Hamster haben eine natürlich angeborene Angst vor ihren Feinden. Bei der Eingewöhnung des Tiers sollten aus diesem Grund schnelle, hektische Bewegung, Lärm und Stress vermieden werden. Der Hamster benötigt in der Regel mindestens eine Woche Zeit, um sich an sein neues Umfeld zu gewöhnen, währenddessen er seine Ruhe braucht.

Durch eine leise Anprache und das Füttern kleiner Leckereien gewinnt der Hamster danach allmählich an Vertrauen und wird beim Betreten des Raums nicht mehr die Flucht ergreifen.

Hamsterkäfig – das neue Zuhause für den Hamster

Grundsätzlich besteht die Entscheidungsmöglichkeit zwischen einem klassischen Hamsterkäfig mit Gittern oder einem Terrarium. Vor allem bei kleinen Hamsterarten bietet sich der Einsatz eines Terrariums an, da diese rasch durch Gitterstäbe verschwinden können.

Wichtig: Auf keinen Fall sollte ein Aquarium für die Hamsterhaltung verwendet werden. Besonders im Sommer kann sich hierin schnell die Luft stauen, was sich auf die Gesundheit des kleinen Nagers negativ auswirkt.

So klein ein Hamster ist, so viel Platz benötigt er, um herumzulaufen. Die einfachste Methode, die Grundfläche des Käfigs zu vergrößern ist, mit Hilfe von Klettermöglichkeiten wie Leitern oder Rampen und verschiedenen Ebenen zu arbeiten.

Der Käfig wird mit Kleintierstreu und ausreichend Heu befüllt.

Das braucht der Hamster

Um dem natürlichen Bewegungsdrang des Hamsters gerecht zu werden, sollte in jedem Hamsterheim auch ein Laufrad vorhanden sein. Diese gibt es zum Befestigen an den Gitterstäben, durch Ständer kann das Rad aber auch frei im Käfig platziert werden. Das Laufrad sollte der Größe des Hamsters angemessen und auf einer Seite geschlossen sein.

HeuZudem muss ein Hamsterhäuschen vorhanden sein. Da Hamster von Natur aus unter der Erde in Gängen und Höhlen leben, benötigen sie auch im Käfig einen Rückzugsplatz, in dem sie sich ein Nest bauen können. Hierzu können Hamsterhäuser genutzt werden, die im Handel erhältlich sind, und mit Streu, Heu und Hamsterwolle befüllt werden. Genauso kann aber auch eine ausgehöhlte Kokosnuss oder ein hohler kleiner Baumstamm benutzt werden. Das Häuschen sollte groß genug sein, um dem Hamster als Schlafplatz und gleichzeitig als Vorratsplatz zu dienen.

Zur Körperpflege benötigt der Hamster eine kleine Wanne mit Sand, in der er buddeln, graben und Fellpflege betreiben kann. Hierfür wird im Handel spezieller Nagersand angeboten. Es kann aber auch auf den grobkörnigen Vogelsand für Papageien zurückgegriffen werden.

Hamsterfutter

HamsterfutterDas Futter für den kleinen Nager sollte abwechslungsreich sein und aus verschiedenen Komponenten bestehen.

Grundsätzlich benötigt der Hamster jeden Tag ein Angebot aus frischem Wasser, das im kleinen Trog oder in der Flasche bereitgestellt wird, und aus Heu.

Hinzu kommt Fertigfutter, das im Wesentlichen aus Getreide und Nüssen besteht. Das Futter kann auch selbst gemischt werden. Hierzu können Haferflocken, Maiskörner, Knäckebrot, Nüsse, Sonnen- und Kürbiskerne, Rosinen und kleine Leckerlis gemischt werden.

Weiterhin erhält der Hamster täglich Frischfutter. Angesichts der Größe des Nagers sollte hier nicht zuviel angeboten werden, und die Reste müssen zwingend täglich aus dem Käfig entfernt werden. Hier kann auf Obst, Gemüse, Gräser und Kräuter und Blumen (Gänseblümchen oder Sonnenblumen) zurückgegriffen werden

Wichtig: Auf keinem Fall darf dem Hamster Kohl gefüttert werden. Dieser führt bei dem Nager schnell zu Verdauungsbeschwerden und Durchfall.

Ein Hamster ist kein Vegetarier, sondern benötigt auch tierisches Eiweiß. Dieser Bedarf kann durch kleine Portionen aus rohem Hackfleisch, Hundekuchen oder Fischfutter gedeckt werden, die immer mit einigen Tagen Abstand gefüttert werden. Es können aber auch Insekten wie Larven oder kleine Motten verfüttert werden. Dazu kommt ein tägliches Angebot an Quark, Naturjoghurt oder körnigem Frischkäse.

Nagematerial für deMaisn Hamster

Die Zähne eines Hamsters wachsen sein Leben lang. Damit sie nicht zu lange werden, brauchen Hamster genügend Nagematerial. Dies kann in Form von Obst- und Nussbaumzweigen oder Rinde angeboten werden. Weiterhin bieten sich getrocknete Maiskolben, getrocknete Brotscheiben und Nagestangen aus dem Tierhandel an.

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