigentliche Problem, es wird uns eingeredet!  Tief in uns drin wissen wir, dass unser Kind zu uns gehört, da es allein völlig hilflos ist. Früher hätte ein Säugling nicht lange überlebt, wenn eine Mutter ein Kind irgendwo abgelegt hätte. Das Kind macht also das normalste der Welt, es macht auf sich aufmerksam, da es den Schutz der Mutter braucht. Wir müssen wieder anfangen, unserer Intuition zu vertrauen.

Einschlafprobleme bei Kindern

Die Lösung - Familienbett

Wenn wir unser Baby nicht allein lassen wollen, müssen wir auch nicht, egal was andere sagen oder denken!

Mittlerweile gibt es kleine Beistellbettchen, die ans Elternbett gestellt werden können. Dies macht Sinn, wenn man Angst hat, dass das Baby bei Nacht womöglich bei Nacht unter die Zudecke rutscht. So ist es nicht ganz im eigenen Bett, es bleibt genügend Platz, aber das Baby ist dennoch in unmittelbarer Nähe.

Oder man baut einfach eine Gitterwand des normalen Babybettchens ab, und stellt es an das eigene Bett. Beide auf die gleiche Höhe einstellen, und schon hat jeder genug Platz im Familienbett.

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Familienbett - Meine Erfahrung

Ich habe nur gute Erfahrungen mit dem Familienbett. Mein Sohn hatte oft Bauchweh, später ein paar Neurodermitis Schübe, und schlief nächtelang sehr unruhig und weinte viel. Das war sehr, sehr anstrengend, aber eben sehr viel bequemer für mich in meinem Bett. Ich musste nicht durch eine kalte Wohnung wandern, und völlig wach werden, nur damit ich später nicht mehr einschlafen kann. Ich war bei meinem Kind (oder das Kind bei mir), habe zwar nicht wirklich gut geschlafen, aber war eben im schönen warmen Bett.

Mein Sohn hat auch nie Theater gemacht, beim ins Bett gehen. Wenn er abends müde wurde, passte ich den richtigen Zeitpunkt ab, bin zusammen mit Ihm ins Bett und hielt im die Hand. Oft war er nach 10 min. tief und fest eingeschlafen, und ich konnte (falls ich noch wach war) wieder aufstehen. Ich habe mich nie nach starren Uhrzeiten gehalten, sondern habe das Zeitfenster genutzt, wenn er müde wurde. Wenn man das verpasst, dauert es ca. 40 min, bis es wieder soweit ist. Wenn ein Kind nicht müde ist, ist es schwierig, es zum schlafen zu bringen. Wir können auch nicht gut einschlafen, wenn wir nicht müde sind. Kinder können das auch nicht auf Kommando.

Auch das stillen nachts ging nebenher, meist war weder der Kleine noch ich richtig wach. Ich selber habe die Nähe zu meinem Kleinen geliebt, und mein Bett war immer schon vorgewärmt. Morgens beim Aufwachen war immer ein Lächeln auf seinem Gesicht.

Als dann der kleine Bruder kam, wurde es kurzzeitig etwas eng im Bett, so dass wir anfingen, dem Großen sein eigenes Bett schmackhaft zu machen. Das funktionierte soweit auch ohne große Probleme. Er durfte natürlich jederzeit bei Nacht wieder rüberkommen.

Für mich war es aber selbstverständlich, dabeizubleiben, ihm noch eine Geschicht vorzulesen, und dann die Hand zu halten, bis er eingeschlafen war. Manchmal dauert das auch, und der 20.15 Uhr Film startet schon mal. Aber das müssen uns die Kleinen schon Wert sein, und die Zeit ist doch absehbar. Bald wünschen wir uns diese Intensive Zeit zurück

Die Kinder haben so viel zu verarbeiten, wenn man Ihnen so helfen kann, warum nicht. Zudem kann sich eine Bindung immer erst lösen, wenn sie auch gefestigt ist. Darum halte ich es nicht für richtig, die Kinder am Anfang auf Abstand zu halten. Es wird sich irgendwann rächen.

Seit der Kleine ca. 2,5 Jahre alt ist, schläft auch er im eigenen Bettchen ein, mit seinem Bruder im Zimmer. Zwischen den beiden Betten habe ich ein Plätzchen bekommen, wo ich gemütlich sitzen oder liegen kann, und Bücher vorlesen oder Händchen halten kann. Der Kleine wollte auch Groß sein, und es gab (fast) keine Probleme.

Das ganze dauert öfters mal eine Stunde, aber keiner der beiden geht ungern ins Bett oder heult womöglich. Einschlafprobleme haben wir keine, durchschlafen tun beide oftmals noch nicht. Ich halte das in dem Alter für völlig normal. Irgendwann bei Nacht oder gegen Morgen, kommen kleine Füße angetapst, und morgens liegen 1-2 Personen mehr im Bett.

Fazit

Es gab für mich nichts schöneres, als in ein zufriedenes Gesicht zu schauen, kurz bevor die Augen zufallen. Das entschädigt einen für die ganzen Anstrengungen, die Kinder so mit sich bringen. Liebe Mamas, macht es euch so leicht wie möglich, wenigstens bei Nacht. Es kommen immer wieder so anstrengende Phasen, tags wie nachts, dass man über jedes mal, wo man nicht aufstehen muss, froh ist. Das gerede mit dem Verwöhnen und Gewöhnen einfach ignorieren. Irgendwann sind die Kleinen verständig und wollen dann auch ein eigenes Bett. Das geht von ganz allein, wenn man keinen Druck macht. Beobachten, und den richtigen Zeitpunkt abpassen. Spätestens in der Pupertät will keiner mehr bei Mama im Bett liegen ;-).

Anfangs bin ich auch nicht so offen damit umgegangen, auch immer im Hinterkopf, was sagen die Leute, aber wenn man auf sein Gefühl hört, und es funktioniert und alle sind zufrieden. Was spricht dagegen? Nichts, richtig.

Sicher gibt es Kinder, die legt man ins Bett, und die schlafen ohne zu murren. Wenn die zufrieden sind, prima! Würde ich auch nichts dran ändern. Aber wenn die Kleinen Probleme haben, sei es gesundheitlich oder mit Ihren Entwicklungsschüben überfordert sind, sollte man Ihnen ganz einfach die Nähe geben, die sei brauchen!

Bitte nicht:

Lassen Sie sich nicht auf das Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" ein. Es wird von vielen kritisiert, und es kann rein intuitiv nicht richtig sein, das Kind schreien zu lassen, vor allem nicht schon Babies. Man weiß nicht, was in dem Kind womöglich zerbricht!
Bücher, bei denen das Herz aufgeht, und man weiß, es ist richtig!
In Liebe wachsen: Liebevolle Erziehung für glüc...Das "24-Stunden-Baby": Kinder mit starken Bedür...Schlafen und Wachen
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Familienbett ja oder nein? Wie ist das bei Ihnen?
susivital, am 12.10.2010
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Bild: clker.com (Wer gute Beziehungen möchte, sollte "Giraffensprache" sprechen: Gew...)
Kahei (Weihnachtsgeschenke für Dreijährige – bauen, malen, vorlesen)

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