Survival International schreibt regelmäßig Berichte dazu.

ZITAT: Durch den Verlust ihres gesamten Landes in den letzten 100 Jahren stieg die Selbstmordrate unter den Guarani drastisch an und stellt nun eine der höchsten in Südamerika dar. Die Probleme und Verzweiflung sind im Bundesstaat Mato Grosso do Sul besonders akut. Hier bewohnten die Guarani einst Wälder und Wiesen von der Größe Deutschlands. Heute leben sie eingepfercht in kleinen Schutzgebieten, umgeben von Viehweiden, Soja- und Zuckerrohrplantagen. Manche besitzen überhaupt kein Land und leben unter Planen am Straßenrand. Der Mord an dem Guarani-Anführer Marcos Veron im Jahr 2003 war ein tragisches, doch gleichzeitig typisches Beispiel für die Gewalt, der sein Volk ausgesetzt ist. Marcos Veron, ungefähr 70 Jahre alt, war Anführer der Guarani-Kaiowá Gemeinde von Takuára. 50 Jahre lang hatte sein Volk versucht ein kleines Stück seines angestammten Landes zurückzugewinnen, nachdem ein reicher Brasilianer es in Viehweiden umgewandelt hatte. Der größte Teil des Waldes, der einst das Land bedeckte, wurde abgeholzt. Im April 1997, verzweifelt nach jahrelangen erfolglosen Verhandlungen mit der Regierung, führte Veron seine Gemeinde zurück auf die Farm. Sie begannen ihre Häuser wieder aufzubauen und konnten wieder Getreide und Früchte anbauen.Doch die Farmer, die das Gebiet besetzt hatten, zogen vor Gericht. Ein Richter ordnete an, dass die Indianer das Land wieder verlassen müssten. Im Oktober 2001 zwangen mehr als 100 bewaffnete Polizisten und Soldaten mit brutalster Gewalt die Indigenen ihr Land zu verlassen. Sie leben nun neben der Autobahn unter Plastikfolien.

 

 

Systematische Folter und Vertreibung sind an der Tagesordnung.

Großgrundbesitzer, und das sind in Brasilien Patrons mit bis zu 10.000 Hektar Land, gehen mittels grausamer Banden gegen die Indianer vor. So wurde z. B. Nísio Gomes, der Anführer der indigenen Gruppe der Guarani in Brasilien, beseitigt. Im November 2011 wurde er vor den Augen seiner Familie erschossen. Er leitete den Protest gegen die illegale Ausweitung von Viehherden und Zuckerrohr-Plantagen auf das Land der Guarani. Dabei wurden auch zwei Kinder als Geiseln entführt. Das Vorgehen der Agro-Industrie ist beispiellos an Brutalität. Da werden Hütten niedergebrannt, Sprengstoff in Häuser geworfen, Indigene mir dem Haumesser zerstückelt. Die Handlanger, mittellose Landarbeiter, gehören zu dem primitivstem Abschaum unsere Spezies. Ihre Alkohol, Drogen oder Klebstoff geschädigten Gehirne kennen keinerlei menschliches Mitgefühl. Den Indianern wurden mit Pestiziden verseuchte Nahrungsmittel gebracht, nach ihrem Tod das Land beschlagnahmt. Unter dem Deckmantel ärztlicher Fürsorge wurden Pocken-Viren gespritzt. Es gibt Wettkämpfe, zwei Indianerköpfe mit einem Schlag des Haumessers abzutrennen. Alltägliche Vergewaltigung ist da schon fast als harmlos zu bezeichnen. Bei der Recherche zu meinem neuen Buch wurde mir regelrecht schlecht bei diesem Vorgehen bar jeglicher Empathie! Und es kam immer mehr zum Vorschein.

Survival International - Guarani, vergessen-vertrieben-versklavt!

Nach weltweiten Protesten zog Shell sich aus umstrittenen Ethanol-Geschäften zurück.

ZITAT Wikipedia: "Brasília/Den Haag. Ein von Shell gegründetes Biotreibstoff-Unternehmen hat sich nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Survival International (SI) von einem Geschäft in Brasilien zurückgezogen. Das Unternehmen Raizen habe Zuckerrohr von Land erworben, das einem indigenen Volk gehöre, schreibt SI in einer Presseerklärung. Die Entscheidung sei auf eine "lautstarke Kampagne der betroffenen indigenen Gemeinde" gefolgt, die SI unterstützt habe.
Das Unternehmen Raizen war 2010 als Joint Venture zwischen Shell und dem brasilianischen Ethanol-Konzern Cosan gegründet worden, um Biotreibstoff aus Zuckerrohr herzustellen." Der Ölkonzern wollte mit "grünem" Biokraftstoff sein Image aufpolieren. Und reagierte nur zögerlich auf weltweite Proteste, unter anderem von "Rettet den Regenwald". Brasilien ist der größte Anbauer von Zuckerrohr für die Ethanol-Gewinnung. Selbiges wird auch in großen Mengen in die EU exportiert. Um den Bedarf zu decken, wird halt für unser Weltklima extrem wichtiger Urwald gerodet und lästige Indianer beseitigt. Für unser Wohlfühl-Erlebnis sterben Eingeborene. Täglich werden weltweit rund 356 Millionen Quadratmeter Wald abgeholzt oder abgebrannt – der größte Teil davon in den Tropen. Das ist eine Fläche so groß ist Griechenland.

Mein neues eBook demnächst bei Amazon - ein realer Mord und die Entführung zweier indigener Kinder sind der wahre Kern.

Mord, Vertreibung und brutale Versklavung sind für die Guarani alltägliche Realität.

Erhältlich bei Amazon, noch zum Einführungspreis nun endlich erschienen
Todeskampf im tropischen Regenwald

Futter-Soja für die deutsche Fleischindustrie zerstört Regenwald.

In Brasilien haben die sehr mächtigen Großgrundbesitzer seit Jahrhunderten das Sagen. Aber es gibt auch viele Investoren, die ihr Geld in diesem "BRIC" Staat vermehren wollen. Die Vorgehensweise ist immer die gleiche. Erst wird teures Tropenholz geschlagen, die wertlosen Bäume abgebrannt. Die Viehzüchter, die von den Ethanol-Plantagen verdrängt wurden, ziehen mit ihren speziell angeschafften Wasserbüffeln also weiter. Ist das Land völlig kahl gefressen, dann wird Soja angepflanzt. Dieses eiweißreiche Futtersoja geht hauptsächlich nach Deutschland und Frankreich. Dort wird es als Billig-Futter für die quälerische Massentierhaltung benötigt, da wir selber nicht genug Weidefläche haben, um immer günstigeres Fleisch zu produzieren. Unser Konsum-Verhalten ist also Teil des ganzen Übels! Billiges, ungesundes Fleisch aus tierquälerischer Haltung trägt also auch noch zu einem Holocaust bei. Eine verfehlte Landwirtschaftspolitik unserer unfähigen Regierung kommt noch erschwerend hinzu. Anstatt familiäre Kleinbetriebe zu fördern und den ländlichen Raum damit lebenswert zu erhalten, setzen die auf Gewinn und Dividende. Um es auf den Punkt zu bringen, unsere Politiker stecken im Arsch des Großkapitals.

Die FUNAI, eine Indianerbehörde soll abgeschafft werden.

Für die Angelegenheiten der Indianer war bis dato eine Behörde namens FUNAI zuständig. Diese wies indigene Schutzgebiete aus. Sehr zum Leidwesen der armen Großgrundbesitzer und der Milliarden schweren multinationalen Groß-Konzerne. Also wird aktuell versucht, die FUNAI aufzulösen, und die Entscheidungsgewalt über das Land dem Kongress zu unterstellen. Ratet mal, wer dort das Sagen hat? Nein es sind nicht die Guarani. Es ist auch nicht "Rettet den Regenwald" oder "Survival International". Es sind die Lobbyisten der Agro-Industrie. Und ratet mal, wie lange die letzten Indigene noch überleben, wenn das gelingt. Eine korrupte Politik, ein unersättlicher Welthunger nach Rohstoffen, eine profitgierige Finanz-Clique und der doofe Otto-Normalbürger, der von der "Glotze" sein Konsumverhalten diktiert bekommt, sind schuld am Untergang eines friedlichen Volkes. Für die Guarani ist das Land ihre Seele. Profit interessiert sie nicht. Sie werden regelrecht abgeschlachtet für unseren steigenden, gelenkten Bedarf.

Wer etwas für dieses Volk tun will, kann sich auf der HP von Survival International schlaumachen. Diese versuchen durch Öffentlichkeitsarbeit und Proteste ein Umdenken herbeizuführen. Ein Umdenken, das auch für uns überlebenswichtig ist! Mit den südamerikanischen Indianern verschwindet der Regenwald! Und ohne diese grüne Lunge ist unser eigenes Überleben nur noch eine frage der Zeit!

Ich habe fertig, aber nur für Heute! Der Kampf hat eben erst begonnen.

Autor seit 6 Jahren
303 Seiten
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