Worauf kommt es bei einem Gasgrill an?

Generell gilt für einen Gasgrill natürlich das Gleiche wie beim Kauf eines jeden anderen technischen Gerätes. So sollte ein Gasgrill die "CE"-Kennzeichnung aufweisen, in diesem Fall mit der Nummer 0085 sowie eine Gebrauchsanweisung in deutscher Sprache bzw. in der eigenen Muttersprache sollte auch beiliegen. In den USA sind Gasgrills schon länger wesentlich mehr verbreitet als dies bei uns der Fall ist, da liegt die Versuchung nahe, sich auf dem amerikanischen Markt umzusehen und dort nach einem vermeintlich professionelleren Gasgrill zu suche.

 Hier gilt jedoch eines zu bedenken: Ein amerikanischer Gasgrill, der direkt importiert wird, ist in der Regel nicht mit deutschen Gasflaschen kompatibel. In diesem Fall müssten also ebenso amerikanische Gasflaschen verwendet werden oder aber spezielle Adapter besorgt werden.

Den Gasgrill richtig aufstellen und bedienen

Einige Regeln die es zu beachten gilt

Bedienungsanleitungen nerven, insbesondere wenn die erste Hälfte nur aus Koreanisch, Japanisch, Polnisch, Tschechisch und anderen Sprachen besteht, die man nicht beherrscht. Ebenso nervig sind Sicherheitshinweise, die in den letzten Jahren an Menge deutlich zugenommen haben, was sicherlich mit an der in den USA schon lange verbreiteten Idiotie liegt, gegen jeden und alles zu klagen, was sich allmählich auch hierzulande breit macht. Dennoch ist es bei einem Gasgrill durchaus wichtig, sich die Bedienungsanleitung herzunehmen und genau zu lesen, inklusive der Sicherheitswarnungen, da die Handhabung der Anschlüsse und Angaben zum Gas sowie der Aufstellung durchaus wichtig sind.

Für die Aufstellung des Gasgrills gilt generell, dass die Stelle gut belüftet ist, sprich auf alle Fälle im Freien. Auch wenn mit keinen großen Flamme zu rechnen ist, sollte ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien gehalten werden, da die Hitze nicht zu unterschätzen ist. Die Flüssiggasflasche, mit der der Gasgrill betrieben wird, darf nur stehend verwendet werden und sollte ebenfalls etwas abseits des Grills stehen. Allerdings sollte es auch hier nicht zuviel des Guten sein. Die Gasleitung, ein oranger Schlauch mit Kennzeichnung "DINDVGW" sollte nicht länger als 1,5 Meter sein. Für alle Gasneulinge: Die Verschraubungen haben ein Linksgewinde, also andersherum als beispielsweise die Sprudelflasche zu öffnen ist.

Welcher Gasgrill ist der Richtige?

Eine allgemeingültige Antwort, welcher Gasgrill der Richtige ist, kann es natürlich nicht geben, dennoch sollen hier einige wenige Grilltypen vorgestellt werden, anhand derer man leichter entscheiden kann, in welche Richtung die eigene Vorliebe geht.

Von der Optik her vergleichbar mit einem Holzkohle-Kugelgrill ist der Gas Kugelgrill von Outdoorchef. Der Gasgrill hat ein stabiles Fahrgestell mit einer Abstellfläche für die Gasflasche, wodurch er sicherlich zu den mobileren Gasgrills gehört, die auch mal schnell an eine andere Stelle hingebracht werden kann. Das Grillsystem ermöglicht es nicht nur den "Standard-Schweinehals" zu brutzeln, sondern nahezu alle Arten von Gerichten lassen sich mit ihm zubereiten. Großer Pluspunkt des Outdoorchef Gaskugelgrills ist der zugesicherte Schutz, dass kein tropfendes Fett entflammt werden kann, was für all jene ein Argument ist, die beim Essen auch auf die Gesundheit achten.

Der Weber Grill hat es in Deutschland schon fast zu Kultstatus gebracht und zahlreiche Billigimitationen werden zu vermeintlichen Schnäppchenpreisen in Baumärken angeboten. Doch mit dem Weber Q. scheint sich der Grillhersteller selbst Konkurrenz zu machen. Mit diesem Gasgrill schafft es Weber auch leidenschaftliche Holzkohle-Griller zum Gasgrill zu bekehren. Die Fläche zum Grillen ist ausreichend für den durchschnittlichen Bedarf, insgesamt ist das Tischgerät kompakt.

Wer es lieber eigenständig hat, kann ein passendes Untergestell für den Gasgrill dazukaufen. Anschließbar sind sowohl gewöhnliche Gasflaschen als auch kleinere von Weber, die jedoch im Verhältnis nicht so günstig sind. Geschmacklich macht das Grillgut keinen nennenswerten Unterschied zum Holzkohle-Kugelgrill von Weber und ist somit eine echte Alternative.

Wer kein Freund von Kugelgrills ist, und ein gehobenes Einsteigermodell sucht, für den könnte ein Gasgrill wie der Gasgrill Adelaïde die richtige Wahl sein..

Mit einer Grillfläche von 45*46 cm bietet er ausreichend Platz und seitlich angebrachte Abstellflächen aus Holz machen Beistelltische für die Zutaten unnötig. Eine 5 Kilo-Gasflasche passt bequem unter den Gasgrill und zwei Brenner lassen sich getrennt regeln, so dass unterschiedliche Gerichte gleichzeitig zubereitet werden können. Diese Art von Gasgrill lässt sich zwar noch einigermaßen bequem bewegen, doch gehören sie bereits eher zu den Geräten, die vorwiegend stationär betrieben werden

Sicherlich für das Würstchen mit der Familie zwischendurch nicht unbedingt geeignet ist ein Gasgrill wie etwa der Die Signet Serie von Broil King. Hier dürfen es dann schon gediegene Garten-Partys oder Einladungen im größeren Stil sein.

Mit einer ordentlichen Grillfläche und viel Power lassen sich auch Hähnchen oder Braten zubereiten. Der Unterwagen, der reichlich Stauraum für die Grillutensilien bietet, verleiht dem Gasgrill genügend Stabilität auch für den harten Einsatz. Obwohl preislich noch deutlich unter der 1000er Grenze, lässt sich dieser Gasgrill schon mit den großen Barbecue-Grills vergleichen. Und wer nicht gerade hunderte von Leuten "begrillen" muss, und dennoch Professionalität im Garten wünscht, für den ist diese Art Gasgrill sicherlich die richtige Wahl.

 

Zur Königsklasse der Gasgrills gehört ganz sicher das Weber Gasgrill Summit Grill Center. Hier vom Grillen zu reden, erscheint schon fast etwas fehl am Platze. Dieser Gasgrill ist schon eher eine "Outdoor-Küche" und eignet sich in erster Linie für den professionellen Einsatz und große Barbecue-Ereignisse. Reichlich Platz auf dem Gasgrill, in den Schränken und Arbeitsfläche die keine Wünsche offenlassen dürfte. Manch einer hätte vermutlich gerne soviel Platz in seiner normalen Küche.

Autor seit 5 Jahren
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