Was ist denn überhaupt schön?

In unserer Gesellschaft gilt Schlanksein als schön. Schön ist übrigens immer auch das Besondere, weswegen beispielsweise in Indien hellhäutige Frauen als besonders schön gelten, während wir hierzulande immer noch knackige Bräune bevorzugen.

Schlanksein ist also bei uns auch deswegen so gefragt, weil dieses Ideal nicht so leicht zu erreichen ist. Wären wir alle von Natur aus gertenschlank, dann wären garantiert die molligen und dickeren Menschen die attraktiveren. So ist es ja auch in früheren Zeiten gewesen, als Leibesfülle ein Zeichen von Wohlstand war. Auch in arabischen Ländern sind Frauen, die hier als fettleibig eingeordnet werden, besonders attraktiv.

Schön heißt somit nicht immer allgemeingültig schön, sondern einfach zeitgemäß schön.

Dass wir schlanke ranke Körper gemeinhin als schön empfinden, liegt daran, dass wir eigentlich in einer Wohlstandgesellschaft leben, auch wenn die Armut immer mehr zunimmt und dieser Zustand bald kippen könnte. Unser Schönheitsideal kommt jedenfalls noch von besseren Zeiten. Wenn alle hungern müssen, ist ein schlanker Körper nicht besonders schön, sondern Durchschnitt.

Models im Schlankheitswahn

Seit sehr langer Zeit, ca. seit den 70ern haben wir in unserer Gesellschaft das Problem, dass junge Frauen sich bis auf die Rippen herunterhungern, um dem gängigen Schönheitsbild zu entsprechen. Twiggy war in den wilden 70ern das erste Hungerhaken-Model, das mit übergroßen Augen aus dem abgemagerten Gesicht Kleider präsentierte. Ihr Look war irgendwie cool, also wollte man sein wie Twiggy und hungerte sich dürr.

Eine große Dürre wird kommen

Ein alter Witz, mit dem zumeist die männlichen Teenager ihre Altersgenossinnen necken, wenn diese erst in die Höhe schießen, statt Form anzunehmen. Meist sind es aber genau diese Kandidatinnen, die später die allerbesten Chancen haben, gefragte Models zu werden. Denn die Mode braucht große Dürre!

Warum eigentlich? Warum braucht die Modewelt verflixt noch mal so dünne Models? Die Antwort ist banal einfach: Weil nur an ganz dünnen Models jedes Kleid vorteilhalft schlank aussieht. Mode für Frauen verkauft sich nur dann gut, wenn sie optisch schlanker macht oder zumindest nicht ungünstig aufträgt. Die Mode-Designer können also alle ihre Entwürfe, auch die voluminösen viel besser mit sehr dünnen Models verkaufen.

Models im Zugzwang

Wer heute ein erfolgreiches Model sein will, der muss leider auf diesen Zug aufspringen und nicht nur das, sondern den Konkurrentinnen eine Nase voraus sein. Also meist einen Ticken dünner sein. Den Designern ist die Gesundheit ihrer Models oft herzlich egal und sie bestehen weiterhin auf einer Größe 34. Früher war 36 normal, heute tut man so, als ob 34 eine Standardgröße wäre. Es bleibt den meisten Models gar nichts anderes übrig, als die 34 anzupeilen und zu hungern.

 

Das Volk hat wie üblich nichts zu sagen

Den Frauen und Mädchen aus dem normalen Leben passt das Schönheitsideal auf dem Laufsteg und in den Mode-Kampagnen eigentlich nicht. Aber sie können sich durch die Dauerberieselung mit gertenschlanken Mädchen auf jeder Werbe-Anzeige nicht wehren. Und ob wir wollen oder nicht: Unser Unterbewusstsein speichert diese Bilder als besonders schön ab. Kein Wunder übrigens, denn diese Models werden ganz besonders und aufwendig in Szene gesetzt.

Würde man normalgewichtige Frauen ebenso lange stylen, in lässige oder besonders edle Kleidung stecken und dann noch eine coole Location für den Shoot wählen, kämen garantiert auch sehr tolle Bilder dabei heraus. Bei uns werden aber meist die schlanken, sehr jungen Models inszeniert.

Längst wünschen sich Frauen und Mädchen mit ganz normalen Berufen ein anderes Schönheitsideal, denn mit der Realität hat diese Scheinwelt sehr wenig zu tun. Das sieht man,wenn man durch Deutschlands Straßen geht.. Viele junge Mädchen sind heute recht dick. Es ist heute gar nicht mehr so einfach, sich einen schlanken Körper zu erarbeiten oder zu erhalten. 

Aber wir haben nichts zu wünschen, wir müssen das Ideal der Mode-Designer, die nur sehr dünne Models für ihre Kampagnen haben wollen, schlucken.

Im TV setzen sich die molligen Frauen durch

Was in der Modewelt hartnäckig ignoriert wird, nämlich, dass Deutschlands Bevölkerung im Schnitt eher zu viel, als zu wenig auf den Rippen hat, das wird von den Fernsehmachern mittlerweile toleriert.

Barbara Schöneberger ist zur Zeit die erfolgreichste deutsche Moderatorin und sie ist mit Maßen gesegnet, die von 90-60-90 weit entfernt sind. Trotzdem oder deswegen gilt sie als sehr attraktiv und moderiert Deutschlands Shows und Preisverleihungen rauf und runter. Natürlich in erster Linie wegen ihres Humors, ihrer Schlagfertigkeit und lockeren Art. Niemand, aber wirklich niemand stört sich daran, dass sie nicht so schlank ist wie frühere Moderatorinnen oder Ansagerinnen.

Auch Andrea Kiewel wird mit ihrer Jojo-Figur, die mal mehr und mal weniger schlank ist, gerne gebucht. Man kann sagen, seit einiger Zeit geht durch Deutschlands Fernsehwelt ein gesunder Ruck und es erscheinen Frauen auf der Mattscheibe, die so proportioniert sind wie die meisten Frauen unseres Landes - nämlich eher wohlgenährt.

Wohlfühlgewicht und Wohlfühlfigur

Was dem einen sein Wohlfühlgewicht ist, ist für andere dick. Während man dem jungen Mädchen hundert Mal sagen kann, dass es rank und schlank ist, fühlt es sich trotzdem nicht wohl und will noch 3 Kilos abnehmen. Entscheidend ist nicht für jeden, was gesund ist. Sehr dünne Mädchen sind oft nicht belastbar, essen zu wenig und kippen deswegen leicht einmal um. Klar ist, dass man in Beruf und Ausbildung nicht die allerbeste Leistung erbringen kann, wenn man dauernd hungert. Der Körper braucht jeden Tag seine Mineralstoffe, Vitamine und Energie durch die Nahrung. Man sollte sie ihm nicht künstlich entziehen.

Menschen mit ein wenig Speck auf den Rippen sind meist gesünder als man es annehmen könnte, denn sie sind oft belastbarer. Zu viel sollte es natürlich auch nicht sein und es spricht nichts dagegen, auf sein Gewicht zu achten und seine Figur mit Training zu formen.

Diät, Sport oder beides?

Immer wieder suchen Abnehmwillige nach einer schnellen und im Alltag leicht zu integrierenden Diät. Man will in ein paar Wochen schnell die lästigen Pfunde loswerden, die man doch meist nicht in ein paar Wochen drauf bekommen hat. Am liebsten ist einem dann eine Diät, mit der man möglichst schnell viele viele Kilos verliert. Selbst die radikale Null-Diät ist vielen nicht zu extrem. Hier muss man nichts kochen und nichts einkaufen, weil man einfach gar nichts isst!

Immer und immer wieder muss man dabei betonen: Die Kilos kehren schneller zurück, als einem liebt ist und man hat die erschlaffte Haut hinterher mit noch mehr Fett gefüllt, als vorher. Manchmal ist eine Diät einfach nur Wahnsinn, weil man in einen Teufelskreis gerät.

Trotzdem kann und sollte man versuchen, abzunehmen, wenn man wirklich so viele Kilos zu viel hat, dass die Bewegungen nicht mehr leicht fallen und man sich unfit fühlt. Sport alleine ist zwar sehr löblich und das beste Mittel, aber langfristig kommt man um eine Ernährungsumstellung nicht herum.

Wer nach einer für ihn passenden Diät, Ernährungsumstellung und nach Tipps sucht, der findet auf diesem Info-Portal für Diät-Erfahrungen viel Hilfe. Hier werden die verschiedenen Diäten vorgestellt und man kann Erfahrungsberichte durchlesen oder selber einen beisteuern. Diät-Lügen, falschen Versprechungen von Anbietern und Fehlern bei der Diät kann so vorgebeugt werden.

Somit kann man sich manche Diät von vornherein sparen, weil sie einfach nicht langfristig wirksam ist, dem Körper zu wenig Mineralstoffe gibt oder schlichtweg im Alltag nicht praktikabel ist. Warum soll man seine Erfahrungen selber machen, wenn andere den Weg schon gegangen sind? Bevor man in die Diät-Falle tappt, also lieber ausreichend informieren und clever vorgehen.

janee, am 17.07.2014
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Bildquelle:
Wikimedia Commons, Gemeinfreies Bild (Kilt und Plaid - Geschichte und Tradition schottischer Kleidung)

Autor seit 6 Jahren
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