Welch eine Überraschung für ein Kind, wenn es plötzlich als Mitwirkender in einer Geschichte auftaucht. Name, Wohnort, Augen- und Haarfarbe stimmen mit einem selber überein. Eine Ganze Geschichte, in der sich alles um einen selbst dreht. Wenn die Geschichte dann noch in Reimform und pädagogisch wertvoll ist, handelt sich um ein personalisiertes Kinderbuch des my-own-story Verlags. Neben "Eine wundersame Reise" und "Benno, was sagst du dazu?" wird von Anja Ludwig das Kinderbuch "Knöpfchen" als personalisiertes Kinderbuch herausgegeben. Freundlicherweise wurde mir dieses vom Verlag als Testprodukt zur Verfügung gestellt.

Buchvorstellung "Knöpfchen"

Der uralte Teddybär von Opa ist etwas ganz Besonderes. Er hat schon so einiges erlebt, und kann darum die allerbesten Gutenachtgeschichten erzählen. Schon Opa hat den Bären zum Geburtstag bekommen. Das war auch gleich ein weiteres Abenteuer, das der kleine Teddybär mit einigen Plässuren überstanden hatte. Allerdings ist er nun nicht mehr so schön anzuschauen. Das Fell musste nach einem Hundeangriff genäht werden, das fehlendes Auge wurde durch einen Knopf ersetzt, welcher dem Teddybär seinen Namen "Knöpfchen" einbrachte. Doch wird der Bär weiterhin sehr geliebt, und später dem Enkel vermacht. Für den neuen Teddybesitzer ist Einschlafen ohne Knöpfchen nicht denkbar, denn wer Knöpfchen ganz fest an die Ohren drückt, kann seinen Geschichten lauschen, und wird ins Traumland begleitet.

Doch bald heißt es, Knöpfchen wäre jetzt zu alt, und ein neuer Teddybär muss her. So landet Brummel auf dem Gabentisch, und das arme Knöpfchen ist sofort vergessen. Unter Kissen versteckt, ist er nun sehr traurig, während der neue Teddy als Spielgefährte dient.

Doch oh schreck, abends gibt es ein Problem. Der neue Teddy hat überhaupt keine Geschichten auf Lager, da er überhaupt noch nichs erlebt hat. Das Einschlafen wollte so überhaupt nicht klappen. Da errinnert sich das Kindchen doch noch an das verlassene Knöpfchen, welcher die besten Gutenachtgeschichten erzählen kann, und mit schlechtem Gewissen wird dieser wieder hervorgekramt. Nun ist das Land der Träume nicht mehr weit...

Blick ins Buch

Knöpfchen

Personalisierung

Knöpfchen gibt es als Basis- und Premiumvariante. Bei der Basisvariante wird der Buchheld (die Buchheldin) mit Name, Straße, Wohnort und Haarfarbe im Buch genannt. Auch eine Widmung ist möglich. Bei der Premiumvariante ist schon der Titel mit dem Namen des Buchhelden erweitert, also Knöpfchen und XY, und ein mitgeschicktes Foto ziert das Cover. Das Buch enthält eine weitere Fotoseite. Zusätzlich wird Augenfarbe und Charakter im Text erwähnt, und bei der Buchillustration auf Details wie Haarfarbe oder Sommersprossen geachtet. Natürlich gibt es eine Mädchen- und Jungenversion.

Meine Meinung

Das Buch macht auf mich einen guten Eindruck. Es ist liebevoll und aufwendig illustriert. Die Geschichte ist komplett in Reimform und nett zu lesen. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass sie doch noch etwas zu komplex  für das empfohlene Alter ab 4 Jahren ist. Vielleicht sollten die Kinder eher vielleicht doch mind. 1 - 2 Jahre älter sein, um den Sinn der Geschichte zu erfassen. Meinen beiden (4 und 5,5 Jahre) ist die Geschichte etwas zu lang, um aufmerksam zu folgen. (Wobei ich aber bisher nur die unpersonalisierte Variante vorgelesen habe. Das personalisierte Buch mit Bildern gibt es erst zu Weihnachten. Wahrscheinlich gibt der eigene Name auch noch mal einen Anreiz). Auch haben die beiden etwas Schwierigkeiten bei der Reihenfolge der Geschichte, die öfters von Knöpfchen bei Opa zu Knöpfchen beim Enkel, dann zu Brummel und wieder zurück zu Knöpfchen springt. Hier wäre eine klarere Linie für die Kinder einfacher. Allerdings weiß ich natürlich nicht, ob das vielleicht Sinn und Zweck einer pädagogisch wertvollen Geschichte ist, genau so etwas zu erfassen. Vielleicht kann die Autorin Frau Ludwig hierzu noch etwas bei den Kommentaren bemerken. Ich kann nur sagen, wie meine beiden auf das Buch reagieren. Meine Erfahrung mit der personalisierten Variante erfolgt dann gleich nach Weihnachten.

Etwas verblüfft...

war mein Kleiner, als er das Buch auspackte. Sein Bild auf einem Buch, das war schon was ganz besonderes. Während dem Vorlesen war er ganz fasziniert, dass er der Junge ist, der in der Geschichte vorkommt. Bei den gezeichneten Bildern kam dann immer wieder: Gell, der Junge bin ich. Wirklich eine tolle Sache für einen kleinen Jungen. Allerdings ist die Geschichte für 4-jährige doch wie ich oben schon meinte, etwas zu lang geraten, um sie in einem Rutsch vorzulesen.

susivital, am 09.12.2011
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Bildquelle:
Karin Scherbart (Asterix bei den Pikten – Rezension)

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