Autofahren wird zum Luxus - Bundeskanzleramt reagiert mit Brandbrief

Die Verbraucher sind seit Monaten in Aufruhr an den Tankstellen. Es vergeht kein Tag, wo die Benzinpreise nicht erhöht werden und bedeutet eine zusätzliche finanzielle Belastung für die Autofahrer. Im Durchschnitt liegen die Benzinpreise derzeit bei rund 1,68 Euro und davon profitieren vor allem die Mineralölkonzerne mit steigenden Milliardengewinnen. Nur wer ein Auto mit einem Spritverbrauch von 3 bis 4 Liter pro gefahrenen 100 Kilometern besitzt, der kann die hohen Benzinpreise noch relativ gut finanziell verkraften. Die Tankstellenbesitzer selbst können die Preise nicht direkt beeinflussen weil die Preisfestlegungen einmal am Tag durch die Konzernleitung automatisch erfolgen.

Auf die horrenden Preise an den Tankstellen hat die Politik mittlerweile zwar reagiert aber nur halbherzig, da sie die Macht der Mineralölwirtschaft offenbar fürchtet. Wie eine Pressesprecherin des Bundeskanzleramtes allerdings bekannt gab, zeigt sich Bundeskanzlerin Merkel besorgt über die anziehenden Spritkosten. Nach Angaben der Pressesprecherin erhielten die Mineralölgesellschaften einen Brandbrief. Der Brandbrief fordert die Konzerne dazu auf innerhalb einer Woche die Benzinpreise auf ein normales Niveau zu senken und sie müssen die milliardenschwere Zusatzgewinne mit den Autofahrern teilen. Wenn die Forderungen nicht erfüllt werden sollten, so drohe den Unternehmen die Verstaatlichung.

Reaktion der Mineralölwirtschaft - Kostenloses Benzin für alle

Die Reaktion der Mineralölkonzerne auf den Brandbrief erfolgte prompt und zwar mit einem überraschenden Angebot an die Autofahrer. Der Chef des Lobbyverbandes der Mineralölwirtschaft gab in einer eilig einberufenen Pressekonferenz bekannt, dass man in den vergangenen Jahren tatsächlich die Benzinpreise immer nur vor Feiertagen und Krisen erhöhte. Diese Preispolitik wurde beibehalten und die Milliardengewinne zum Großteil dazu eingesetzt, den eigenen Marktanteil zu sichern und zudem seien die Managergehälter entsprechend nach oben angepasst worden. In Demut entschuldigte sich der Topmanager für diese beschämende Politk der Abzockerei gegenüber den Autofahrern und gelobte Besserung. Als erstes werde er selbst auf 50 Prozent seines Millionengehaltes verzichten und das Geld einer Umweltorganisation spenden.

In einem zweiten Schritt sollen die stark gebeutelten Autofahrer zeitlich befristet an den Tankstellen entlastet werden. Zwei Wochen lang können sie Gratis-Benzin und kostenlosen Dieselkraftstoff beziehen. Die Kosten für diese Sonderaktion werden sich nach Angaben des Lobbyverbandes auf einen zweistelligen Milliardenbetrag belaufen. Die Zusatzgewinne der letzten Jahre dienen der Finanzierung der Sonderaktion und der Verband versichert, dass nach Ablauf der zwei Wochen die Benzinpreise auf ein normales Niveau gesenkt werden.

Das Bundeskanzleramt, die Verbraucherschützer und die Automobilclubs zeigen sich erfreut über die Entscheidung der Mineralölwirtschaft das teure Benzin an die Autofahrer zu verschenken.

Poster rund um das Thema Auto

Ford Mustang CobraJet 428 (Bild: AllPosters)

Infoblogger, am 01.04.2012
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