Noch feiert das närrische Volk ausgelassen im Saal

Derweil geht es in den Hochburgen des Faschings hoch her. Deswegen heißen die ja auch "Hoch"-Burgen. Die Säle kochen über. Das frohe Treiben ist für die einen reines Vergnügen, für die anderen knallharte Arbeit. Jede Feier will organisiert sein. Deshalb auch mal ein kleines Dankeschön an die vielen sichtbaren und unsichtbaren Helfer. Jedes Fest bedarf immenser Vorbereitung.

Stunden vor Einlass laufen die Anstrengungen auf Hochtouren. Jeder Sitzplatz ist geplant. Tische werden dekoriert, und eingedeckt. Feuerwehr und Ordnungsamt überprüfen die Sicherheit und die Fluchtwege. Sanitäter richten sich auf Notfälle ein. Ordnungskräfte sorgen für ungestörte Freude. Professionelle Kellner betreuen ein durstiges Publikum. Gar nicht so einfach, denn wenn auf einen Knall 800 Gäste alle auf einmal Durst haben, müssen die ganz schön flitzen. Servicekräfte sorgen für permanenten gut gekühlten Nachschub. Und die Technik hat die Beschallung unter Kontrolle. Garderoben-Personal ist genauso wichtig, wie die Reinigungskräfte, die die WCs immer wieder auf Reinheit überprüfen und gegebenenfalls auch schon mal Papier und Seife nachlegen. Also, mal an diese Leute denken! Wer für 100 € Alkoholika in sich schütten kann, der kann auch mal einer Reinigungsfrau 2 € Trinkgeld zukommen lassen.

Linus muss man gesehen haben!
Die fleißigen Helfer dürfen nie fehlen!

Hier schmeckt es, Qualität aus der Region.

Der kleine Bruder vom Pittermännchen, 5 Ltr. Dose mit eingebautem Zapfhahn.

Der heimliche Star des Festes

Der Strassenkarneval ist diesmal früh im Jahr, ich empfehle Ganzkörper-Kostüme, denn es könnte kalt werden!
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Bären-Kostüm für Kinder / Kigurumi Onesie

Aber noch rockt der Saal

Die Karnevalsvereine geben sich große Mühe, top aktuelle Gruppen auf die Bühne zu bekommen. Die Bonner Band Querbeat bringt die Menge zum Toben.

5 Trompeten 4 Saxophone, 2 Posaunen, 1 Mellophon, 1 Sousaphon, 1 E-Gitarre, 1 E-Bass, 3 Schlagzeuger mit Rhythmus im Blut rocken den Saal. 150 erfolgreiche Auftritte pro Session sprechen für sich. Die haben ihren eigenen Swing gefunden und begeistern Jung und Alt. Zum Schunkeln, Hüppen oder Danze, diese Musik hat was. Seit 2001 mischen die mit, und gehören bereits zu den Großen im rheinischen Karneval. Ihre aktuelle Single heißt "Hück Oder Nie".

Linus, gebt ihm eine Bühne, und er ist in seinem Element!

Linus muss man einfach mal gesehen haben. Der Mann ist so was von vielseitig.

Das ist die ganz große Welt des Entertainments. Man glaubt sich in einem Moment in Las Vegas, im nächsten auf der Reeperbahn. Ob Rockschuppen oder Konzertsaal, er singt Songs und imitiert die besten der Stars, die Größten des Showbiz. Mal ist er H. Grönemeyer, dann wieder Joe Cocker. Stücke von James Braun oder gar Pavarotti bringt er genauso gut, wie die Stars selber. Und das alles live!  

Bekannt sind seine Talentproben am Kölner Tanzbrunnen. Wer bei Linus und seinem extravagantem Publikum besteht, hat gute Chancen vom Möchtegern-Sternchen zum Star zu avancieren. Der Nickname "Mutter aller Castingshows" ist wohl berechtigt.

Rheinischer Humor ist Mutterwitz pur.

da laufen die Tränen vor Lachen

Eine gelungenen Parodie auf alle Funkenmariechen

Eimol Prinz ze sin, in Kölle am Rhing

Der designierte Kölner Prinz Karneval ist Holger Kirsch, der designierte Kölner Bauer ist Michael Müller, die designierte Kölner Jungfrau Alexandra wird von Sascha Prinz verkörpert. Zum ersten Mal stellt die Flittarder KG ein Kölner Dreigestirn. Flittard wurde im Jahr 989 erstmals urkundlich erwähnt und vor einhundert Jahren in Köln eingemeindet. Bis heute hat sich das ursprüngliche Fischerdorf seinen eigenen Charme bewahrt. Zentrum dieser traditionellen Familiengesellschaft ist die "Narrenburg", eine ehemalige Dorfschule, die dank ehrenamtlicher Unterstützung aus dem ganzen Ort ein Epizentrum des kölschen Fastelovends im Kölner Norden ist.

Bei der sogenannten Prinzenproklamation (11. 11.) wird der Karneval im Saal eröffnet. Der Prinz nimmt an möglichst vielen Sitzungen der verschiedenen Vereine teil. Auch im Rosenmontagszug hat er einen besonders schön geschmückten Wagen. Seine Amtszeit dauert nur eine Session. Sie endet mit der Prinzen-Verabschiedung am sogenannten Veilchendienstag. Mit reichlich Wehmut endete das Ehrenamt mit vielen schönen Erinnerungen. In ihren sogenannten Hofburgen legen sie ihre Ornate nieder, um alsdann wieder in bürgerliche Kleidung zu schlüpfen. Prinz zu sein ist nicht ganz billig. Gut, wenn man einige Sponsoren hat. In Köln sind das meist namhafte Brauereien. Denn der Karneval ist auch ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor in der Region. 1,5 Millionen Besucher reisen eigens wegen des Karnevals an, insbesondere Belgier, Franzosen und Niederländer; auf etwa 8 Millionen Euro belaufen sich die Gesamteinnahmen im städtischen Haushalt. In Köln sorgt der Karneval pro Session für einen durchschnittlichen Gesamtumsatz von mehr als 460 Millionen Euro.

Autor seit 5 Jahren
268 Seiten
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