Wasser und Milch

Wasser ist für Babys und Kleinkinder ein idealer Durstlöscher. Optimal ist herkömmliches Leitungswasser, dieses läßt man einfach solange aus dem Hahn laufen, bis es frisch und bekömmlich ist. Handelt es sich allerdings um Leitungen im Altbau, zum Beispiel um Bleirohre, darf dieses Wasser auch im abgekochten Zustand nicht getrunken werden. Auch Leitungswasser aus neu verlegten Kupferrohren birgt einige Risiken und ist für den Verzehr nicht geeignet. Alternativ kann in solchen Fällen stilles und natriumarmes Mineralwasser verwendet werden.

Milch benötigen Babys und Kleinkinder vom ersten Tag an. Nach dem Stillen bzw. Gabe von Ersatzprodukten sollten Milch und Milchprodukte weiterhin zum Tagespensum gehören. Die Größenordnung liegt hier bei rund 300 Millilitern pro Tag im ersten Lebensjahr. Milch ist eine wertvolle Nährstoffquelle und weniger ein Durstlöscher. Sie liefert wertvolles Eiweiß, das besonders in ersten Lebensjahren eine wichtige Funktion im Körper hat. Milch liefert im weiteren wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Hierbei spielt das Calcium für den Knochenaufbau eine wichtige Rolle. Milch kann in fast allen Varianten getrunken werden. Bei Roh- und Vorzugsmilch ist auf Grund einer möglichen Keimbelastung Vorsicht angebracht. Bei einem möglichen Allergierisiko stehen  laktosefreie Produkte zur Verfügung. 

Tee und Fruchtsäfte

Früchte- und Kräutertees gelten bei Kleinkindern als ideale Durstlöscher. Sie sollten allerdings ungesüßt sein, da Kinder zu dem ein anderen Geschmack als Erwachsene haben, sollte der Tee nur dünn aufgebrüht werden. Spezieller Kindertee stammt manchmal aus ökologischem Landbau und unterliegt der Diät-Verordnung, sodass Rückstände von Pflanzenschutzmitteln hier ausgeschlossen werden können. Bei einigen Erkrankungen können Heiltees eingesetzt werden. So helfen Linden- und Holunderblütentee bei Erkältungen, Fencheltee wirkt bei Blähungen und Bauchschmerzen. Melissentee fördert den Schlaf, Salbeitee lindert Halsschmerzen.

Fruchtsäfte sind gesund, enthalten allerdings Kalorien und Zucker. Optimal für Kleinkinder sind Fruchtsaftschorlen, hierbei werden ein Teil Saft auf drei Teile Wasser verdünnt.  Einige Babys und Kleinkinder reagieren auf die in den Säften enthaltenen Fruchtsäuren mit Rötungen und sonstigen Hautveränderungen. Fruchtsäfte sollten daher erst später und mit Vorsicht angeboten werden, säurereiche Varianten wie Orange und Hagebutte sind zu vermeiden.

noch einige Tipps

Flüssigkeitsmangel

Nimmt ein Baby oder Kleinkind zu wenig Flüssigkeit auf, kommt es zu einer geringen Urinmenge. Der Harn ist oftmals dunkel gefärbt und hat einen intensiven Geruch. Eine Verstopfung und Bauchschmerzen können ebenfalls Signale sein. Schreitet ein Flüssigkeitsdefizit weiter fort, kommt es zum Einsinken der Fontanelle, außerdem wirken die Augen eingefallen. Auch kann ein aphatisches Verhalten und "trockenes" Weinen für eine zu geringe Trinkmenge sprechen.

größere Trinkmenge ab zwei Jahren

Sobald das Kind an normalen Mahlzeiten teilnehmen kann, muß die Flüssigkeitsmenge gesteigert werden. Das Kleinkind benötigt etwa 600 bis 800 Milliliter pro Tag, das entspricht etwa sechs bis sieben kleine Gläser. Bei bestimmten Erkrankungen wie Erbrechen, Durchfall und Fieber ist der Flüssigkeitsbedarf erhöht. Hier ist unbedingt ein Arzt oder Heilpraktiker zu konsultieren.

Ashlie, am 28.07.2012
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