Irrtum: Daumenlutschen sollte schnellstmöglich abgewöhnt werden

Kinder lutschen in der Regel am Daumen, weil dies ein Gefühl der Sicherheit vermittelt – und das braucht ein Kind. Keinesfalls sollten Eltern strenge Methoden anwenden, um das Daumenlutschen zu unterbinden. Nach einer gewissen Zeit hören Kinder im Normalfall von ganz allein damit auf.

Sollte sich dieses Verhalten dennoch nicht von allein regulieren, bietet sich immer noch ein Gespräch mit dem Hausarzt oder einem Psychologen an, um eine Problemlösung herbeiführen zu können.

Falsch: Helfen im Haushalt muss belohnt werden

Schon im Kindergartenalter wollen die Jungs und Mädchen zeigen, dass sie innerhalb der Familie wichtige Aufgaben im Haushalt übernehmen können. Selbstverständlich sollten Eltern den Kindern das Gefühl geben, es ihnen zuzutrauen. Sobald jene Aufgaben erledigt wurden, darf man den Kleinen aber nicht mit übertriebenem Dank entgegenkommen. Lieber sollte darauf hingewiesen werden, dass der Papa oder auch die Mama sich sehr über die Hilfe gefreut hat. Belohnungen mit Süßigkeiten ist ein fataler Fehler – das führt nur zu Missverständnissen.

Kinder bei Spielen gewinnen lassen? – Auf keinen Fall!

Das Leben besteht aus einer Vielzahl von Regeln, die befolgt werden müssen. Auch Sport-, Karten-, Brett- und andere Gesellschaftsspiele unterliegen bestimmten Regeln, welche Kinder einhalten müssen. Schließlich muss ein Kind darauf vorbereitet werden, dass es im Leben nicht so einfach ist, immer gut dazustehen – ein Gewinnenlassen ist daher ganz und gar nicht förderlich.

Auch nicht richtig: Kinder brauchen immer Abwechslung

Selbstverständlich müssen Kinder erfahren, dass das Leben viele Möglichkeiten bietet, mit denen man sich beschäftigen kann. Eltern sollten aber nicht ständig darauf aus sein, ihren Sprösslingen Beschäftigung zu geben. Ein Kind wird selbst für Abwechslung sorgen – nämlich dann, wenn die momentane Art des Spielens zu langweilig wird.

Erst Hausaufgaben, dann spielen? – Nein!

Zwar hat das Motto "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen" immer noch seine Berechtigung, doch die Kinder sind nach der Schule in der Regel unkonzentriert. Besser ist es als Eltern, mit ihrem Nachwuchs zu vereinbaren, dass schulische Aufgaben zu einem bestimmten Zeitpunkt, etwa am Abend, erledigt sein müssen. So lernt das Kind außerdem, die zur Verfügung stehende Zeit selbst zu koordinieren.

Missverständnis: Kindern gehen Geldangelegenheiten nichts an

Schon im Kindergartenalter sollten die Kleinen den Umgang mit Geld erlernen, was dazu führt, im Alter der Grundschulzeit eigenverantwortliche Entscheidungen zu fällen – nämlich wie und ob das Taschengeld ausgegeben wird. Selbst über die Finanzen der Eltern kann gesprochen werden, wodurch Kinder lernen, nicht immer alles bekommen zu können.

write-x, am 06.12.2013
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Bild: clker.com (Wer gute Beziehungen möchte, sollte "Giraffensprache" sprechen: Gew...)
Kahei (Weihnachtsgeschenke für Dreijährige – bauen, malen, vorlesen)

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