Mit Klamotten und eigenem Gemüse gegen die Krise - Auch von Promis kann man Sparen lernen

Die USA steht ja auch vor einem finanziellen Ruin - oder schon darüber, da muss Präsident Obama gar nicht mit dem Finger auf die Europäer zeigen! So widmete das Magazin "New York" dem Sparen sogar ein Titelthema mit dem Wortlaut: "Gut leben und weniger ausgeben". Entlassene Broker sollten sich demnach nicht immer neue Maß-Schuhe kaufen, sondern die alten halt mal besohlen lassen. Frauen könnten sich die Nägel selbst lackieren und nicht, wie berichtet pro Jahr 2.000 Dollar in Nagelstudios ausgeben. Sie sollten Klamotten lieber tauschen statt kaufen.

Klamotten tauschen

Mein Armani gegen Deine Chanel

Tauschbörsen der Designerkleidung sind schon länger gang und gäbe nach dem Motto: Gib' Du mir Deinen Hosenanzug von Armani, geb' ich Dir mein Kostüm von Chanel. Warum auch nicht das Versace-Abendkleid, das die Society-Ladies nun schon mindestens zweimal an der Trägerin auf den üblichen Galas gesehen haben, tauschen gegen ein Dolce-Gabbana-Kostüm, mit dem man in Düsseldorf und St. Tropez noch nicht aufgetreten ist. Von den Reichen kann man sparen lernen, heißt eine Volksweisheit. Geht auch mit ein paar Marken-Nummern kleiner á la Betty Barclay oder Mango: Macht nebenbei auch einen Höllenspaß bei den Damen-Treffen, die nun anscheinend die Tupper-Parties ablösen. Aber bitte nicht übertreiben mit dem Sparen und Fakes, also Designerfälschungen erwerben: Das ist kriminell und strafbar und ruiniert die beliebten Markenfirmen!

Secondhand-Boom und Internetversteigerung

Die Vintage-Mode brachte sowieso schon einen Secondhand-Boom besonders der Stücke aus den 50-er und 60er Jahren, die wahrscheinlich so ‚in' sind, weil sie die Zeit des Wirtschaftswunders symbolisieren. Man könnte ja seine Klamotten auch im Internet versteigern oder auf Flohmärkten anbieten. Ersteres ist zeitsparender und unkomplizerter, letzteres mehr was für kommunikative Leute und man kann dabei auch gleich alles verscherbeln, was im Haushalt nur noch aus sentimentalen Gründen aufgehoben wird. Aber Vorsicht, die Standmieten mit um die 50 Euro können den Schnitt verderben.

Was die Promis angeht, die greifen zu folgendem Trick, um sich nicht hämischem Geflüster auf dem Markt auszusetzen: Sie geben einer Angestellten oder darbenden Bekannten Kommission ab von allem verkauftem Trödel, wenn diese sich für sie auf den Markt stellt.

Straßenstände

Von stehendem und reisenden Gewerbe

Selbst und dabei auch noch biologisch Gemüse anbauen ob im Vorgärtchen oder auf dem Balkon und außerdem im Bekanntenkreis dazu ein email mit den aktuellen Preisen herumschicken - das gilt jetzt ebenfalls als letzter Schrei. Fällt die Ernte gut aus und man weiß nicht, wohin mit dem Obst und Gemüse, dann könnte man auf die Idee kommen, sich mit dem Tapeziertisch an den Strassenrand zu stellen und Erdbeeren, eingelegte Gurken, Honigmet und selbst gemachte Marmelade an jedermann zu verkaufen.

Doch Vorsicht: Bei der bekannten deutschen Regelungswut empfiehlt es sich, beim Gewerbeaufsichtsamt einen Gewerbeschein zu beantragen. Für stehendes Gewerbe, (heißt wirklich so!), wenn man es auf dem eigenen Grundstück betreibt und gleich einen Reisegewerbeschein, wenn man es auf Märkten oder öffentliche Parkplatzen vielleicht vor einem Einkaufscenter tun will (dort aber vorher den Betreiber fragen). Die Landkreise sind dafür zuständig, die Preise für diese Ausweise sind unterschiedlich je nach Bundesland, für Niedersachen beispielsweise kostet ersterer 25,60 €uro und letzterer 150 Euro. Und da man dann ja kontrollierbar ist: bitte nicht vergessen, die Gewinne auch brav beim Finanzamt anzugeben!

 

Arlequina, am 05.11.2011
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