BuschbohneAber nicht nur grüne Bohnen findet man in Deutschlands Gärten, auch gelbe Wachsbohnen oder Bohnen mit blauer Hülse werden geerntet. Unterschieden wird nach Buschbohnen, Stangenbohnen oder Prunkbohnen, wobei letztere hauptsächlich zur Zierde dienen. Die hochrankenden Stangenbohnen benötigen für ihr Wachstum ein paar Stangen als Rankhilfe. Buschbohnen entstammen auch den Stangenbohnen, aber ihre Fähigkeit zum Ranken wurde weggezüchtet, so dass sie nur etwa 30 bis 60 Zentimeter hoch werden. Sie benötigen von der Aussaat bis zur Ernte etwa 8 bis 10 Wochen. Die Stangenbohnen brauchen etwas länger, werfen dafür aber auch mehr Ertrag ab. Man kann Bohnen von Mai bis Anfang Juli aussäen.

Es gibt viele Namen für Bohnen

 Liegen die Bohnen gepflückt in einem Korb, kann man nicht mehr unterscheiden, ob sie an Busch oder Stange gewachsen sind. Davon abgesehen, dass es die verschiedensten Bohnensorten gibt – allein in Deutschland sind es über 100 Sorten -  tragen sie auch noch Bezeichnungen wie Prinzessbohnen oder Brechbohnen, manchmal auch Schnippelbohnen oder Schneidebohnen. Dies sind keine verschiedenen Sortenbezeichnungen, sondern bezeichnen nur den Zeitpunkt ihrer Ernte. Prinzessbohnen werden sehr jung gepflückt und sind deshalb besonders zart. Als Konserve oder im Gefrierfach findet man sie deshalb auch meist als ganze Bohne verarbeitet. Wenn die Bohnen etwas länger am Strauch hängen, sind sie meist dickfleischiger und nicht mehr so zart. Dafür haben sie aber einen intensiveren Bohnengeschmack. Sie werden dann geschnippelt oder gebrochen und lassen sich prima als Eintopf oder im Bohnensalat verarbeiten.

Knackig frisch aus dem Garten gepflückt
Mischung aus Buschbohnen und ...

Mischung aus Buschbohnen und Stangenbohnen

Vorsicht giftig!

Auf keinen Fall dürfen Bohnen im rohen Zustand verzehrt werden. Da sie den giftigen Eiweißstoff Phasin enthalten, müssen sie vor dem Genuss immer für mindestens 10 Minuten gegart werden. Erst bei über 90 ° C zerfallen die giftigen Proteinverbindungen.

 

Bohnen sind reich an Kohlenhydraten und Ballaststoffen und weisen außerdem einen bedeutenden Anteil an Mineralstoffen und Vitaminen auf. In der Küche kann man sie in den verschiedensten Varianten anbieten. Am bekanntesten ist wohl die Beilage als Speckbohnen. Hierbei werden die Bohnen nach dem Putzen, wobei man die Spitzen und eventuell vorhandene Fäden entfernt, für etwa 20 Minuten in Salzwasser gekocht, abgetropft und in einer Pfanne mit Butter, Zwiebel und angeröstetem Speck gebraten. Eleganter sieht das ganze aus, wenn man die Speckscheiben um ein Bündel Bohnen wickelt und dann knusprig brät.

Für Leute, die Zwiebeln und Speck nicht essen können
Fuchs Rauchsalz Old Hickory 100gFuchs Zwiebelsalz 80g

Leckere Bohnenvariationen ohne Zwiebel und Speck

Sehr lecker schmecken auch ganz einfache Butterbohnen. Diese Variante ist besonders für Leute geeignet, die keine Zwiebel und keinen Speck essen können, den Geschmack aber dennoch lieben. Die Bohnen sollten möglichst ganz frisch und knackig direkt aus dem Garten auf den Tisch kommen. Für die Butterbohnen gießt man nach dem Kochen nur das Kochwasser ab und gibt Butter über die Bohnen in den Topf. Die Butter zerschmilzt durch die Hitze von allein. Außerdem streut man über die zerlaufende Butter etwas Zwiebelsalz und vermischt das ganze, sobald die Butter flüssig geworden ist. Wer möchte, kann auch etwas Rauchsalz darüber streuen, das ersetzt den Speckgeschmack. Wer den Bohnengeschmack noch intensivieren möchte, der gibt beim Kochen Bohnenkraut dazu.

 

Sollte von diesen leckeren Butterbohnen noch etwas übrig bleiben, kann man sie genau wie Schnitzel mit Ei und Semmelbrösel panieren und in einer Pfanne knusprig braten. Oder man brät die Bohnen in einer Pfanne und gibt dann Eier dazu und lässt diese stocken. Dazu eine Scheibe knuspriges Brot und man hat eine schmackhafte fleischlose Mahlzeit.

Vorräte für den Winter

Sollten die Bohnen im Garten gut gedeihen, hat man oft so große Ernten, dass man nicht alles aufessen kann oder mag. Dann friert man Bohnen ganz einfach ein. Dort sind sie bis zu 12 Monaten haltbar und schmecken fast wie frisch vom Busch. Die Bohnen müssen vor dem Eintüten nur etwa für 2-3 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren und kurz abtropfen. Einkochen ist auch möglich, erfordert aber etwas mehr Aufwand. Auch hier müssen die Bohnen vorher blanchiert werden und nach dem Abschrecken zunächst abtropfen. Dann werden sie in Gläser verteilt und mit einem Salzwassersud übergossen. Die verschlossenen Gläser müssen dann bei 100 °C  zwei Stunden einkochen. Bei allen Haltbarkeitsmethoden können die Bohnen sowohl im Ganzen oder geschnippelt bzw. gebrochen verwendet werden.

Autor seit 6 Jahren
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