Warum eigentlich eine Haartransplantation

Zunächst einmal: Haarausfall ist eigentlich ein völlig normaler biologischer Vorgang. Die Kopfhaut entsorgt auf dieses Weise alte abgestorbene Haare und schafft so Platz für neues Haar. In der Regel verliert jeder Mensch etwa 100 Haare am Tag. Man muss also nicht gleich in Panik verfallen, wenn morgens ein paar Haarsträhnen im Waschbecken liegen.

Kritisch wird es allerdings dann, wenn die ausgefallenen Haare auf einmal nicht mehr nachwachsen und sich die berühmten Geheimratsecken bilden (bei Männern), beziehungsweise der Scheitel immer breiter wird (bei Frauen - meist in den Wechseljahren).

Das sind alles Anzeichen für die androgenetische Alopezie, also den erblich bedingten Haarausfall.

Beim erblichen bedingten Haarausfall reagieren die Haarwurzeln empfindlich auf DHT (Dihydrotestosteron), einem Abbauprodukt des männlichen Hormons Testosteron. Aufgrund dieser Überempfindlichkeit fangen die Haarwurzeln an zu schrumpfen, bis sie irgendwann komplett absterben.

Natürlich gibt es sowohl Frauen als auch Männer, die ganz mutig zu Schere und Rasierer greifen um anschließend ihre Glatze mit Stolz zu tragen.

Viele leiden jedoch extrem unter dem Verlust ihrer Haare. Was auch daran liegen kann, dass volles Haar selbst in der heutigen aufgeklärten Zeit immer noch für Jugendlichkeit, Attraktivität und ja – auch Fruchtbarkeit steht.

 Das einzige Mittel, das nachhaltig und dauerhaft gegen erblich bedingten Haarausfall hilft, ist eine Haartransplantation. Diese muss heutzutage auch kein mittleres Vermögen mehr kosten, wenn man den Eingriff beispielsweise in der Türkei vornehmen lässt

Haarverpflanzung Kosten – Deutschland vs. Türkei

Bevor Sie über eine Haartransplantation nachdenken. sollten Sie erst den Arzt Ihres Vertrauens konsultieren, um die Ursachen Ihres Haarverlusts genau abzuklären.

 Haartransplantationen sind in Deutschland (meist) extrem teuer. Das liegt teilweise an den höheren Personalkosten und den höheren Mieten, die in Deutschland nun einmal gang und gäbe sind. Zum anderen sind Schönheitsoperationen, wozu auch Haartransplantationen zählen, immer noch ein "Privatvergnügen". Nur in den seltensten Fällen wird ein Eingriff dieser Art von einer gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Ist der Haarausfall zudem schon recht weit fortgeschritten, kann es durchaus sein, dass der Eingriff extrem teuer wird.

 Eine preisgünstigere Alternative ist, einen Eingriff in Türkei vornehmen zu lassen. Dabei müssen Sie bei den Stichwörtern "Türkei", "Operation" und "Haartransplantation" auch keinerlei Bedenken haben. Der Eingriff wird definitiv nicht in einer Hinterhofklinik vorgenommen und Ihnen fehlt nach der Operation auch keine Niere oder ein anderes lebenswichtiges Organ.

 Warum Haarverpflanzungen in der Türkei soviel günstiger sind, lässt sich eigentlich ganz einfach erklären: Zum einen ist der sogenannte Gesundheitstourismus ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor im Land am Bosporus. Eine Klinik, beziehungsweise ein Arzt kann es sich also gar nicht leisten, schlechte Arbeit abzuliefern. So etwas würde sich sehr schnell herumsprechen – mit den entsprechenden Folgen. Zudem belebt Wettbewerb ja bekanntlich das Geschäft.

Zum anderen sind die Lebenshaltungskosten in der Türkei deutlich niedriger als bei uns. Ergo sind auch die Personalkosten geringer.

Last but not Least müssen Sie auch keine Besorgnis haben wegen den hygienischen Standards. Die Kliniken, in denen solche Eingriffe vorgenommen werden, gleichen oft eher Luxushotels als einer normalen Klinik. Gearbeitet wird stets mit den neuesten Techniken.

Die Türkei ist schließlich auch bekannt für ihre Gastfreundschaft. Das hört bei einer Schönheitsklinik auch nicht auf.

 Viele türkische Kliniken bieten zudem sogenannte All-Inklusive Preise an. Darin sind neben dem Eingriff selbst auch noch der Transferservice vom Flughafen zum Hotel und zur Klinik enthalten, der Aufenthalt in einem 5-Sterne Luxushotel sowie Medikamente und Pflegemittel. Ein gutes Beispiel dafür ist die Cosmedica Clinic in Istanbul. Dort werden die Eingriffe vom international renommierten Dr. Levent Acar vorgenommen.

Der Zahn der Zeit nagt auch am Haupthaar

Der Zahn der Zeit nagt auch am Haupthaar (Bild: Weltbrei / Flickr)

Die FUE Haartransplantation

Fast alle Haartransplantationen in der Türkei werden mit der FUE-Methode durchgeführt. Die Abkürzung FUE steht für Follicular Unit Extraktion (grob übersetzt: Extraktion follikulärer Einheiten). Sie gilt als die beste, modernste und schonendste Methode derzeit und wird zudem auch kontinuierlich weiterentwickelt.

Durchgeführt wird der Eingriff in zwei Behandlungsschritten. 

Behandlungsschritt 1:

 Zunächst einmal werden die Haare extrem kurz geschnitten oder rasiert. Das schreckt jetzt vielleicht einige Frauen erst einmal ab (wie schon erwähnt, sind Haartransplantationen ja keine reine Männerdomäne). Ist der Haarausfall noch nicht ganz soweit fortgeschritten, ist häufig nur eine Teilrasur notwendig. Außerdem wachsen die Haare ja wieder nach, nur eben viel voller und viel schöner als vorher.

Nach dem Haarschnitt wird die örtliche Betäubung gesetzt. Viele Kliniken in der Türkei bieten mittlerweile auch die sogenannte nadellose Betäubung an.

Wenn die Betäubung wirkt, werden zunächst die Haarkanäle im Empfängerbereich geöffnet. Also dort, wohin die Haare anschließend verpflanzt werden sollen.

Dann werden die Grafts, in denen die Haarwurzeln sitzen aus dem Spenderbereich entnommen. Dies geschieht unter Zuhilfenahme feinster Instrumente (Hohlnadeln).

 Der Spenderbereich – auch Donorbereich genannt - sitzt im Haarkranzbereich auf dem Hinterkopf. Das Besondere an den Haaren, die hier wachsen: Sie sind relativ unempfindlich gegen das DHT. Durch die Entnahme der Grafts mit der Hohlnadel entstehen lediglich winzig kleine Narben die später mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind.

Danach haben Sie als Patient in der Regel eine kleine Pause, können etwas essen und/oder sich die Beine vertreten.

Behandlungsschritt 2: 

Zwischenzeitlich werden die Grafts aufbereitet, sortiert und in einer speziellen Nährflüssigkeit gelagert.

 Danach geht es an das Einsetzen der neuen Haare. Während dieses Vorgangs achtet der behandelnde Chirurg peinlich genau auf die richtige Wuchsrichtung, um so ein möglichst natürliches Ergebnis zu erreichen. Anschließend erfolgt dann noch die Wundversorgung.

Wenn Sie sich für einen Eingriff in der Türkei entscheiden, sollten Sie etwa drei Tage Aufenthalt einplanen. Am ersten Tag erfolgt die Blutentnahme und die Voruntersuchung, am zweiten Tag dann der Eingriff und am dritten Tag die Nachuntersuchung. Danach geht es nach Hause.

Halten Sie sich – auch um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen – immer an die Anweisungen des Arztes.

Hier finden Sie ein Beispiel von einem Vorher/Nachher einer Haartransplantation.

Es dauert übrigens etwa 10 bis 12 Monate, bis das endgültige Ergebnis feststeht. Das erscheint im ersten Moment vielleicht lang – es lohnt sich aber definitiv zu warten, wie Sie anhand der Bilder sehen.

Hinweis: Es handelt sich hierbei lediglich um einen Informationstext. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Untersuchung.

Autor seit 5 Jahren
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