(Bild: qimono / Pixabay)

Nach welchen Aspekten werden Zimmertüren unterschieden?

Prinzipiell kann man Innentüren nach zwei Attributen differenzieren:

  • nach der Bauweise
  • nach dem Material.

Nach der Bauweise betrachtet, unterscheidet man:

  • Rahmen-Innentüren und
  • glatte Innentüren.

Unter dem Aspekt Material betrachtet, differenziert man nach:

  • Massivholz-Türen
  • Holzwerkstofftüren.

Masse bedeutet nicht zwangsläufig Klasse

Zugegeben: Die Überschrift passt nicht wirklich. Der Tenor ist dennoch simpel: Massivholztüren sind auf den ersten Blick wenigstens schön wenn nicht luxuriös. Natürlichkeit ist eben in und zudem strahlen sie Wärme aus. Dennoch hat Massivholz für die Innentür Nachteile. Holz reagiert empfindlich auf Veränderungen in der Luftfeuchtigkeit und auf Schwankungen der Temperatur. Der Fachmann nennt dies: Das Holz arbeitet. Arbeitet das Holz stark, macht sich dies bei Zimmertüren besonders negativ bemerkbar. Die Türen verziehen sich. Das kann sogar dazu führen, dass sich die Tür nicht mehr schließen lässt.

Der Unterschied zwischen Rahmen-Tür und glatter Innentür

Das Türblatt bei einer Rahmen-Innentür verfügt über Einsätze, die von einem Rahmen umgeben sind. Solche Einsätze können aus Holz bestehen aber auch aus Glas. Eine glatte Innentür hingegen verfügt weder über einen Einsatz noch einen Rahmen. Ihre Oberfläche kann aus verschiedenen Materialien bestehen:

  • Echtholzfurnier
  • Deckorfolie
  • Platte aus Schichtstoff

Glatte Innentüren und ihre Einlagen

Wir haben bereits gelesen, dass glatte Innentüren ohne Einsatz und Rahmen auskommen. Unter ihrer Oberfläche jedoch verfügen sie über unterschiedliche Einlagen, die sich auch auf die Qualität der Innentür auswirken.

Für glatte Innentüren kennt man folgende Einlagen:

  • Wabenkerneinlage
  • Röhrenspanplatte
  • Vollspanplatte
  • Röhrenspanstegeinlage

 

Bei der Wabenkerneinlage handelt es sich um eine Einlage aus Pappe, die sowohl ganzflächig als auch in Form von Waben angeordnet ist. Dadurch wird die erforderliche Stabilität erreicht. Diese Einlagen sind preislich sehr günstig, leicht im Gewicht und eignen sich daher vornehmlich für Türen, die nur geringen Anforderungen ausgesetzt sind. Als Nachteile müssen erwähnt werden, dass sie leicht brechen können und relativ schlechte Wärme- und Schalldämmwerte besitzen.

Innentüren mit Röhrenspansteg sind aus Pressspan hergestellt. Sie sind deutlich stärker belastbar als die Innentüren mit Wabeneinlage. Auch ist ihre Schall- und Wärmedämmung besser. Die qualitativ besseren Innentüren sind jene mit Röhrenspanplatte als Einlage. Sie verfügen über gute Wärme- und Schalldämmungswerte, sind stabil und langlebig.

Mehr Licht durch Glastüren

Glastüren bestehen, wie der Name bereits andeutet, vollkommen aus Glas. Sie wirken sich ganz besonders auf einen Raum aus. So scheint das Zimmer größer, weil Licht aus anderen Räumen eindringt. Aber es gibt noch andere Vorteile.

 

Glastüren sind leicht zu reinigen und sehr hygienisch. Deshalb werden sie gerne als Trenntür zu Küchen verwendet. Bedenken wegen der Sicherheit können entkräftet werden, wenn man Sicherheitsglas verwendet.

Eine Checkliste zum Türenkauf

Damit man beim Kauf der Innentür so wenig wie möglich Fehler macht, folgt hier eine kleine Checkliste für den Türenkauf.

  • Welchen Zweck soll die Tür erfüllen?
  • Muss die Tür besonders stabil und robust sein?
  • Wie häufig und stark ist die Beanspruchung?
  • Wie gut muss Schall und Wärme gedämmt werden?
  • Lieber eine glatte Innentür oder eine Rahmen-Tür?
  • Bei einer Glastür: Sicherheitsglas als Einscheiben- oder Verbundglas?
  • Wie hoch ist der Rw-Wert?
Autor seit 2 Jahren
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