Irgendeiner baut immer, und da bleiben oft Schalungs-Bretter übrig. Die kann man für kleines Geld erwerben.

Also, alte Schalbretter über Internet oder Annonce besorgen. Kann ruhig Kalk oder Zement dran sein. Je höher das Beet, desto solider sollte gebaut werden. Einige Zentner Erde können ganz schön auf die Seitenwände drücken. Wird in der Nähe ein Wald abgeholzt, bleiben meist die Baumspitzen über. Wer anständig fragt (kein Diebstahl bitte!), der darf sich die bestimmt holen. Als Pfähle taugen die allemal noch. Holz wird mit der Zeit morsch. Deshalb nützen Schrauben, Nägel und Winkeleisen nur am Anfang. Bauern erneuern auch schon mal Zaunpfähle. Die alten Pfähle kriegt man meist umsonst. Und Eiche bleibt halt Eiche, auch wenn sie 15 Jahre alt ist. Diese Pfähle stützen dann die Seiten. Die Wände schütze ich von innen mit einer alten Abdeckplane gegen Fäulnis. Das Beet steht im Regen oder wird gegossen, deshalb ist ständig Nässe vorhanden.

Mit einem Hochbeet kann man sich auch als Eigenkompostierer anmelden!

Material hat schon mal kaum etwas gekostet. Manche machen am Boden noch Drahtgitter gegen Wühlmäuse. Ich nicht! Ist lästig, wenn man das Beet umsetzt und den Komposthaufen auflöst. Außerdem können Mäuse klettern. Allerdings gibt es Pflanzen, die sie nicht mögen. Wer sich vor der Bepflanzung schlau macht, erspart sich sowieso einige Enttäuschung. So sind wir nun bei der Befüllung. Da ich dies Jahr noch ernten will, überspringe ich das allmähliche Kompostieren (Küchen- und Gartenabfälle und eine Schicht Erde). Unten kommt Stallmist. Dann bringt der Nachbar Pferdemist. Darauf eine dicke Lage Rasenschnitt, der gärt und gibt Wärme ab. Deshalb kommt normaler Mutterboden drauf und als Krönung noch eine Lage Kompost vom letzten Jahr

Innenaufbau eines Hochbeetes. Das sackt noch ab, dann kompostieren oder auffüllen.

Stallmist als Grundlage (Bild: eigen)

Hinten zur Weide hab ich eine Stange (Baumspitze) aufgenagelt.

Hier sieht man sehr schön den Unterschied zwischen dem fetten Mutterboden und dem feinen Kompost. Geflügelmist lasse ich immer ein Jahr liegen, sonst ist der zu scharf. Dung ist ja auch absolut genug drin. Wichtig ist natürlich der Standort. Was will ich anpflanzen. Nicht alles verträgt Regen von oben oder pralle Sonne. Starker Wind kann hohen Mais knicken. Und Nachbars Kühe mögen meinen Salat besonders gerne, deshalb die Stange zur Weide hin.

 

Was hilft nun gegen   Wühlmäuse?   Natürlich "Wuehlmausschreck" oder Euphorbia, wie wir Lateiner sagen. Gut sind auch Zwiebeln, aber ich mische sowieso. Mais, Petersilie, Salat, Radieschen, Lauch, Kohl u. s. w.!  Im Herbst nach der Ernte decke ich mit schwarzer Silofolie ab. Das erstickt das Unkraut. Siedelt sich bedauerlicherweise immer wieder von selbst an. Eine Mischkultur verhindert einseitige Schädlinge. Na dann viel Erfolg!

Wie immer, alle Tipps und Ratschläge kostenlos für unsere Leser.   

Ohne vernünftiges Werkzeug und ohne Kenntnisse geht es natürlich nicht!

Der Mensch wird alt wie eine Kuh, und lernt immer noch dazu! (Bild: eigen)

Autor seit 5 Jahren
268 Seiten
Laden ...
Fehler!