"Segen" - was bedeutet das?

Aus der Wikipedia stammt diese Definition:

Segen (althochdt. segan, lat. signare für "mit dem Zeichen [des Kreuzes] versehen") bezeichnet inReligionen ein Gebet oder einen Ritus, wodurch Personen oder Sachen Anteil an göttlicher Kraft oder Gnade bekommen sollen.

Von der Bedeutung her entstammt der christliche Begriff "Segen" dem lateinischen Wort benedictio (Benediktion). Das bedeutet wörtlich: jemandem Gutes (bene) von Gott her zusagen (dicere).

Der englische Begriff für Segen, "blessing", geht noch auf alt-germanische Sprachwurzeln zurück und bezieht sich auf das Wort "bletsung": etwas durch Blut (blod) heilig machen.

Alte heidnische Opferrituale spiegeln sich in dieser Bedeutung wieder.

Das Gegenteil vom Segen ist der Fluch.

Wann und wo werden Segenswünsche eingesetzt?

Viele Religionen kennen und nutzen die Kraft des Segnens.

Im Judentum oder im Hinduismus gibt es rituelle Segenshandlungen.

Aus der christlichen Tradition kennt man Gebärden wie z.B. das Kreuzzeichen oder das Auflegen der Hände, um Segenshandlungen zu vollziehen. Der Begriff "Segen" wird in der Bibel mehrere Male erwähnt.

Die auf Hawaii praktizierte schamanistisch geprägte Naturreligion Huna nutzt das Segnen als kraftvolle Handlung, um heilsame Energien freizusetzen und Positives zu verstärken. Wird ein neues Gebäude oder eine neue Straße gebaut, dann findet eine öffentliche Zeremonie statt und ein hawaiianischer Priester (Kahuna) nimmt den Segen vor. Auch das hawaiianische "aloha" bedeutet in seiner Übersetzung, dass man "freudig mit anderen die Lebensenergie teilt".

Die Buddhisten nutzen die Kraft des Segnens in ihrer Meditationspraxis - z.B. durch die Segensmeditation "Metta" ("Liebevolle Güte") mit ihrem ganz besonderen Wirkungspotential.

Segenswunsch aus der Bibel

Warum ist Segnen so kraft- und wirkungsvoll?

Ob Iren, Hawaiianer, Buddhisten oder Christen:

Diejenigen, die an die Kraft des Segnens glauben, behaupten, dass Segnen für den Menschen und sein Umfeld viel Gutes bewirken kann.

Warum?

  • Segnen setzt positive Energien frei, behaupten die Hawaiianer. Und ist eine der besten Methoden, um Körper, Geist und Seele in Harmonie zu bringen.
  • Wenn wir etwas segnen, richten wir unsere Aufmerksamkeit auf das Gute in diesem Menschen, dieser Sache oder dieser Situation. Dadurch wird das Gute automatisch verstärkt bzw. nehmen wir das Gute überhaupt erst wahr.
  • Segnen verbindet uns mit den positiven, schöpferischen Kräften des Universums.
  • Ein Segen, den wir für andere sprechen, setzt auch für uns selbst Gutes in Gang. Das funktioniert angeblich deshalb so mühelos, weil wir durch das Segnen eines anderen Menschen die negativen Glaubensmuster in unserem Unterbewusstsein übergehen - wir "kleben" sozusagen nicht an unseren eigenen Wünschen fest.
  • Schon Jesus lehrte, nicht nach dem Schein der Dinge zu urteilen: Selbst wenn nichts Gutes in einer Situation zu sehen ist, so soll das Segnen helfen können, Gutes in dieser Situation hervorzurufen. Manche behaupten gar: Segnen wir eine negative Situation, dann hat sie keine Macht mehr, uns Schaden zuzufügen.
  • Segnen ist eine besonders schöne und wirkungsvolle Form des Schenkens - sie tut dem, der schenkt, ebenso gut wie dem, der dieses Geschenk erhält. Segenswünsche sind deshalb als Geschenkidee, aber auch für Grußkarten und Glückwünsche besonders gut geeignet.

Wer das Thema "Segnen" spannend findet, der kann hier mehr erfahren:

  • "Gelebte Liebe": Eine Stromleitung segnen, ein Flugzeug oder den Horizont? - Aus dem hawaiianischen Huna kommt diese besondere Segensmethode, die vom Autor als "wirksamste Technik der Welt" bezeichnet wird.
  • "Segnen heilt": Pierre Pradervand hat seine eigene schwierige Lebenssituation durch die Kraft des Segnens bewältigt und ein Buch zum Thema geschrieben - ein "Buch, das Leben verändern kann" behaupten die Leser. Eine Rezension von "Segnen heilt" gibt es hier zu lesen. Und hier erfährt man mehr über den Inhalt dieses Buches - und wie man die heilsame Wirkung des Segnens gleich im eigenen Leben ausprobieren kann! 
Aus dem Buddhismus: Metta-Segen

"Grüß Gott", "Adieu" oder "Adios" - auch das sind Segenswünsche

Im Schwabenland grüßt man sich noch mit "Grüß Gott" - auch das ist eigentlich ein Segenswunsch und bedeutet: "Grüß dich Gott" bzw. "Gott segne dich".

Ähnlich sind die beiden Grußformeln aus der spanischen bzw. der französischen Sprache: "Adios" (A Dios = "zu Gott") und "Adieu", also: "Gott sei mit dir".

Bekannt und beliebt: Irische Segenswünsche

Aus dem irischen (bzw. keltischen) Brauchtum wurden uns besonders viele Segenswünsche übermittelt, oft über die mündliche Tradition.

Ein Autor ist deshalb auch bei den meisten irischen Segenssprüchen nicht bekannt.

Die Iren scheinen ein besonderes Geschick für Sprache zu haben: Ihre Segenswünsche können poetisch und "altmodisch" klingen, klug und pragmatisch, aber auch sehr modern und humorvoll.

 

Wenn Gott dich einen steinigen Pfad hinunterschickt,

dann möge er dir feste Schuhe geben.

 

Mögest du gesegnet sein mit

Wärme in deinem Zuhause

Liebe in deinem Herzen

Frieden in deiner Seele

und Freude in deinem Leben.

 

Mögest du warme Worte an einem kalten Abend haben

einen Vollmond in einer dunklen Nacht

und dass die Straße zu deiner Haustür immer nur nach unten führt.

 

Der wohl bekannteste irische Segenswunsch ist in der Wikipedia vermerkt:

 

Möge die Straße Dir entgegeneilen,
möge der Wind immer in deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich im Frieden seiner Hand.

 

In Irland wurden Segenswünsche oft zu Hochzeiten oder auf Beerdigungen gesprochen, bei Abschieden in der Familie oder als Trinkspruch bzw. Toast auf Festen und Feiern.

Besonders die irischen Trinksprüche klingen oft schlagfertig und originell:

 

Auf die Ehefrauen und die Freundinnen - mögen sie sich niemals begegnen!

 

Mögest du schon eine halbe Stunde im Himmel sein

bevor der Teufel überhaupt merkt, dass du tot bist.

 

Aus dem irischen Brauchtum kennt man nicht nur Segenswünsche, sondern auch Flüche - ein Beispiel:

Mögen die, die uns lieben, uns lieben

und was die angeht, die uns nicht lieben:

Möge Gott ihre Herzen verdrehen

und wenn er schon ihre Herzen nicht verdreht,

möge er ihre Knöchel verdrehen,

so dass wir sie an ihrem Humpeln erkennen können.


Auch von den irischen Segenswünschen sagt man, dass sie die Kraft haben, negative Situationen in positive Situationen zu verwandeln.

Irische Segenswünsche: perfekt für Kartengrüße und Glückwünsche

Ob zum Geburtstag, zur Konfirmation oder zur Hochzeit:

Irische Segenswünsche eignen sich für jeden Anlass und jeden Empfänger: Es findet sich immer ein passender Spruch!

Tipp: Wem die gängige Formulierung "mögest du" zu altmodisch klingt, der kann diese alternativ durch die Worte "Ich wünsche dir, dass..." ersetzen.

Wer auf der Suche nach einem geeigneten Segenswunsch ist, der wird hier bestimmt den richtigen Spruch finden:

(in deutscher Sprache)

Segenssprüche zum Geburtstag

Die schönsten Segenssprüche zur Taufe und Geburt

Die schönsten Segenssprüche und Segenswünsche zur Hochzeit

Das Gedichte-Buch

Irische Segenswünsche in zufälliger Auswahl

Irish-Net

Irische Segenswünsche: auch als Apps

Poesie, Fotokunst und irische Segenswünsche

Pray4u: Segenswünsche aus dem alten Irland

(in englischer Sprache)

Irelandireland: Irish Blessings and Prayers

Die besondere Geschenkidee: Segenswünsche als Wandbild
Wandbild: Segenswunsch

Wandbild: Segenswunsch (Bild: Bei DaWanda bestellen)

Michaela, am 30.04.2012
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Bildquelle:
Bildautor: Petr Kratochvil (Die schönsten Segenssprüche und Segenswünsche zur Hochzeit)
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