Wo Gefahr bei der Waldarbeit lauert

Menschen, die nur einmal im Jahr, meist an einsamen Plätzen im Wald Holz einschlagen, arbeiten meist mit ihnen nicht genügend bekannten Werkzeugen und Motorsägen. Diese Arbeit ist darum nicht ungefährlich.
Erfahrungsgemäß ist dabei die Schlimmste Unterlassungssünde, dass die Hobby-Waldarbeiter, oft vergessen sich an ihrem Standort abzumelden und ein Handy mit zuführen. Die Folge davon ist im Fall eines Unfalls oft der Tod. Eine zu lange Abwesenheit des Waldarbeiters wird vielfach zu spät bemerkt.
Da die Waldarbeit bei jeder Witterung, auch bei Kälte, Schnee, Regen, Wind, extreme Hitze unter Rutsch- und Sturzgefahr, im schwierigen Gelände bei Nässe und Glätte, stattfindet, kann immer mal "etwas passieren". Kann nicht sofort Hilfe herbei geholt werden, kann aus einer kleinen Verletzung schnell eine Notsituation werden.
Aus diesem Grund und weil nicht alle Geräte unter Extrembedingungen optimal funktionieren, sind Schutzvorkehrungen für Mensch und Maschine im Wald unabdingbar. Unterschätzt wird oft zusätzlich die Wucht der fallenden Bäume, die meist Strauchwerk schnellen und Steine hoch schleudern lässt.

Waldarbeit mit dem Kaltblut-Hengst Bubi

Die Auswahl von Maschinen und Werkzeugen

Für die Bestandspflege und den Holzeinschlag im Wald ist, gibt es eine Grundausstattung von gängigen Geräten. Zusätzlich wird ein ein umfangreiches Sortiment ganz spezieller Werkzeuge, die nur punktuell eingesetzt werden, benötigt. Das ungewohnte Hantieren mit Motorsägen, Beilen, Äxten, Astscheren, Astsägen, Keilen und Schäleisen, birgt Gefahren. Damit Werkzeug nicht zum Gefahrenherd wird, brauchen die Waldarbeiter qualitativ gute Gerätschaften für die Arbeit in der Forst-und Landschaftspflege. Zusätzlich wird eine gute Schulung benötigt. Das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF), bietet zum Beispiel Kurse und Veranstaltungen zum Werkzeuggebrauch an.

Unfallprävention bei der Forstarbeit

Jedes Jahr passieren beim Holzeinschlag, bundesweit, nach Auskunft des Ministeriums, jährlich zwischen 50 und 80 tödliche Unfälle bei der Waldarbeit. Ein hoher Anteil könnte, so bestätigen Forstbeamte und Rettungssanitäter verhindert werden, wenn die Hobby-Waldarbeiter vorsichtiger wären und Gelerntes anwenden würden. Das beklagen Forstbeamte und Rettungssanitäter, die vor Ort die Unfallopfer, oft unter Einsatz des eigenen Lebens, bergen. Damit möglichst wenig Unfälle passieren, müssen Waldarbeiter bei der gefahrenträchtigen Arbeit auf eine hohe Unfallprävention Wert legen. In Baden-Württemberg ist der Besuch von ausgezeichneten Aus- oder Fortbildungskursen eine Grundbedingung um im Wald Holz schlagen zu dürfen. Auch eine gründliche Maschineneinweisung ist erforderlich, um sich selbst und andere nicht fahrlässig zu gefährden. In diesen Kursen lernt der Interessierte außerdem, wie wichtig das Mitführen eines Handys ist und wie im Bedarfsfall Erst Hilfe geleistet werden kann. Das weltweit funktionierende Navigationssystem GPS (Globales Positioning System) kann besonders bei der Waldarbeit Leben retten, weil es den Rettern einen Zeitvorteil verschafft.

Oft wird vergessen, dass nicht alleine auf die Bedingungen im Umfeld zu achten ist, sondern auch auf eine ausreichende Arbeitsplanung und das Lernen, Gefahren richtig einzuschätzen.
Viele Unfälle geschehen, weil die eigene Leistung und das Arbeitspensum überschätzt wird oder schon die vorbereitenden Tätigkeiten hektisch und ungenau sind. Bei der Unfallverhütung spielt die Ergonomie der Werkzeuge und Maschinen ebenfalls eine Rolle, denn nur mit solchen, die "gut in der Hand liegen" ist ein optimales arbeiten möglich.

Welche Sicherheitsbekleidung ist im Wald erforderlich?

Es wird bei der Waldarbeit, auch bei sommerlichen Temperaturen, zunehmend Wert auf ausreichende Sicherheitsbekleidung, wie schnittfeste Arbeitsanzüge und Schuhe mit Stahlkappen, gelegt. Sollte die Säge einmal ausrutschen oder die Füße unter einen Baum geraten, verhindert die Sicherheitsbekleidung starke Verletzungen. Ein Helm als Kopfschutz und Ohrenschützer sind ein weiteres unentbehrliches Zubehör. Ein Experte rät: Arbeitskleidung muß locker und bequem sitzen,jedoch an Ärmeln und Beinenden eng anliegen.

Autor seit 4 Jahren
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