Sehenswürdigkeiten

Die Stadtkirche wurde von 1910 bis 1911 nach Plänen des Leipziger Architekten Julius Zeißig in Formen des Jugendstils erbaut. Die Saalkirche hat einen rechteckigen Grundriss mit einer Vorhalle unter dem Kirchturm und einer Taufkapelle sowie Sakristei hinter Altar und der Kanzel. Das
Kirchenschiff steht auf einem Sockelgeschoss. In dem ist die Winterkirche untergebracht. Die Fassade besteht aus bossiertem Natursteinquader. Gebäudekanten, Fenster und Türen werden durch helle
Werksteineinfassungen betont. Der 38 Meter hohe Kirchturm trägt einebeschieferte welsche Haube mit einer Laterne und Wetterfahne. Das Kirchenschiff hat eine Kassettendecke und umlaufende Empore mit Orgel auf der Nordostseite. Die sehenswerten Farbglasfenster entwarf der Dresdner Karl Schulz.
Das Museum für Glaskunst Lauscha vermittelt Wissenswertes über die Geschichte des Thüringer Glases vom 16. Jahrhundert bis heute. Seine Sammlung umfasst künstlerisch gestaltete Gläser und prächtigen Christbaumschmuck sowie weitere Glasprodukte wie künstliche Augen und
Spielsachen. Ein historischer Arbeitsplatz lässt die Mühe bei der Fertigung dieser gläsernen
Kostbarkeiten in der Vergangenheit ahnen. Auch die Herstellung von Glasperlen wird eindrucksvoll dargestellt. Zudem stellen Lauschaer Glaskünstler und Kunsthandwerker ihre aktuellen Werke vor.

Stadtkirche (Bild: haros)

Erholung und Sport

Doch nicht nur des Glases wegen ist Lauscha eine Reise wert. Die herrliche Natur und vielfältige Freizeitmöglichkeiten laden zu einem Urlaub in Lauscha ein. Weite Wälder laden zu Wanderungen. Der direkt am Rennsteig gelegene Ortsteil Ernstthal ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen auf diesemHöhenwanderweg des Thüringer Waldes.
Beliebt ist die Sommerrodelbahn am Pappenheimer Berg in Ernstthal am Rennweg. Mit einer Länge von 1300 Metern gehört sie zu den längsten Anlagen ihrer Art im Thüringer Wald.
Das Lauschaer Erlebnisfreibad im Steinachgrund lädt zu Spiel, Spaß und Entspannung ein. Das Bad verfügt über eine 65 Meter lange Rutsche, ein Erlebnisbecken und ein Schwimmbecken.
Lauscha ist auch ein Wintersportort. Jährlich finden auf der Marktiegelschanze internationale Wettkämpfe im Skispringen im Rahmen des Continental-Cup statt. Die Sommerrodelbahn verwandelt sich im Winter zu einem Skilift. Vier Pisten, die teilweise auch über Flutlichtanlagen verfügen, laden zum alpinen
Wintersport ein. Daneben wird ein rund 60 Kilometer umfassendes Skiwanderwegenetz gepflegt. Die Loipen rund um Lauscha und Ernstthal sind an die Fernrouten "Coburger Skiweg", "Nürnberger Skiweg", "Sonneberger Skiweg" und "Rennsteigskiweg" angebunden. Nicht weit ist es zur Skiarena
Silbersattel in Steinach.

Geschichte

1597 wurde Lauscha durch den Bau der ersten Glashütte im Thüringer Wald gegründet. Die Glasmacher Hans Greiner und Christoph Müller erhielten 1597 vom Herzog Johann Casimir zu Sachsen-Coburg die Erlaubnis zur Errichtung dieser Glashütte. 1707 entstand auch Ernstthal durch den Bau einer Glashütte. 1835 entwickelte Ludwig Müller-Uri das künstliche Menschenauge aus Glas in seiner modernen Form. 1853 wurde die heutige Farbglashütte gegründet. 1867 entstand eine Gasanstalt in Lauscha. Sie war die Grundlage für die Entwicklung der Lauschaer Heimindustrie. Denn mit Hilfe der Gasflamme war nun das Glas vielfältiger und dünnwandiger herstellbar. Besonderen Stellenwert hat in Lauscha der gläserne Christbaumschmuck.1847 wurden durch einen Lauschaer Glasbläser die ersten Früchte und
Nüsse aus Glas geschaffen. Daraus entwickelten sich die beliebten Christbaumkugeln.

Mehr über die Stadt

1. Stadt Lauscha
2. Farbglashütte Lauscha

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195 Seiten
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