Schuppen in den Haaren

Die Hautzellen der Kopfhaut erneuern sich ständig, verhornen und werden schließlich an der Hautoberfläche als tote Hornschüppchen abgestoßen. Dieser ständige Wachstumsvorgang wird Abschilferung genannt und kommt ganz natürlich bei jedem Menschen vor. Normalerweise sind die Schuppen sehr klein und die Abschilferung geht so langsam vor sich, dass der Prozess weitgehend unbemerkt bleibt. Von Schuppenbildung wird gesprochen, wenn die Abschilferung schneller vorangeht und große Mengen von Hautzellen deutlich sichtbar von der Hautoberfläche abgestoßen werden. Man sieht es auf Nacken und Kragen. Übermäßige Schuppenbildung ist ein häufiges Kopfhautproblem und betrifft etwa 40 Prozent der Bevölkerung.

Wie kommt es zu empfindlicher Kopfhaut?

Empfindliche Kopfhaut ist ein gereizter Hautzustand und kein bestimmter Hauttyp wie fettig oder trocken. Sie kann bei jedem Kopfhauttyp auftreten, häufig ist sie allerdings bei einer fettarmen, trockenen Kopfhaut. Zudem kann sie das Symptom einer Hauterkrankung sein wie beispielsweise bei Neurodermitis. Rötungen, Brennen, Juckreiz und auch Schuppung sind charakteristische Merkmale. Eine sensible Kopfhaut besitzt eine niedrige Toleranzschwelle gegenüber äußeren Einflüssen. Sie reagiert schneller und heftiger auf Irritationen und Umweltreize.

Wie entsteht fettige Kopfhaut?

Jedes einzelne Haar besitzt in der Kopfhaut eine Talgdrüse. Diese produziert – hormonell gesteuert – Fett (Talg). Der Talg aus der Talgdrüse hält die Kopfhaut geschmeidig und schützt sie vor Austrocknung. Auch wird vom Haarschaft das natürliche Fett aufgenommen und bleibt in der Regel unsichtbar. Bei gereizter Kopfhaut oder individuell bedingt erhöhter Talgdrüsenaktivität wird mehr Fett produziert als eigentlich nötig. Dann kann der Haarschaft die Talgmenge nicht mehr aufnehmen und das Haar wird strähnig und glänzt fettig. Zudem bietet überschüssiges Fett günstige Lebensbedingungen für Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze auf der Kopfhaut. Bakterien leben von dem Talg und scheiden Abfallprodukte aus, die zu Juckreiz führen. Der Juckreiz aktiviert die Talgdrüsen, so dass noch mehr Fett auf die Kopfhaut gelangt. Wird das Haar gewaschen, um das Fett zu entfernen, trocknet die Kopfhaut aus und die Talgdrüsen werden wieder angeregt Fett, auszuscheiden. Ein Teufelskreis.

Haarpflege mit milden Produkten

Mit den richtigen Produkten ist eine sinnvolle, weil regulierende und langfristig effektive Haarpflege möglich. Manche Kosmetika schaden mehr als sie nützen. Ein Tonikum ist ein Kräftigungs- und Stärkungsmittel, welches nicht an den Symptomen ansetzt, sondern natürliche Vorgänge und Prozesse unterstützt. Tonika für die Kopfhaut können von lästigen Schuppen befreien, Kopfhautjucken lindern, Reizungen beruhigen und dadurch Haarausfall vorbeugen. Die tägliche Kopfmassage mit einem Tonikum unterstützt die natürliche Funktion der Kopfhaut, fördert die Durchblutung, unterstützt die Abwehrfunktionen der Haut, beugt Entzündungen vor. Ein solches Tonikum sollte biologisch aktive Wirkstoffe enthalten. Viele davon kommen auch in der Natur vor.

Haarwasser mit milden und wirksamen Inhaltsstoffen

Aus Rinden von Weiden (Salix) stammen Salicylate, die den Talgabfluss fördern. Menthole aus Minzen (Mentha) wirken kühlend und fördert die Durchblutung. Thymole, beispielsweise aus Kräutern wie Thymian (Thymus) oder Oregano (Origanum) sind fungizid, das heißt Wachstum von Pilzen wird gehemmt oder unterbunden. Das chemische Element Zink unterstützt Stoffwechselvorgänge in den Zellen der Kopfhaut, ebenso wie Extrakte aus dem Ginkgo. Extrakte aus dem Hopfen (Humulus) wirken beruhigend. Vitamin E (Tocopherole) kann vom menschlichen Körper nicht selbst hergestellt werden, weshalb es als essenziell bezeichnet wird; das gilt für den ganzen Menschen und natürlich auch für die Kopfhaut. Vitamin A ist nicht nur für das Sehen wichtig, sondern auch für das Zellwachstum generell und ganz besonders das der Hautzellen. Das richtige Tonikum, beziehungsweise die richtige Mischung an Wirkstoffen ist am Besten durch eine Fachberatung beim Arzt, Heilpraktiker oder Frisör zu erfahren.

Haare altern und werden weiß

Mit zunehmendem Alter wird das Haar in seiner Versorgung beeinträchtigt. Die Haarstruktur verändert sich und das Haar wird dünner und brüchiger. Ein weiteres deutliches Signal für die Versorgungsschwäche des Haares ist der Verlust der natürlichen Pigmentierung. Es entsteht weißes Haar oft mit einem gelblichen Schimmer. Dagegen ist tatsächlich noch kein Kraut gewachsen. Außer man färbt die Haare künstlich.

Bitte beachten Sie, dass ein Internet-Artikel wie dieser generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.

Autor seit 3 Jahren
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