Die optimale Absatzhöhe – eine Frage der individuellen Anatomie

Die individuelle Fußform spielt beim Ermitteln der optimalen Höhe eine wesentliche Rolle. Die britische Podologin und medizinische Fußpflegerin Emma Supple hatte bereits vor Jahren herausgefunden, dass flache Schuhe nicht unbedingt das Nonplus-Ultra der Fußgesundheit sind. Vielmehr würden moderate Absätze bei den meisten Frauen dazu beitragen, die natürliche Funktion des Fußes zu unterstützen. Um für sich die persönliche und damit gesundheitlich ideale Absatzhöhe herauszufinden, bedarf es lediglich eines Stuhles und ein paar Minuten Zeit.

Zu diesem Zweck setzt man sich barfuß auf den Stuhl und streckt ein Bein waagerecht nach vorne. Wichtig ist, dass der Fuß entspannt und locker gehalten wird. Für die perfekte Absatzhöhe ausschlaggebend ist die Differenz zwischen der Spitze des großen Zehs zur senkrecht gedachten Linie zum Ballen. Diese Differenz entspricht in Zentimetern der für die Fußgesundheit richtigen Absatzhöhe. Je weiter der Fuß nach vorne hängt, desto höher sollten die Absätze sein, um dem Fuß genügend Halt zu bieten. Grundsätzlich wichtig ist, dass die Absätze nicht wackeln, denn ansonsten besteht die Gefahr des Umknickens. Wer diese Erfahrung auf hohen Absätzen bereits gemacht hat, weiß, dass selbst der kleinste Fehltritt nachhaltig schmerzvoll sein kann. Generell lassen sich drei Typen unterscheiden:

  • Typ 1: Der nur leicht nach vorne gekippte Fuß liegt im Durchschnitt, wobei die persönliche Absatzhöhe zwischen ca. 3 und ca. 8 Zentimetern variiert. Frauen, die diesem Typ entsprechen, können ohne gesundheitliche Bedenken sowohl flache Ballerinas als auch sexy High Heels tragen – und das sogar übe einen längeren Zeitraum über mehrere Stunden hinweg.

 

  • Typ 2: Der stark nach vorne geneigte Fuß deutet auf ein sehr flexibles Fußgelenk hin, welches durch die extreme Bänderdehnung bedingt, wenig natürlichen Halt bietet. So widersprüchlich es klingt: Bei diesem Typ sind feste Schuhe mit Absätzen bis zu 11 Zentimetern zu empfehlen.

 

  • Typ 3: Der Fuß lässt sich schwer beugen und neigt nicht nach vorne. In diesem Fall ist die Schuh-Trägerin am besten mit einer sehr flachen Absatzhöhe von maximal 2,5 Zentimetern beraten.

Die korrekte Absatzhöhe messen – so geht's

Bild: Biking Nikon SFO, FlickrNachdem die individuelle und perfekte Absatzhöhe feststeht, bleibt die Frage: Wie wird die Höhe des Absatzes eigentlich korrekt gemessen? Auch dazu bedarf es nur weniger Utensilien. Voraussetzung ist zum einen ein ebener Untergrund. Das kann ein glatter Tisch oder ein Parkettboden sein. Zum anderen ist ein Lineal oder Zollstock mit einer Skala ab null Zentimetern zu empfehlen. Auf keinen Fall sollte das Lineal oder der Zollstock über Ränder verfügen, die rechts oder links der Skala hinausragen. Ansonsten würde das Messergebnis verfälscht.

Die entsprechenden Schuhe werden auf die ebene Fläche gestellt sowie Lineal oder Zollstock hinten an den Absatz gehalten. Wichtig ist die exakte senkrechte Position der Messlatte, denn selbst die leichteste Schräge könnte das Ergebnis ebenfalls ungünstig beeinflussen. Das Maß ist dann korrekt, wenn der Wert an der Stelle abgelesen wird, wo der Schuh, bzw. bei Sandalen die Decksohle, mit dem Absatz verbunden ist.

Ideal zum Üben: Keilabsatz-Schuhe mit unterschiedlichen Absatzhöhen

Übung macht den Meister. Das gilt auch für das Gehen auf hohen Absätzen. Wer wenig Erfahrung mit High Heels hat, ist mit schicken Keilabsatz-Schuhen und Wedges auf der richtigen Seite, denn der Keilabsatz trägt dazu bei, dass die Fußsohle über deren gesamte Fläche unterstützt wird. Schuhe mit modischen Keilabsätzen sind mit Absatzhöhen zwischen 4 und 13 Zentimetern erhältlich. Keilabsätze schonen dabei nicht nur Ballen und Gelenke, sondern sehen auch noch bestechend schick aus – so schlägt frau gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

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