Welche Sägen kommen wo zum Einsatz?

Fachleute, wie Lothar Zier, (ganz unten auf der Seite der Ehrenmitglieder des Schwäbischen Heimatbundes), der die Säge im Königsegger Wald einführte, geben gerne ihr Erfahrungen weiter: 

  • Motorsägen werden, vereinfacht dargestellt, in Profi- und Hobbygeräte eingeteilt. Waldarbeiter nutzen meist Profisägen, weil deren Sägeblätter eine lange Nutzungsdauer, die bis zu 2.000 Betriebsstunden betragen kann, haben.
  • Reine Hobbysägen werden von Garten und Grundstückbesitzern zu gelegentlichen Arbeiten mit Holz herangezogen. Ihre Sägeblätter halten optimalerweise bis zu 300 Betriebsstunden. Sie haben eine guter Qualität und dürfen keinesfalls mit Billigsägen verglichen werden. Diese haben meist nur eine ungenügende Leistung. Wie Unfallstatistiken belegen, können sie manchmal sogar gefährlich sein.
  • Zwischen den beiden unterschiedlichen Sägebereichen liegen die "Farmersäge" oder die "Top Handle Säge". Diese werden oft von Landwirten und in Baumschulen genutzt.
  • Im Handel sind auch Elektrosägen. Diese können mit dem gängigen Haushaltsstrom oder mit einem Akku betriebene werden. Sie kommen überwiegend im Hobbybereich zum Einsatz.
    Die Semi-Profisägen sind von Profis und Laien beliebt, weil sie eine hohe Leistung haben und trotzdem leicht zu handhaben sind. 

Hier die Laudatio zur Verleihung der Felix-von-Hornstein-Medaille; an Herrn Lothar Zier, Königseggwald

Worauf beim Kauf einer Motorsäge zu achten ist?

Wer beabsichtigt, eine neue Motorsäge anzuschaffen, informiert sich meist vor dem Kauf über die am Markt gängigsten Modelle. Diese werden meist von den Kunden bevorzugt, weil ihre Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

  • Motorsägen werden aktuell mit einem leistungsfähigen Zweitaktmotor, der meist einen geringem Abgas-Ausstoß hat, angeboten.
  • Es gibt auch tragbare Geräte die einen Viertaktmotoren haben. Diese gewähren zwar, durch Katalysatoren, einen umfassenden Umweltschutz, bringen vielfach nicht genug Leistung.
  • Besonderer Wert wird von den Anbietern und Nutzern auf Sägen die nur geringfügig vibrieren gelegt.
  • Wenn sie zusätzlich über ein Leichtstartsystemen verfügen und ein werkzeuglos einstellbares Kettenspannsystem haben, werden sie besonders gerne gekauft.
  • Ganz begeistert sind Handwerker und Arbeiter dann, wenn der Motor so konstruiert wurde, dass er auch beim Kaltstart nicht "ab saufen" kann.
    Um beim Gebrauch keine zusätzlichen unliebsame Überraschung zu erleben, muss beim Kauf darauf geachtet werden, dass die Säge alle Sicherheitsvorrichtungen hat.
  • Besonderer Wert legen viele Käufer auf die Einhaltung der Abgas- und Schallschutzbestimmungen.
  • Motorsägen, die bezüglich Lärmpegel und Abgaswerten von Verbraucherschutzorganisationen besonders gut beurteilt werden, sind besonders beliebt.
  • Wichtig ist es Originalketten zu verwenden und die Wahl, wenn der Kauf anderer Ketten erwogen wird, mit einem Fachmann durch zu sprechen.

Ein erfahrener Nutzer weist auf die Qualität von Stihl und Mac Motorsägen hin. Er preist die Güte des Akkus der Stihl-Motorsägen. Sie ist für das Handwerk gut zu gebrauchen, der Akku hält sehr lange. Für besonders erwähnenswert hält er es, dass alle Ersatzteile dieser Geräte weltweit erhältlich sind.

Die Sicherheitsvorrichtungen von Motorsägen und ihre Wirkungsweise

Die Sicherheitsvorrichtungen an der Motorsäge bestehen aus der Kettenbremse, dem Kettenfangbolzen/Kettenfang, der Gashebelsperre und dem hinteren Kettenschutz.

  • Die Kettenbremse muss so angelegt sein, dass sie, im Notfall,durch den vorderen Handschutz bedient werden kann. Wenn sie bedient wird, muss die Kette sofort stoppen.

    Die Gashebelsperre verhindert, dass der Nutzer unkontrolliert und ungewollt Gas gibt. Das kann leicht passieren wenn sich Strauchwerk in der Säge verfängt.
  • Ist die Gashebelsperre optimal,kann der Gashebel nur bei gleichzeitig gedrückter Gashebelsperre betätigt werden.
  • Der hintere Handschutz ist wichtig, wenn die Kette abspringt oder ein Ast hochschnellt.Dann schützt er die Hand.
  • Eine ähnliche Funktion hat der vordere Kettenschutz. Er schützt Finger und Hand vor hoch- oder zurückschlagendem Holz.
  • Der Kettenfangbolzen bewährt sich, wenn die Kette der Motorsäge vom Schwert springt. Er fängt diese auf, und/oder verhindert ein Ausschlagen der Kette in Richtung des Nutzers.

Gefahr minderndes Zubehör für Motorsägen

Motorsägen mit Benzinmotoren werden, der Umwelt zuliebe mit schwefel- und benzolfreien Kraftstoff, die einen mit reduziertem Kohlenwasserstoff Anteil haben, betrieben. Es empfiehlt sich für das Einfüllen einen Spezial-Einfüllstutzen mit einem Tropfschutz zu verwenden. Besonders beim schneiden von kleinen Scheiten als Kaminholz zum Beispiel, haben sich standsichere Sägeböcke bewährt. Einige Firmen bieten zusätzliche, an den Bock einhängbare Konstruktionen an, die ebenfalls vor Unfällen schützen. Eine Rückschlagsicherungen und spezielle Schneidevorrichtungen vermeiden weitere Unfälle.

Die Pflege von Motorsägen

Alle Werkzeuge brauchen, um stetig einsatzbereit zu sein und lange zu halten, Pflege.

Bei Motorsägen werden, so die Erfahrungswerte, besonders die Ketten beansprucht. Diese müssen regelmäßig geschmiert, gespannt und geschärft werden. Um ein verharzen der Kette zu vermeiden, sollte ein hochwertiges, biologisch abbaubares Öl verwendet werden. Um die Qualität des Öls zu gewährleisten, sollte der Öltank am Gerät, wenn es für eine lange Zeit nicht gebraucht wird, entleert werden.

Zur Gerätepflege gehört es, vor dem Gebrauch der Säge zu überprüfen, ob die Säge genug Öl hat. Zur Überprüfung schaltet man das Gerät ein und hält es, zum Beispiel,im vollen Lauf, über ein am Boden liegendes Stück Pappe. Fliegt bei der Rotation etwas Öl heraus, ist die Säge funktionstüchtig.

Da die Kette beim Gebrauch oft stark heiß und danach wieder kalt wird, lockert sich die Kette oft. Der erfahrene Sägenutzer überprüft deshalb vor dem Start auch die Kettenspannung und die Schärfe der Kette. Meist genügt dazu ein Blick.

Eine gut geschärfte Kette wird daran erkannt, dass die Säge bei der Nutzung viele Sägespäne erzeugt.

Es haben sich Geräte bewährt, deren Ketten sich unkompliziert und schnell, werkzeuglos, nachspannen lässt.

Werkzeuge die von Profis genutzt werden und jederzeit einsatzbereit sein müssen, benötigen eine regelmäßige Inspektion in eine Fachwerkstatt. Nur dort stehen teure Spezialwerkzeuge zur Verfügung, die sich für den Privatanwender nicht lohnen anzuschaffen. Dort können Experten schnell eine Diagnose treffen und das Gerät erfolgreich, kostengünstig und schnell warten.

Autor seit 4 Jahren
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