Fleischfressende Pflanzen sind überall zu Hause

Fleischfressende PflanzenFleischfressende Pflanzen können auf nährstoffarmen Böden leben. Zur Nährstoffversorgung nutzen sie als Hauptnahrungsquelle kleine Insekten. Mit verschiedenen Fangmechanismen locken sie diese in ihren Fangbereich und beziehen während des Verdauungsprozesses die nötigen Nährstoffe. In unseren Breiten leben sie vor allem in nährstoffarmen Mooren, eignen sich aber auch gut zur Zimmerkultur.

 

Verschiedene bizarre Formen und Fangmechanismen

Fleischfressende Pflanzen arbeiten mit den verschiedensten Fangmechanismen. Die wohl bekannteste ist die Venusfliegenfalle, deren Blätter wie eine Klappfalle funktionieren. Sobald ein Insekt die Kontakthaare auf der Blätterinnenseite berührt, schnappt die Falle zu.

Venusfliegenfalle schnappt schnell zu
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Sonnentau und Fettkraut nutzen klebrige Blätter zum Fangen der Insekten. Angelockt werden diese durch den Duft, der von den Pflanzen aufsteigt. Letzteres nutzen vor allem auch die fleischfressenden Pflanzen in Schlauch-, Kannen- oder Trichterform. Aus ihrem Schlund entströmt köstlicher Nektarduft, der die Fliegen anlockt. Völlig betört landen sie dann im Verdauungstrakt der Pflanze.

Fettkraut arbeitet mit Klebemechanismus
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Heller Standort bevorzugt

Am besten gedeihen fleischfressende Pflanzen an einem hellen Fensterplatz. Wenn sie dort ausreichend Luftfeuchtigkeit vorfinden, ist auch ein Platz an der Sonne möglich. Bei optimalen Bedingungen zeigen die meisten Arten zarte Blüten und verbreiten während der Blütezeit auch angenehmen Duft. Im Winter sollten die Pflanzen kühl zwischen 5 und 15 Grad Celsius und hell stehen. Sie legen zum größten Teil eine Winterruhe ein.

Auch im Freien können fleischfressende Pflanzen kultiviert werden, sollten da aber möglichst am Gartenteich in einem Sumpfbeet oder in einer feuchten Kuhle angesiedelt werden. 

Einzigartige Fangmechanismen

mit Nektarduft in den Trichter locken

Viel Wasser, aber keine Düngung

Da die fleischfressenden Pflanzen ihre Nährstoffe ausschließlich über die Verdauung von Insekten beziehen, ist keine zusätzliche Düngung nötig. Sollten bei Zimmerkultur über einen längeren Zeitraum keine Insekten zur Verfügung stehen, kann man durch "Zufüttern" für einen ausreichenden Nährstoffbedarf sorgen. Die Pflanzen überstehen zwar auch längere Nahrungspausen, wachsen dann allerdings nicht mehr.

Auf ausreichende Feuchtigkeit muss dagegen sehr geachtet werden. Trocknet die Erde aus, sterben die Pflanzen ab. Größeren Pflanzen macht es nicht aus, gelegentlich im Wasser zu stehen. Verwenden Sie nur abgestandenes oder Regenwasser. 

Allein oder im Set eine individuelle Geschenkidee
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Fleischfressende Pflanzen als dekorative Geschenkidee

Besonders gut zur Geltung kommen fleischfressende Pflanzen, wenn sie in Gruppen arrangiert werden. Dazu eignet sich ein Miniaquarium- bzw. Minigewächshaus, ein Fischglas oder eine gläserne Kugelvase. Gestaltet mit ein paar Steinchen oder dekorativen Elementen wird daraus schnell ein perfektes individuelles Geschenk. Als Pflanzsubstrat wird ein ungedüngtes Gemisch aus Torf und Quarzsand verwendet.

Heischu, am 30.07.2013
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Bildquelle:
https://pagewizz.com/users/Adele_Sansone (Warum haben Rosen keine Dornen?)

Autor seit 5 Jahren
99 Seiten
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