Der kroatische Nationalpark

1928 wurden die Plitvicer Seen erstmals zum Nationalpark erklärt, 1949 zum zweiten Mal, diesmal auf Dauer. Die Liste der Weltkulturerbestätten der UNESCO führt sie seit 1979. Das Parkgelände zwischen den Gebirgen Mala Kapela und Licka Pljesivica umfasst circa 30.000 Hektar Land, davon entfallen etwa 2.000 Hektar auf die Gewässer. Der Rest ist hauptsächlich alter Baumbestand, der in seiner Größe und dem gesundheitlichen Zustand der Bäume in Europa einmalig ist.

Die Plitvicer Seen

Im Nationalpark gibt es derzeit 16 unterschiedlich große Karstseen. Sie sind terrassenförmig angeordnet und durch Wasserfälle voneinander getrennt. Das Erscheinungsbild ist in ständigem Wandel, da sich durch die Wasserbeschaffenheit der Karstflüsse die lebende Gesteinsart Travertin bildet. Durch die Bildung und das Wachstum dieses porösen Gesteins aus Calzium- und Natriumkarbonat sowie Moosen, Algen und Bakterien entstehen und verschwinden Barrieren zwischen den Seen, verschwinden Wasserfälle und Kaskaden und entstehen an anderer Stelle neu.

Tier- und Pflanzenwelt

Der Baumbestand des Parks umfasst sowohl Laub- als auch Nadelwälder. Besondere exotische Bäume entlang der Wanderstrecken sind auf extra Tafeln aufgeführt und die betreffenden Bäume mit einem Hinweisschild versehen. Von den insgesamt über 1250 Pflanzenarten und 55 Orchideenarten auf dem Gebiet des Nationalparks wachsen 75 endemisch, das heißt, es gibt sie nur dort und an keinem anderen Ort der Welt. Die Tierwelt weist einen ähnlichen Reichtum auf. Beispielsweise wurden bei Forschungen im Park 321 verschiedene Schmetterlinge, 161 Vogelarten und 21 Fledermausarten katalogisiert. Der Park ist weiterhin die Heimat von Wölfen, Wildschweinen, Rehen, Ebern, Wildkatzen, Fischottern und anderen Tierarten, von denen der Braunbär das größte ist.

Für Besucher des Nationalparks

Auf verschiedenen Routen hat der Naturliebhaber die Möglichkeit, diese einzigartige Naturschönheit auf sich wirken zu lassen. In der Regel ist dafür ein Ein-Tages-Ticket für etwas über 15 Euro für Erwachsene ausreichend, da die längste der angebotenen Touren mit sechs bis acht Stunden veranschlagt ist. Die Strecken sind als Wanderwege im Park ausgeschildert und man kann auch unterwegs noch problemlos wechseln. Einzelne Streckenabschnitte können zudem auch per Fähre, Bus oder Eisenbahn zurückgelegt werden. Unterwegs sorgen Cafés und Restaurants für eine Stärkung zwischendurch. Allen Strecken gemeinsam ist, dass sie im östlichen Teil des Nationalparks verlaufen, der westliche Teil ist für Besucher tabu, ebenso alle Wege, die nicht entsprechend als Wanderwege ausgewiesen sind. Auch die Zufahrt ist nur vom Osten her möglich. Individualspaziergänge im Park sind nicht möglich.

Abseits der Touristenstrecke

Corkova uvala ist eines der größten Gebiete im Westen des Parks. Der dortige Baumbestand ist mehrere Hundert Jahre alt und weist Urwaldcharakter auf. Die meisten der im Nationalpark beheimateten Tierarten leben dort, fernab vom Besucherstrom auf der anderen Seite. Buchen Sie Ihre individuelle Tour nach Kroatien unter www.reiseexperten.de und sehen Sie die Schönheiten der Naturparks mit eigenen Augen.

 

Vorschaubild: eigenes Foto

Sophie1975, am 04.09.2013
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Bildquelle:
Eigenes (Die Burgen von Bellinzona - das Tor zum Tessin)
Eigenes (Die Borromäischen Inseln im Lago Maggiore)

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