Rund um die Zubereitung von Filterkaffee kursieren seit Generationen Geschichten und Mythen, die sich noch immer hartnäckig halten. Gerade was die Dosierung des Pulvers angeht, die Temperatur des Wassers und die Auswahl und Lagerung des Kaffeepulvers - der Geschmack eines richtig guten Filterkaffees ist von vielen Faktoren der Kaffeezubereitung abhängig. Beherzigt man ein paar einfache Ratschläge für die Zubereitung von Filterkaffees, steht einem ungetrübten Kaffeevergnügen nichts mehr im Wege.

Tipp Nr. 1: Die Pulver-Menge

Zuviel Kaffeepulver sorgt für bitteren Kaffee? Bei vielen Kaffeeliebhabern ist dieses Gerücht noch immer aktuell. Doch das ist nicht richtig! Das Gegenteil ist der Fall: Zu wenig Kaffeepulver führt zwangsläufig zu einer dünnen Brühe, die bitter und ungenießbar schmeckt. Durch das Mischverhältnis verschluckt das Wasser die Inhaltsstoffe des Kaffees. Natürlich sollte man auch nicht zu viel Kaffeepulver nehmen, denn dann kann das Wasser die Inhaltsstoffe nicht richtig auflösen. Experten empfehlen ein Mischverhältnis von 12 Gramm je 220 Milliliter Wasser, was etwa einer Tasse frisch gebrühten Kaffees entspricht.

Tipp Nr. 2: Die Wassertemperatur

Anders als viele denken ist die richtige Wassertemperatur nicht erreicht, wenn das Wasser kocht. Denn die Wassertemperatur ist entscheidend für den Geschmack des Endproduktes. Bei zu kaltem Wasser werden dem Kaffee keine Aromastoffe entzogen, die Folge ist ein äußerst fade schmeckender Kaffee. Bei zu heißem Wasser gelangen zu viele Bitterstoffe in das Wasser hinein, weil die Bohnen zu gären beginnen. Dieser Prozess wird als Fermentation bezeichnet. Kaffeeexperten raten zu einer Temperatur von etwa 93-95 Grad Celsius.

Tipp Nr. 3: Die Lagerung

Das Kaffeepulver sollte auf jeden Fall frisch sein und nach etwa sieben Tagen verbraucht werden. Viele lagern den Kaffee im Kühlschrank, auch die Hersteller empfehlen dies häufig auf den Packungen. Doch ebenso wichtig ist es, das Kaffeepulver trocken und luftdicht zu lagern. Die Aufbewahrung in einer Vakuumverpackung (z. B. einer Vakuumdose) ist eine gute Lösung. Leider ändert auch diese Verpackung nichts daran, dass der Kaffee bei jedem Öffnen Luft atmen kann. Die besten Ergebnisse werden also immer noch mit frisch gemahlenem Kaffee erzeugt.

Tipp Nr. 4: Das Mahlen

Das richtige Mahlen des Kaffeepulvers ist von der Länge des Brühvorgangs abhängig. Je kürzer dieser Vorgang ist, desto feiner muss das Pulver gemahlen werden. Deshalb benötigt man für eine Espresso-Maschine beispielsweise extrem fein gemahlenes Pulver. Für die French Press, die sogenannte Pressstempelkanne, ist dagegen ein sehr grober Mahlgrad von Nöten. Der Mahlgrad des Pulvers für eine herkömmliche Papierfilter Kaffeemaschine liegt dagegen zwischen den beiden Erstgenannten, bei dem mittleren Mahlgrad.

Tipp Nr. 5: Die Kaffeesorte

Über jede Kaffeesorte existieren Stereotypen, die sie nur unzureichend beschreiben. Denn eine Kaffeesorte ist nicht nur vom Anbaugebiet, sondern auch vom Jahrgang abhängig. Schließlich haben die Umwelteinflüsse einen gehörigen Einfluss auf das Wachstum der Pflanzen. Über die richtige Sorte entscheidet also vor allem der individuelle Geschmack und der Geldbeutel.

 

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