Hassrede oder Satire, das ist hier die Frage!

Politiker, Prominente und in der Öffentlichkeit lebende Personen werden seit jeher kritisiert, verballhornt, karikiert. Berühmt ist das Kabarett. Das ist eine Form der Kleinkunst, in der darstellende Kunst, Lyrik oder Musik oft in Form der Satire oder Polemik miteinander verbunden werden. Kabarett ist in seiner Motivation gesellschaftskritisch, komisch-unterhaltend und/oder künstlerisch-ästhetisch. Einer der bekanntesten und größten Kabarettisten war Dieter Hildebrandt! Die Grenze zu Comedy ist fließend. Was diese Art der Kunst nie war, sie war zu keiner Zeit niveaulos, verletzend oder persönlich beleidigend. Kritisiert wurden meist Zustände, Handlungen, Missstände, Politik und persönliche Verfehlungen.Mit scharfem Verstand und Wortwitz geißelten die Könner die Mächtigen und Großen unserer Tage. Dabei benutzten sie, im übertragenem Sinne, das Florett und nicht das Schlachtermesser! Dieses entstand aus gewöhnlichen scharfen Degen, die für den Übungsgebrauch entschärft wurden, indem eine stumpfe sog. Knospe (frz. Fleuret → Florett) über die Spitze gestülpt und die Klinge mit einer Folie umwickelt wurde. Man wollte piksen, aber nicht verletzen! Und so gab es auch eine klare Abgrenzung zu Hass und Propaganda! Ein guter Kabarettist macht sich wie ein guter Anwalt oder Journalist nie mit der Sache gemein. Er steht über ihr, kommt dadurch neutral, glaubwürdig und sachlich rüber.

 

 

Der mag die nicht, da ist er nicht der EINZIGE!

Packt den Hetzer am Schlawittchen, ab mit ihm ins Kittchen!

Anders der Redner Erhard Grom, er verliest das sogenannte "Protokoll". Als die satirische Rede das Thema Donald Trump erreicht, kalauert sich der angesehene Karnevalist auf fast befremdliche Art in Rage. Hasserfüllt, als hätte Trump ihm seine Förmchen im Sandkasten geklaut, gibt er folgendes von sich (Zitat): "Als George Bush, Sie wissen ja, vor Jahren zu Besuch hier war, hat man in Mainz, zuallermeist, Kanaldeckel all zugeschweißt. Käme Trump zu uns, verlasst euch drauf, wir machen alle Deckel auf. Der müsste durch Mainz fahren, bitte sehr, bis er im Loch verschwunden wäre. Und wenn du aus dem Schacht dann hörst, dass er laut ruft, America first!, dann müssten wir alle vor Entzücken, in jedem Haus die Spülung drücken."

Ist das noch lustig oder ist das schon Volksverhetzung im Sinne des § 130 StGB? Einen Menschen als Kanalratte zu bezeichnen, die man besser ertränkt ist mehr als grenzwertig! Sprachliche Ausdrücke beschreiben und bewerten nicht. Sie erzeugen vielmehr ein Verständnis der physikalischen und gesellschaftliche Realität, die als allgemeingültig verstanden wird und deshalb nicht ohne Weiteres hinterfragt werden kann. Hassrede ist also nicht nur ein Problem des kommunikativen Umgangs oder der Verbreitung, Anstiftung, Förderung oder Rechtfertigung von Hass, sie ist zentral an der Erzeugung des Hasses und der für den Hass notwendigen Denkmodelle beteiligt, einem Hass, der, historisch immer wieder die Grundlagen für Zerstörung und Tötung war!

Wie weit dürfen Satiriker gehen?

Trump wurde in einer Demokratie mit Mehrheit zum Präsidenten gewählt. Ob es nun passt oder nicht, nun ist er halt da!

Gerade die TV-Granden müssten sich doch der Nähe zu ehemaligen Untugenden bewusst sein. Im rechten politischen Spektrum war damals das Stereotyp vom "jüdischen Parasiten" deutlich verbreitet. Es hatte die Funktion, die eigenen antisemitischen Verdächtigungen in eine naturwissenschaftliche und damit anscheinend objektive Begrifflichkeit einzukleiden. Die Vorstellung eines, im übertragenem Sinne, gesellschaftlichen Parasitismus ist aber auch im Sozialismus seit langem anzutreffen. Unter Stalin war es üblich, den Gegner oder vermeintlichen Gegner zu entmenschlichen. Ein Beispiel ist der Strafprozess gegen die konterrevolutionäre, trotzkistische Schädlingsgruppe in den Bergwerken von Kemerowo. Das proletarische Gericht hat sein strenges und einzig mögliches Urteil gesprochen: Alle neun Angeklagten sind zum Tod verurteilt worden. Man hat keine Menschen ermordet, man hat lediglich Schädlinge beseitigt. Vergleiche von Gegnern mit Ungeziefer waren immer probates Mittel der Diffamierung von Personen oder Personengruppen. Man denke an die Naziideologie, in der Juden, Polen, Russen und anderes "lebensunwerte Leben" in der perversen Sicht der Naziherrscher mit Ratten und Läusen verglichen wurden, die dem "deutschen Volkskörper" Schaden zufügen wollten. Die "Entlausung" in Lagern wie Auschwitz, Treblinka etc. war die Konsequenz dieses abartigen Vernichtungswillens. Als Ungeziefer, Parasiten oder Schädlinge bezeichnen vor allem totalitäre Ideologien und Regime vermeintliche oder wirkliche Gegner. Diese Form der verbalen Diffamierung bereitete sowohl in den stalinistischen Säuberungsprozessen als auch in der nationalsozialistischen Judenverfolgung die physische Vernichtung vor. Die Entmenschlichung von Verfolgten, indem man sie zu Ungeziefer erklärt, ist in totalitären Regimen stets der erste Schritt zur Vernichtung. Wer Ungeziefer ausrottet, begeht keinen Mord an Menschen. So dient die aggressive Rhetorik auch zur Schuldentlastung der Täter.

Insofern hätte ich den Medien, die stets die Ersten im Kampf gegen Rechts sind, mehr Verstand zugetraut. Aber dieser Angriff auf Trump kam ja von Links und auf dem Auge sind sie halt alle blind.

Volksverhetzung ist strafbar und nicht lustig, auch ein Trump hat seine unantastbare Menschenwürde!

Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. So lautet unser Gesetz. Während auf Facebook sogenannter "Hate-speech" verfolgt, bestraft und gelöscht wird, geschieht bei den Staatssendern anscheinend nicht viel in der Richtung oder gar nichts. Bedenkt man, dass unser Präsident Steinmeier, der im Gegensatz zu Trump nicht vom Volk gewählt wurde, dem amerikanischen Präsidenten nicht zu seinem Wahlsieg gratulierte, wohl aber den iranischen Mullahs zu 40 Jahren islamischer Revolution, so könnte man zum Schluss kommen, Trump hat der deutschen Politkaste von links, linkser und grünlich irgendwie die Suppe versalzen. Dann wäre der Redner Erhard Grom nur ein obrigkeitshöriger Politkasper, der nach Wohlgefallen heischend sein Fähnlein in den Wind gehalten hat. Als Mensch ein Waschlappen ohne Rückgrat, als politischer Kabarettist ein Versager und als Karnevalist eine billige Pappnase! Letztendlich gilt für alle Beleidigungen das alte Kinderwort. "Wer es sagt, ist es selber!" Und Kindermund tut bekanntlich Wahrheit kund!

Und Frau Dreyer und Frau Nahles sollten mal das Wort "DIPLOMATIE" googeln. "Kanalratten" neigen nämlich in der Regel zu hohen Einfuhrzöllen für Produkte aus Ländern die von - Zitat: "Idioten regiert werden!"

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Autor seit 7 Jahren
310 Seiten
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